Frage von TheRedBird, 248

Psychische Krankheiten öffentlich machen?

Ich frage mich echt, warum so viele Menschen (hauptsächlich Jugendliche) so viel auf Sozialen Medien posten, wie es mit ihrer psychischen Krankheit steht. Im Vordergrund steht dabei meistens Depressionen oder Borderline.

Wenn ich ehrlich bin, finde ich das ziemlich ätzend. Man kann natürlich seinen Schmerz mit anderen teilen, auch online, aber da sind teilweise Dinger dabei, die nichts mit Depressionen zu tun haben, sie es aber trotzdem so abstempeln.

Also.. kurz: Warum spielen so viele Menschen im Internet eine Depression vor?

Antwort
von Dxmklvw, 150

Vielfach wird es wohl diejenige Methode sein, mittels der Betreffende nicht mehr unter der Krankheit leiden, sondern sie über Aufmerksamkeitserregung usw. genießen. Der Trend, daß sich viele selbst outen, um In zu sein, ist unübersehbar.

Auffällig ist auch, daß es stark vermehrt sehr junge Menschen sind, die ihre psychischen Probleme öffentlich zu besten geben. Ich halte das in der Mehrzahl der Fälle für eine andere Form pubertären Gequängels, ähnlich dem, wie viele Angehörige dieser Altersgruppe auch gerne mit einer Unmenge sexueller Erfahrungen nur deshalb protzen, weil sie die Münchhausengeschichten nicht verstanden haben.

Daneben gibt es dann auch noch solche, die in Internet-Plattformen das beliebte Gesellschaftsspiel "versuche-mich-zu-heilen-und-ich-beweise-dir-daß-du-es-nicht-kannst" spielen.

Übrig bleiben dann nur sehr wenige, die wirklich ein ernsthaftes Problem haben und dringend Hilfe benötigen. Doch gerade in solchen Fällen sind Internetplattformen die schlechteste Lösung, weil es immer auf eine Unmenge an Details im Einzelfalls ankommt und auf bestmögliche Fachkunde.

Kommentar von TheRedBird ,

Bisher die hilfreichste Antwort, danke dir :)

Kommentar von holjan ,

Ich denke durchaus, das ein Teil der Leute schlechte Laune, Probleme im Alltag mit der Familie, mit Freunden oder die Auf und Abs der Pubertät fälschlicherweise als Depressionen bezeichnen, glaube aber nicht unbedingt daran, das dies beabsichtigt ist, sondern sie einfach kein besseres Wort dafür finden bzw. nicht wissen, was wirkliche Depressionen sind.

Die Suche nach Aufmerksamkeit ist sicherlich immer ein Aspekt. Inwiefern das nun negativ zu werten ist sei dahingestellt (warum posten wir alle hier? Genau, wir wollen gelesen werden -->Aufmerksamkeit :;) ).

Das es irgendwie trendy wäre sich zu outen, halte ich für eine gewagte These.

Ich denke die heutigen Möglichkeiten, nämlich anonym darüber zu reden sind Grund dafür, das man über diese Themen mehr und mehr stolpert. 

Auch die steigende Präsenz solcher Themen in den Medien (Schauspieler, Sänger, generell diverse bekannte Personen sprechen indes öffentlich über ihre psychischen Erkrankungen) dürfte das Ganze fördern. Wer merkt, das es auch anderen so geht, begibt sich halt eher auf die Suche nach Leuten, die auch betroffen sind oder erhofft sich Erfahrungsaustausch mit jenen, die sowas schon hinter sich haben.

Ich teile deine Meinung nicht, das Internetplattformen eine schlechte Lösung für Betroffene sind. Natürlich ist im Vergleich ein ordentlicher Therapeut die bessere Wahl, aber der Weg dahin ist für viele lang und trotz steigender Akzeptanz und Toleranz in der heutigen Gesellschaft nicht unbedingt die erste Option, die logisch erscheint, wenn man bemerkt, das mit einem was nicht stimmt.

Ob der Austausch mit Laien nun was bringt oder nicht ist eine andere Frage, aber allein die Möglichkeit sich irgendwo zu äußern, halte ich für eine wichtige Sache für jene, die den Schritt zum Therapeuten noch nicht bereit sind zu wagen.

