Frage von Predictable989, 202

Ist bereits eine psychische Drogenabhängigkeit bei mir eingetreten?

Bin ich bereits drogenabhängig?
Ich habe nicht immer den Drang danach zu trinken oder kiffen.
Aber wenn's mir schlecht geht, denke ich, ist das einzige, was mich wieder glücklich macht, Drogen.
Das mag sich alles total verjunkt anhören mit Gras usw., aber ich bin wirklich froh, dass es "nur" bei diesen Drogen (Zigaretten,Joints,Alkohol) geblieben ist.
Ist das bereits psychische Sucht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von aleah, 85

» Aber wenn's mir schlecht geht, denke ich, ist das einzige, was mich wieder glücklich macht, Drogen. «

Das schrieben dir zwar bereits die vorschreiber hier, aber das verhallten ist gefährlich!!!

Und natürlich nochmals schwieriger dann auch mit Durchhaltevermögen konsequent als Problemlösungen aus seinem Leben zu streichen.

Trotzdem versuche es! für dich Wege zu finden, welche wirklich deinem befinden gut tun und bei Krisen im Leben wieder zu besserer innerer Stabilität zurück verhelfen... du wirst Dir dafür auf Ewig dankbar sein!!! Alles Liebe und denk daran, für dich stark zu bleiben. Du bist es wert ❤ und auf dem richtigen weg indem du dir darüber Gedanken machst.

Kommentar von Predictable989 ,

Danke dir sehr

Kommentar von aleah ,

Sehr gerne!!

Antwort
von Pudelwohl3, 96

Sucht ist - ganz kurzgesagt - wenn Du die Kontrolle verlierst. Die Stufen dahin:

1. Du probierst etwas und Du findest Gefallen daran.

2. Du wiederholst es, weil es Dir "Spaß" macht.

3. Du fängst an es zu tun, wenn es Dir schlechtgeht.

4. Du brauchst keinen Grund mehr - Du konsumierst nicht nur, damit es Dir "gut geht", Du konsumierst nicht nur, wenn es Dir schlecht geht, sondern immer.

Irgendwo dazwischen hast Du die Kontrolle verloren. Oder was meinst Du? 


PS: Sicher sind harte Drogen ein noch viel größeres Problem, aber selbst mit den Dingen, die Du aufgezählt hast, kann man sich hübsch und elendig ruinieren!!!

Kommentar von Predictable989 ,

Zwar konsumiere ich seit wochen und monaten nicht mehr so viel wie früher aber bin schon leicht über die 3. stufe hinaus glaube ich.

Kommentar von Pudelwohl3 ,

Ich finde, Deine Erkenntnis ist ein sehr guter Grund um innezuhalten. Findest Du nicht auch?

Die Kontrolle zu behalten über unser Leben - selbst zu bestimmen - ist doch ein hoher Wert, oder?

Kommentar von Predictable989 ,

Es ist leichter gesagt als getan. Momentan kann ich nur die Dosis reduzieren, aber komplett aufhören, scheint mir in weiter Ferne zu liegen.

Kommentar von Pudelwohl3 ,

Immerhin ist Dir das bewusst - das ist doch schon mal ein guter Anfang, anders wär nämlich viel schlechter ...

Kommentar von Pudelwohl3 ,

Falls Du das ganz allein nicht in den Griff bekommen solltest, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen, das weißt Du sicher.

Aber wie auch immer - Du bist der EINZIGE, der das letztlich regeln kann, nicht wahr?  

Kommentar von Predictable989 ,

Ja das stimmt. Danke dir sehr

Antwort
von Dakar94, 43

Du warst mir bei meiner Antwort ja auch sehr behilflich..

