Frage von Haaaauni, 39

Psychische Probleme bei Arzt ansprechen?

Hallo. Ich habe seit einigen Wochen recht starke Probleme die meine Psyche sehr belasten. (Liebeskummer, hasse mich und mein Leben, ..) Ich verletze mich jeden Tag mehrmals, ich habe sehr oft suizidgedanken, bis vor ein paar tagen war ich mir sicher ich nehm mir nicht das Leben, aber nun ists ganz anders.. Ich denke schon drüber nach, abschiedsbriefe zu schreiben, und wirklich zu gehen. Ich kann nicht mehr einschlafen, nur mit Schlaftabletten, habe regelrechte Heulkrämpfe und und.. Ich habe vor 2 wochen im krankenhaus gelegen, hatte Probleme mit meinem bein, und das kam wohl von der Psyche . In dem Entlassungsbrief steht drin, das ich wiederkehrendes selbstverletzendes verhalten habe. Das hat meine Ärztin sicher gelesen. Nun habe ich heute einen arzttermin wegeb einer kontrolluntersuchung und würde meine Probleme gerne ansprechen. Da hab ich ein-zwei fragen. . Wie spreche ich das am besten an? Was wird passieren wenn sie meine Wunden sieht? (Sind nicht gerade wenig) wie wird das weiter gehen? Danke für eure antworten. .

Antwort
von katemara, 39

Hallo Haaaauni!

Ist das eine Allgemeinmedizinerin, bei der du den Termin hast? Ich kenne die Bestimmungen in Deutschland nicht, aber in Österreich ist es so, dass ÄrztInnen (und auch andere Berufsgruppen) als von der Schweigepflicht entbunden gelten, sobald bei einer Person Selbst- oder Fremdgefährdung besteht. Und die Selbstgefährdung sehe ich (Sozialarbeiterin) in deinem Fall ganz stark gegeben.

Hast du schon einmal daran gedacht, in einer psychiatrischen Klinik für einige Wochen stationär ein therapeutisches Behandlungsprogramm zu machen? Einige Kliniken arbeiten ja mittlerweile ganzheitlich, das heißt, du erhältst dort Psycho-, Ergo-, Gruppentherapie etc. und natürlich medizinische Versorgung, aber auch deine u.U. psychosomatischen Beschwerden sieht man sich an.

Wenn du dich "freiwillig" behandeln lässt, also psychotherapeutische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch nimmst, ist die Ärztin nicht unbedingt zum Handeln veranlasst. Ansonsten kann es manchmal zu einer sogenannten "Zwangsunterbringung" kommen, wobei dieser Fall oft erst eintritt, nachdem bereits ein Suizidversuch unternommen wurde. Ich würde dir sehr, sehr wünschen, dass es so weit nicht kommen muss und du es schaffst, deinen Leidensdruck bereits vorher abzufangen. Und genau das machst du jetzt - mit deinem Beitrag hier und deinem Vorhaben, dich jemandem anzuvertrauen. Das erfordert viel Mut und dazu gratuliere ich dir!

Wenn du dich bei deiner Ärztin sicher und gut aufgehoben fühlst, vielleicht möchtest du das Gespräch beginnen (sofern sie dich nicht von selbst in irgendeiner Form anspricht), indem du ihr Folgendes erklärst:

"Ich hätte da noch ein paar Fragen. Mir geht es im Moment nicht sehr gut und ich bin nicht sicher, an wen ich mich wenden kann." Und dann lass es raus: "Ich habe wiederkehrende Suizidgedanken und Schlafstörungen, und ich verletze mich selbst." Ich weiß, das kostet, sehr, sehr viel Überwindung, aber du wirst sehen, danach geht es dir besser und ich bin sicher, deine Ärztin wird wissen, was zu tun ist.

Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft!!

Antwort
von voayager, 37

Wie du deine Problematik ansprichst? in dem du sie direkt und unverblümt erwähnst!

Wie es weitergeht? Es wird dir wohl eine psychiatrische Behandlung nahegelegt und du bist gut beraten, diese dann auch zu beherzigen.

Antwort
von dasadi, 26

Du solltest auf jeden Fall die Ärztin darauf ansprechen, das ist eine Chance. Es gibt da kein Wie, frag sie einfach geradeheraus, wie Dein Weg nun aussehen kann, da Du wieder in die Normalität zurückkehren möchtest. In der Pubertät spielen die Hormone verrückt und haben sehr großen Einfluss auf die Psyche. Es ist die Zeit der Depressionen, Verletzungen, Streitereien, der Verzweiflung und der Suizidgedanken. Das ändert sich, wenn Du in etwa 18 bist und Du siehst Deine jetzige Kummerzeit ganz anders. Dennoch - auch mit der Gewissheit, dass das nciht so ganz ungewöhnlich ist und irgendwann aufhört, hast Du das Recht, Dir Hilfe zu suchen. Schau Dich auch mal in Internetforen um, es gibt da verschiedene Seiten wie Rote Linien etc., da bekommst Du gute Informationen zum Ritzen. Psychologische Hilfe soltest Du auch in anspruch nehmen, nur leider sind die Wartezeiten ziemlich lang. Schau Dich bei Selbsthilfegruppen um, erkundige Dich in Jugendberatungsstellen ........es gibt Ansprechpartner für Dich und Menschen mit ähnlichen Problemen, mit denen es gute, hilfreiche Gespräche geben kann. Gib Dich nicht auf, es lohnt sich, denn Dein wirkliches Leben, das Du Dir gestalten kannst, wie es Dir gefällt, kommt ja erst nach Deiner Schulzeit. Halte durch und bleibe gesprächsbereit.

Antwort
von Mumoffline, 26

Dein Hausarzt ist auch dein Vertrauensarzt. Er ist zur Verschwiegenheit verpflichtet und wird dir mit Rat zur Seite stehen. Du kannst über alles mit ihm sprechen und er wird dich immer ernstnehmen.

Einfach mit der Sprache gerade raus, er wird dir zuhören und dir helfen. Er wird sich deine Wunden anschauen und gegenfalls verarzten und er wird dich zu einem Psychologen mit der nötigen Dringlichkeit  weiterleiten. Ohne Hilfe des Arztes wartet man Monate auf einen Termin bei einem Psychologen.
Toll, das du den Mut hast jetzt Hilfe zu suchen, das braucht viel Kraft und Mut, aber es kann nur besser werden. Alles Gute

Antwort
von danii16, 24

Sie ist deine Ärztin und sie ist dafür da das du Probleme ansprichst. Wenn sie deinen Entlassungsbrief und deine Wunden sieht, wird sie dich sogar von alleine darauf ansprechen. Und dann erzählst du es ihr genauso wie du es hier geschrieben hast.

Sie wird dir auf jeden Fall raten das du dir professionelle Hilfe holst und das solltest du auch auf jeden Fall machen.

Antwort
von Wonnepoppen, 29

Sie wird dir raten , daß du dir so schnell als möglich  Hilfe holst, selber kann sie dic h deshalb nicht weiter behandeln.

Wenn sie deine Wunden sieht, wirst du gar nicht mehr viel sagen brauchen?

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