Kommentar von Dxmklvw ,

Bei dem hier diskutierten Thema wirken bei mir die Erinnerungen an das mit, was alles während meiner Kindheit und Jugend gelaufen ist. Auch wenn es zwischen damals und heute deutliche Unterschiede gibt, sind dennoch die meisten grundsätzlichen Mechanismen erhalten geblieben, jedoch anders maskiert als damals.

Daß auch viele Menschen mit tatsächlichen ernstzunehmenden psychischen Problemen Hilfe oder Verständnis in Foren usw. suchen, ist klar, und unterschiedlichste Gründe machen es meistens auch verständlich.

Mich bewegt aber auch der Umstand, daß auffällig viele junge Menschen und teilweise auch Kinder solche Probleme beschreiben, die ich bei allem Verständnis nicht als psychisches Problem werten mag, sondern mehr als ein Nebensymptom dessen, daß anderen Probleme bereitet werden oder daß andere aus strukturbedingten Fehlleistungen psychische Probleme konstruieren, wo es unangebracht ist.

Aus meiner eigenen Kindheit weiß ich, daß es da vieles gab, das interessant war, zum Austesten von Grenzen animierte und/oder aus welchen Gründen auch immer einfach nur Spaß machte. Oftmals war es dann etwas, was der Erwachsenenwelt (vorsichtig ausgedrückt) gar nicht gefiel, und daß es entsprechende Reaktionen gab, war zwangsläufig.

Doch ebenso (fast) zwangsläufig waren dann auch die faulen Ausreden, mit denen man als Kind eben kommt, in der Hoffnung, daß dadurch die Wogen etwas geglättet werden. Ausreden waren immer dann gute Ausreden, wenn sich Erwachsene darauf einließen. Gab es erst einmal "Erfolge" auf diese Weise, dann war es immer nur eine Frage sehr kurzer Zeit, bis jede Menge Altersgenossen die passenden Ausreden perfektioniert hatten.

Von keiner Seite bedacht wurde weder damals noch wird es heute, daß gewisse Verhaltensweisen jungen Menschen einerseits einfach nur Spaß machen (die Gründe lasse ich dahingestellt), und daß andererseits die darauf reagierende Erwachsenenwelt dazu neigt, viele Erscheinungsbilder zunächst nur schön zu reden, um späterhin psychische Störungen mit Krankheitswert hineinzufabulieren, was dann gleichzeitig noch geeignet ist, diverse Erziehungsfehler und auch gesellschaftliche Unzulänglichkeiten zu kaschieren.

Das Ergebnis in der Gegenwart ist dann häufig, daß auch in Massen auftretende Verhaltensweisen beibehalten werden "weil es ja Spaß macht und keinen negativen Einfluß haben kann - besonders, wenn es in der Bildzeitung steht", und daß zugleich massive Störungen der Abläufe an anderer Stelle entstehen, bei denen dabb unsinnigerweise versucht wird, dies mit Pillen oder einer Psychotherapie zu "heilen".

Für mich ist es erklärbar, daß Kinder und Jugendliche darauf entsprechend reagieren. Schließlich fühlt es sich viel besser an, wenn an diversem Übel nicht mehr verdrehte  Ansichten schuld sind, sondern eine akzeptierte "Krankheit". Daß auf diesen Zug dann auch aus ganz anderen Gründen viele andere junge Menschen aufspringen, sehe ich in solchen Zusammenhängen als gewohntes Beiwerk an, wie es auf die eine oder andere Weise bei den meisten trendigen Erscheinungsbildern erfolgt.

Wenn dann auch noch passende Plattformen genutzt werden, um die entsprechenden Trends auszuleben, entsteht ein allgemeines Problem: Die Sache nervt total, sie lockt Mitläufer an, sie irritiert diejenigen, die ernsthaft helfen wollen, und sie bewirkt leider auch gehäuft, daß diejenigen nicht mehr sehr ernst genommen werden, die wirklich psychisch erkrankt sind und jedwede Hilfe benötigen.

Hier optimal das eine vom anderen abzugrenzen und Unarten von psychischen Erkrankungen klar zu unterscheiden, ist wegen der fließenden Übergänge äußerst schwierig, und selbst Psychotherapeuten im Direktkontakt mit Patienten tun sich damit schwer.