Hast du Familie Freunde die dich unterstützen können? Ich kann mich natürlich nicht 100% in deine Lage versetzen. Aber ich war eine Zeit lang sehr krank und habe 36kg gewogen. Ich dachte ich würde nie wieder raus kommen. Ich dachte ich wäre verloren. Deshalb bekam ich damals das schönste Geschenk überhaupt mein Pferd. Er hat mich da raus gezogen und er hat mir geholfen. Ich hab ihn täglich mehrmals besucht wenn ich gemerkt habe das es mir schlechter geht und so bin ich darüber weg gekommen. Er ist mein Freund gewesen bis heute! Klar kann sich nicht jeder sowas leisten drum und dran das verstehe ich. Aber verstehst du was ich meine den Sinn dahinter? Wir brauchen manchmal Hilfe von jemanden und wenn wir diese gefunden haben kommen wir auch aus diesem Loch raus. Ich denke nicht das du ein Problem Fall bist. Klar ist es Grenzwertig das zu sagen das du Drogen brauchst in dem Moment. Aber ich hab mir damals alles hochkommen lassen wenns mir schlecht ging, deswegen war ich aber nie in der Psychiatrie. Ich war eine Zeit lang in einer Kinderklinik, weil ich noch sehr jung war, aber meine Theorie war mein Pferd. Bei dir könnten es Freunde Familie oder sonstiges sein. Ein Haustier. Natürlich nur wenn du dich darum kümmern kannst aber ich denke das würde dir helfen, mir hat es geholfen. Einfach etwas womit du dich beschäftigen kannst wenn du merkst oh mir geht es schlecht ich könnte rückfällig werden. Ich rauche nicht, trinke nicht und habe noch nie Drogen probiert. Manchmal ist es auch nur eine Frage der Konsequenz zu sagen : nein das mache ich nicht! Das tut mir nicht gut. Klingt für manche komisch, aber vergiss nicht du hast nur einen. Körper und lass es dir von mir sagen! Ich habe meinen Körper gehasst und mich nicht darum gekümmert..er hat es mir mit blauen Nieren, Blut spucken und pinkeln heimgezahlt..ich hatte schmerzen Ohne Ende, als ich damals 4 Wochen im Krankenhaus über Weihnachten  und sylvester 2012 lag ist mir in dem Raum wo ich ganz alleine war bewusst geworden das wir selbst unser Glückes Schmied sind. Wir sollten nicht gegen uns selbst arbeiten sondern uns glücklich machen. Es gibt Soviele Menschen die uns lieben. Wenn es Menschen gibt die dich kaputt machen, weg damit. Ist schwer ich musste es auch auf die harte Tour lernen. Aber es geht, wenn man will kann man alles schaffen! Ich hoffe ich habe dir ein wenig geholfen! Ich wünsche dir alles liebe und gute und ganz viel Kraft! Ich denke an dich! Liebe Grüße Julia 

Kommentar von Dakar94 ,

Mein Pferd war meine *therapie entschuldige 

Kommentar von Predictable989 ,

Vielen dank für deine antwort

Antwort
von Wonnepoppen, 64

Es spielt sich vor allem im Kopf ab, du machst es als Ersatz, wenn es dir schlecht geht!

Um glücklich zu sein, braucht man keine Drogen!

Kommentar von Predictable989 ,

Ich weiss, aber ich hab eben das Gefühl; es ginge nicht anders.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Das ist die Psyche!

Antwort
von violatedsoul, 68

Das ist schon eine praktische Sucht, wenn man das Gefühl hat, ohne geht es nicht mehr und das auch auslebt.

Kommentar von Predictable989 ,

Es ist ja nicht körperlich oder so. Also sonst würde ich ohne ende trinken und kiffen und das jeden tag oder mindestens jede woche.

Kommentar von violatedsoul ,

Der Punkt ist der beschriebene: Sobald du denkst, dass du ohne Drogen, gleichwelcher Art, deine Probleme nicht mehr gebacken bekommst, bist du praktisch abhängig.

Sobald du also trinkst oder kiffst, damit es dir besser geht und du alles vergessen kannst, hängst du drin.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Kannst du mir bitte erklären, was eine "praktische" Sucht oder Abhängigkeit ist, ich kenne nur die körperliche oder psychische?

Kommentar von violatedsoul ,

Die gelebte Sucht.

Kommentar von Predictable989 ,

Aber so egal ob körperlich oder psychisch man lebt ja dann die sucht aus also man praktiziert es so oder so.

Kommentar von violatedsoul ,

So sieht es aus. Weil man sich einredet oder einbildet, dass es hilft.

Tut es aber nicht.

Also wäre es besser, seine Probleme zu kennen, sie zu benennen und zu lösen oder wenigstens mit anderen darüber zu reden, dass die bei der Lösung behilflich sind.

Alles andere ist Wegrennerei, Verdrängung und Selbstbetrug.

Antwort
von aXXLJ, 35

Ist das Verlangen nach Alkohol, Cannabis, Nikotin, Selbstbefriedigung, Ballerspielen, Wett-Einsätzen oder nach Essen (auch) schon "psychische Sucht"?

Nein.

Es gibt ganz klare medizinische Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit man als "abhängig (von psychotropen Substanzen") diagnostiziert wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeitssyndrom_durch_psychotrope_Substa...

Antwort
von SayNoToDrugs, 5

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