Psychische Folgen des Cannabiskonsums?

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7 Antworten

Es gibt viele Widersprüche wenn man sich Forschungsergebnisse anschaut. Außerdem ist noch längst nicht alles erforscht, weshalb immer wieder neue Befunde und Studien raus kommen.
Nach heutigem Kenntnisstand, dass der Langzeitkonsum keine gravierenden Hirnschäden wie bspw. Alkoholkonsum mit sich zieht. 
Schädliche Auswirkungen auf die Atemwege hat der Konsum aber i.d.R. auch, obwohl man hier zwischen den Konsumformen unterscheiden muss.
Ein Joint gebaut mit Tabak ist schädlicher für die Atemwege als ein purer, welcher wiederum schädlicher ist als der Konsum mit Hilfe eines Vaporizers, welcher die Schädlichkeit schon sehr stark eindämmt.
Der orale Konsum, also durch Lebensmittel ist logischerweise gänzlich unschädlich für die Atemwege.
Des weiteren wird vermutet, dass der Konsum in der Pubertät negative Auswirkungen auf die Entwicklung hat.

Auf folgender Seite kannst du einige Langzeitfolgen einsehen: https://hanfverband.de/inhalte/cannabis-wirkung-nebenwirkungen-und-risiken#nr_3 

Doch hat der Langzeitkonsum nicht nur negative Aspekte. So hat Cannabis ein sehr hohes therapeutisches Potential. Beispielsweise hilft es u.a. Menschen die an AIDS, Krebs, Spastiken, Migräne, Multipler Sklerose, ADHS, Morbus Krohn, Glaukom (Grüner Star), Asthma, Arthritis, Menstruationsschmerzen, Allergien, Juckreiz, chronischem Schluckauf, Tinnitus, Darmreizungen, Tourette- Syndrom oder Depressionen leiden.
Auch gibt es einige Studien mit Autisten, die sich auf Grund des Konsum besser in die Gesellschaft eingliedern können.
Zur medizinischen Anwendung von Cannabis kannst du hier etwas nachlesen: http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/kleine-anfrage-zur-medizinischen-verwendung-von-cannabis-durch-die-linke-im-deutschen-bundestag

Falls du etwas über den weiteren Nutzen von Cannabis und Hanf erfahren willst, z.b. wie Hanf als Rohstoff oder wie Cannabis in der Medizin eingesetzt wird und werden kann, lesen willst empfehle ich dir diesen Beitrag:
https://hanfverband.de/inhalte/warum-hanf-ueber-die-oekologischen-und-oekonomischen-moeglichkeiten-des-rohstoffs-hanf

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Cannabis verändert deine Psyche, und dass meiner Meinung nach im positiven wie im negativen. Es schafft eine Art offenere Denkweise bei vielen Konsumenten, eine Denkweise bei der Probleme nicht mehr als so schwerwiegend angesehen werden, und so differenzierter betrachtet werden können. Das ganze kann allerdings auch in eine Art Gleichgültigkeit übergehen. Viele sagen zwar Cannabis macht dumm und stumpft ab, aber zumindest bei mir regt es das Nachdenken an.

Dazu kommt eine weiter psychische Veränderung, viele Kiffer denken viel nach und ziehen sich mit ihren Gedanken in sich selbst zurück. An sich nichts schlechtes, es kann aber wie du oben geschrieben hast zum soziale Rückzug führen.

Dann sollte man noch berücksichtigen, dass Cannabis zwar zu Angstzuständen führen kann, teilweise aber auch zur Behandlung eben dieser verwendet wird. Hier zeigt sich meiner Meinung nach, wie Drogen auf unterschiedliche Menschen einfach unterschiedlich wirken. Drogen sind nichts böses, Betäubungsmittel sind auch nichts böses, nur weil sie so heißen bedeutet es nicht gleich, dass sie betäuben. Nein, Betäubungsmittel sind nur Mittel die auf einer Liste stehen, weil sie eben sehr stark wirken und irgendwann jemand meinte, sie müssten auf dieser Liste stehen. Ich hoffe ihr behandelt das Thema in der Schule nicht allzu einseitig. ;)

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Kommentar von Shey13
19.09.2016, 19:43

Danke :) Ja wir reden ziemlich viel über das Thema und müssen wahrscheinlich auch eine Erörterung dazu schreiben :) ich finde sehr interessant und spannend was ich hier so zum lesen bekomme

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Ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sprechen. Ich war 2 Jahre lang dauerhigh, also Bong und Kawumm vom Morgen bis zur Nacht. Ich wurde depressiv. Sicher waren da auch tausend andere Probleme, aber vermutlich wären sie nur halb so schlimm für mich gewesen mit klarem Verstand. Nachdem ich dann mehrere Monate wieder “clean“ war, habe ich mich aufgrund optischer und akustischer Halluzinationen selbst eingewiesen. Diagnose (trotz absolut sauberen Blutes): schizoaffektive Störung als Spätfolge des Konsums. 

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Wie schon geschrieben liegt es an der psyche des jeweiligen menschen. Ich kiffe nun seit 6 jahren jeden tag locker 2-4 g und konnte noch keine psychischen probleme feststellen außer das das kurzzeitgedächtnis beeinteächtigt ist, das kann ich bestätigen. ich bin selbstständig mit ner gebäudereinigung wohne mit meiner freundin und meinen zwei katzen in einem kleinem haus mit garten und habe meine ausbildung vor einem jahr mit 2.5 abgeschlossen. Bin auch erst 20 jahre alt aber wie man sieht bekomm ich mein leben gut auf die reihe obwohl ich schon mit 14 angefangen habe zu kiffen.

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Kommentar von john201050
19.09.2016, 18:16

sag das nicht so laut. leut wie du existieren nämlich gar nicht.

wer anfängt zu kiffen, der landet ganz bestimmt noch in dem selben jahr bei heroin. und ist in spätestens 3 jahren tot.

und wenn nicht das, dann wird man garantiert zum harzer. denn cannabis macht faul und dumm. darum prost, denn alkohol ist weder droge noch schädlich.

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Ich kiffe selber tagtäglich.. Angst-, Panikzustände habe ich noch nie wahrgenommen. Straffällig bin ich auch nicht, aber dass ist ein anderes Thema und ich will hier auch nicht debattieren, wer recht hat! 

jedoch wirkt Cannabis auf jeden anderst, psychische Folgen werden oft genannt: verkürztes Langzeitgedächtnis,  aktivierungspotential für shizophrenie, was in meinen Augen jedoch alles unfug ist!

ich empfehle dir diese Doku zu dem Thema: Cultur High

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wer entsprechende vorerkrankung hat, der könnte eine psychose bekommen. das geht aber nur wenn die vorher schon da war. das cannabis kann keine psychosen verursachen, es kann nur als "zünder" für bereits vorhandene erkrankungen wirken.

und auch was du aufgezählt hast, könnte bei häufigem konsum irgend wann passieren.

klar besteht das risiko, dass das eine sicher eintretende folge ist, ist aber falsch.

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