Antwort
von ClochardFranken, 89

Es fängt schon mal damit an, dass es zu meiner Jugendzeit kein Internet gab. Und von psychischen Krankheiten wusste man auch nicht viel. Die Zeiten haben sich geändert.

Gerade in der Pubertät, ist man häufig in einem Gefühlschaos. Ging mir genau so. Ich war oft traurig und unglücklich. Dann kommt noch verschmähte Liebe dazu. Und schon bricht die persönliche Welt zusammen.

Vielleicht hätte ich auch gesagt, ich habe Depressionen. Leider wusste ich damals noch nicht, das es so etwas gibt. Auch sonst keiner in meinem Umfeld. So war ich nur ein ungeselliger Miesepeter.

Heute kann man der Sache einen Namen geben, und kann sich dem Mitgefühl seiner Mitmenschen sicher sein. Und etwas Anteilnahme, und Aufmerksamkeit, kann ja auch mal ganz gut tun, wenn es einem mal nicht so gut geht.

Wenn man früher Probleme hatte, hat man mit seinen Freunden geredet. Heute geht man zum Psychologen. Und der muss ja eine Diagnose stellen, um bei der Kasse abrechnen zu können.

Er kann ja schlecht schreiben: Der Patient musste sich einfach mal was von der Seele quatschen. Sondern er schreibt dann: Patient hat eine Dysthyme Störung.

Aber ich will das gar nicht relativieren. Es gibt heute mehr Menschen als früher, die wirklich an der Seele leiden.

Denn Fakt ist auch: Es gibt mehr psychisch Kranke, als früher. Das liegt aber auch daran, dass früher die Menschen, mit so etwas gar nicht zum Arzt sind. Andererseits haben manche Krankheiten, z.Bsp. Burnout, erst vor kurzem einen Namen bekommen.

Selbstverletzungen sind bei Jugendlichen ein großes Problem. Das war zu meiner Zeit, fast völlig unbekannt. Ich kannte in meiner Jugend niemanden, der darunter litt. Und mittlerweile sieht man oft junge Menschen, mit diesen typischen Narben. 

Anscheinend hat sich da schon etwas, in unserer Gesellschaft verändert. Aber nicht zum guten. Irgendwas scheint ja beim heranwachsen unserer Kinder schief zu laufen.

Ich würde es nicht nur als Aufmerksamkeit heischend abtun. Es ist ein Zeichen, dass in unserer Gesellschaft etwas schief läuft!

Kommentar von rlstevenson ,

Ich denke, es ist eher ein Zeichen, dass in unserer Gesellschaft manches besser läuft als früher. Früher durfte man nicht zugeben, dass man psychische Probleme hat, es wurde erwartet, dass man alles allein schafft, statt sich Hilfe zu holen. Kam man selbst nicht aus dem Tief heraus, war man halt ein Miesepeter, eine schlechte Ehefrau, selbst schuld, etc. Du beschreibst das ja selbst so.

Heute kann man zum Glück mit depressiven Verstimmungen und Depressionen offener umgehen und es ist  nicht mehr der gesellschaftliche Tod, wenn man sich professionelle Hilfe sucht. Ich halte das für einen Fortschritt, schließlich hat niemand etwas davon, wenn jemand lebenslang an seiner Depression leidet. Die Familie leidet mit, die Arbeitsleistung lässt nach, die Freunde leiden mit oder ziehen sich halt zurück.

Depressionen sind mittlerweile gut behandelbar und Betroffene können wieder aktiv und produktiv am gemeinschaftlichen Leben teilhaben. Natürlich muss nicht jede depressive Verstimmung gleich mit Medikamenten behandelt werden, da hilft oft schon ein Tapetenwechsel. Aber mittelschwere bis schwere Depressionen sind alleine schlecht zu bewältigen.

Dass jemand eine depressive Verstimmung vorspielt, halte ich für unwahrscheinlich. Wer glücklich ist und die ganze Welt umarmen will, wird wohl kaum den Unglücklichen spielen.

Kommentar von ClochardFranken ,

Natürlich ist es besser, dass die Leute sich Hilfe suchen, und sich "trauen" zum Arzt zu gehen, und solche Erkrankungen kein Stigma sind.

Meine Gesellschaftskritik bezog sich allein, auf den Anstieg seelischer Krankheiten, speziell bei Kindern und Jugendlichen.

Ich hoffe ich konnte das klar stellen. :)

Kommentar von rlstevenson ,

Konntest Du, ich wollte Deinen Beitrag auch nicht negieren, sondern ergänzen - und ein kleines bisschen mehr Optimismus verbreiten! Dass auch Kinder und Jugendliche heute offener über ihr Seelenleben sprechen, kann ja auch etwas Gutes sein.

Kommentar von ClochardFranken ,

Optimismus kann ja nie schaden. Kann man gar nicht genug verbreiten.

Dann Danke dafür! :)

Kommentar von rlstevenson ,

Ganz Deiner Meinung! Ich liebe übrigens die Spiegel-Kolumne "Früher war alles schlechter"!

Kommentar von ClochardFranken ,

Na ja, mein Spiegelbild war früher definitiv besser! :))

Kommentar von rlstevenson ,

lach Der Spiegel ist halt älter geworden...

Antwort
von rotesand, 34

Hallo!

Wer mit Depressionen "prahlt" ohne welche zu haben verhöhnt damit mMn die Leute, die das wirklich haben & dadurch unvorstellbare Qualen erleiden. Man kann m.E. vom "Seelenkrebs" sprechen, wenn jmd. ernsthaft psychische Probleme hat & es anderen vorzugaukeln sowas zu haben während man gesund ist ist mMn a) unter aller Würde & b) im Grunde selbst ein psychisches Problem für sich auf anderer Ebene.

Viele tun das, um Mitleid/Erbarmen bzw. Aufmerksamkeit zu bekommen und zu erreichen,d ass man sie bedauert/allgemein Interesse an ihrer Person bekommt. Und da es oft auch Kiddies sind, sind die schlicht noch nicht reif genug um zu wissen, wie schmerzhaft und dramatisch eine ernsthafte psychische Erkrankung wirklich ist. 

Ist ähnlich wie mit Mobbing. Das verkam ja regelrecht zum Modewort zu sagen "hey, ich werd' gemobbt"... oft wird dieser Spruch bereits eingesetzt, wenn jemand überhaupt nicht gemobbt wird -------> mit den fatalen Folgen, dass auch ernsthaft Betroffene oft abqualifiziert bzw. als Simulant dargestellt werden. 

Antwort
von Kakarott33, 110

 oft ist es einfach das verlangen nach aufmerksamkeit was viele dazu treibt..allerdings gibt es auch sehr oft menschen die dadurch ihre krankeit besser bekämpfen können etc man muss vorsichtig sein und nicht alle über einen kamm scheren wenn jemand depressionen hat und im echten leben keine freunde hat die ihm dabei unterstützen könnten da ist der einzige weg auf unterstützung das internet 

Antwort
von Einstein2016, 18

Ich bin bereits "Ü-50" und habe mein halbes Leben lang mit wiederkehrenden Depressionen und vielfältigen diesbez. Krankheitssymptomen zu tun gehabt. 

Mir ist auch schon aufgefallen, dass dieser Themenbereich sehr oft mit Fragen - vor allem sehr junger Forumsteilnehmer - regelrecht "zugeschmissen" wird. 

Ich finde das einerseits schon alarmierend, was die Zunahme von solchen psychischen Erkrankungen allgemein betrifft und wenn es solche jungen Leute hier wirklich ehrlich meinen und in ihrer persönlichen Situation verzweifelt sind.

Andererseits sollten sich solche Menschen erstmal woanders im Internet leicht verständliche informative Kenntnisse über diese Krankheit verschaffen, bevor hier dermaßen viele Fragen für meist zeitaufwendige, wirklich brauchbare, helfende Antworten gestellt werden. 

Das sollte besser abgefiltert werden - wäre mein Vorschlag an die "Jury" !

Ob es Menschen gibt, die das tlw. vielleicht sogar vorspielen - könnte sein. 

Manchmal ist es wohl einfach nur bloße Neugierde oder sogar fehlende Aufmerksamkeit. Das wäre ggfs. hier fehl am Platz !



Antwort
von PortgasDLeesha, 25

Meiner Meinung nach sind die Leute, die mit ihren psychischen Krankheiten hausieren gehen allerhöchstens in der Form krank, dass sie aufmerksamkeitssüchtig sind. Von meinen Depressionen wusste, als ich sie hatte, niemand was, bis ich es einmal nicht geschafft habe, meine frischen Schnitte gut zu verstecken und ich wollte auch niemals darüber reden, weil es mir unangenehm war.
Für mich laufen wirklich kranke Leute also nicht durch die Gegend nach dm Motto "Oh hey, guckt mal wie schlecht es mir geht". Die, die das tun sind vermutlich nur auf Aufmerksamkeit aus und wollen sich interessanter machen.
Andererseits kann es aber natürlich auch sein, dass sie wirklich krank sind und mit dieser Aufmerksamkeit, die sie dadurch bekommen, ihr Selbstwertgefühl steigern wollen, dass sie die Aufmerksamkeit brauchen, aber sowas habe ich nur selten gehört oder erlebt.

Antwort
von Lichtpflicht, 79

Ich denke dass es einfach vielen Jugendlichen echt schlecht geht, was einfach die Pubertät mit sich bringt. War auch schon immer so, und sie nennen es eben Depression weil es noch am besten passt von dem was sie kennen.

Schon zu Goethes Werther-Zeiten war Pubertät eine schlimme, suizidgefährdende Krankheit ;) liegt an der Gehirnentwicklung.

Wenn es ihnen hilft, im Internet darüber zu schreiben und dadurch Aufmerksamkeit (was an Aufmerksamkeitsuchen so verwerflich sein soll verstehe ich bis heute nicht, viele Leute die sich umgebracht haben haben vorher ganz verzweifelt Aufmerksamkeit gesucht und wurden genau deswegen nicht ernst genommen) oder Trost zu bekommen dann gehts ihnen besser, was super ist.

Wenn es dich nervt dann les das nicht. Das Internet ist ja wohl wirklich groß genug für alle.

Kommentar von TheRedBird ,

haha junge, ich hab doch nur nachgefragt. Sowas kann man nicht mehr überlesen. 

Kommentar von Dxmklvw ,

"was an Aufmerksamkeitsuchen so verwerflich sein soll ..."

Verwerflich eigentlich nicht, aber sehr oft total nervtötend.

Kommentar von Lichtpflicht ,

Ich denke, jeder der Aufmerksamkeit sucht hat ein Problem, und sei es ein Minderwertigkeitskomplex. Wenn es einen nervt muss man es ja nicht lesen...

Kommentar von Dxmklvw ,

Nertötend wird etwas oftmals dann, wenn erst nach diversen Hin- und Herantworten erkennbar wird, daß es um ganz andere Dinge geht, als die, wie es die eigentliche Fragestellung suggeriert.

Das ändert zwar nichts daran, daß es letztlich doch um irgend ein Problem geht, aber es ist dann eben ein ganz anderes als das, auf das man eine Antwort geben wollte.

Antwort
von SosoDaisy, 78

Man lernt Leute kennen, die einen verstehen und einem oft sehr gute Freunde sein können. Es gibt dort positive und negative Gruppierungen. In den negativen wird man immer weiter in die Krankheit gepusht, also pro- selfharm oder pro-ana Gruppen. Es gibt aber vor allem viele, die in den positiven Unterstützung bekommen, ein offenes Ohr finden und einfach sagen können, wie sie sich fühlen ohne missverstanden o.ä. zu werden.

Kommentar von SosoDaisy ,

Vorgespielte Depressionen hab ich übrigens ehrlich gesagt selten erlebt.

Antwort
von Prinzessle, 58

Ja es ist gar fahrlässig, naive....denn oft wird heute im Internet über einen zukünftigen Mitarbeiter Informationen eingeholt..

Oder Gauner erkennen die wunden Punkte... und wissen wo sie ansetzen können.

Die Jugend-Depression ist nichts neues an und für sich...denn es ist eine schwierige Phase durch die alle gehen müssen. Aber heute ist man schnell mit  einer Dr. Google Diagnosen unterwegs....und bildet sich sogar noch Dinge ein, die kaum vorhanden sind, allerdings zu diesem Krankheitsbild passen könnte...

Und man hat dann auch eine Ausrede, denn man hat nun eben Borderline und ist somit entschuldigt ohne mit sich selbst arbeiten zu müssen....es ist eine etwas einfach gestrickte Mentalität.

Dabei sind es nur Verstimmungen auf der Suche nach sich selbst, die sich schnell wieder legen...

Aber es scheint heute wirklich IN zu sein, einfach alles an die grosse Glocke zu hängen. 

Kommentar von rlstevenson ,

Ein Chef, der ein Problem damit hat, dass seine Mitarbeiter nicht ständig "gut drauf" sind, auf den kann man dankend verzichten!

Kommentar von Prinzessle ,

Um das geht es doch nicht, aber niemand holt sich einen Problemhaufen gerne freiwillig ins Boot. Es reicht wenn man die Probleme die plötzlich auftauchen löst...aber man zieht sie nicht freiwillig an, das sucht wirklich niemand, auch kein Partner und schon gar kein Personalchef.

Antwort
von 1933HansScholl, 73

Wenn es einem gerade richtig beschissen geht und man eine depressive Episode hat, dann hilft es, darüber zu schreiben. Außerdem findet man im Netz andere Menschen mit derselben Krankheit. Mit anderen Menschen darüber zu reden, ist schwerer. Da fehlen einem oft die Worte und es ist unangenehm.

Kommentar von TheRedBird ,

Ich weiß. Aber warum das Internet? Warum suchen sie sich nicht einfach einen Therapeuten?

Kommentar von Lichtpflicht ,

Weil das für Jugendliche schwierig ist. Sie haben keine eigene Krankenversicherung, und wenn die Eltern nicht helfen wollen, wissen sie oft nichtmal wie das geht, sich einen Therapeuten zu suchen. Internet haben sie aber, und da kriegen sie eben schnell und ohne Mühe eine Antwort.

Kommentar von SosoDaisy ,

Man findet nicht überall gute Therapeuten. Ich kenne viele Leute, deren Therapeuten es schlimmer gemacht haben, das war auch bei mir der Fall bis ich meinen jetzigen Therapeuten gefunden habe.

Antwort
von zuunkreativ123, 71

Die meisten haben wahrscheinlich angst vor den Reaktionen in ihrem Umfeld. weil es aber trotzdem gut tut darüber zu schreiben/sprechen machen sie dies eben im Internet. es kann jedoch auch andere Gründe geben aber ich denke das ist der Hauptgrund.

Antwort
von KellyHaha, 46

Man sucht Unterstützung und Verständnis. Also ich zumindest ich Poste zwar nicht meine aufgeschlitzt arme aber so, da ich das lächerlich finde, aber dennoch Poste ich meine Gefühle und Ängste auf meiner privaten Seite. Und gebe damit auch Hilfe an andere indem ich sie per privat Chat aufmuntere, auch wenn es mir selbst schlecht geht. Nehmen und geben. :)

Antwort
von Source5, 16

Aufmerksamkeitsdefizit. Dadurch ritzen sich Menschen(Meisten Jugendliche) oder tun sich weh damit andere sie bemerken. 

Antwort
von almutweber, 19

Ich denke auch, dass kaum jemand wirklich eine Depression hat, sondern einsam ist und mit diesen Postings Aufmerksamkeit und Mitleid erregen will. Wenn jemand suizidale Gedanken äußert, melde ich ihn sofort und hoffe, dass der Support sich kümmert und überhaupt mehr kontrolliert, was hier so gepostet wird.

Kommentar von Empylice ,

Unsinn. Depressionen sind in einer Studie die häufigste Krankheit auf der Welt.

Kommentar von almutweber ,

Das weiß ich auch, du unfreundlicher Schlaumeier! Und gerade deshalb haben so viele Menschen eine Depression, die eigentlich keine haben. Schon mal was von "Modeerkrankung" gehört? So viele Menschen haben ja auf einmal ein burnout und machen sich damit interessant. Weitere Anfeindungen von dir werden übrigens direkt blockiert.

Antwort
von Kunstfreak99, 77

Wenn es vorspielen ist, dann ist es suche nach Aufmerksamkeit. Wenn es eine tatsächliche Krankheit ist, dann ist es ein Hilfeschrei!

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