Psychisch oder doch krank?

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7 Antworten

Ich habe dieselben Probleme, nur dass ich mit der linken Rippenseite Probleme habe. Das sogenannte Globusgefühl im Hals und Magenbeschwerden sollen vom Stress kommen. Auch wenn ich seit Jahren mit depressiven Phasen zu kämpfen habe, lasse ich mich trotzdem von keinem Arzt als eingebildete Kranke runterregulieren, weil mir das als zu einfach gedacht und gehandhabt erscheint. Ich will erst alles Organische abgeklärt haben, ehe ich mich auf Stress und seelische Probleme abstellen lasse.

Panikattacken "durfte" ich vor über einem Jahr auch noch kennenlernen. Die sind aber in der Tat seelischer Herkunft. Der Körper reagiert da ungeahnt heftig, sodass man es kaum kontrollieren kann. Die Notaufnahme, wo ich auch zweimal in der Nacht war, sah es aber auch sehr locker. Der zuvor telefonische Kontakt zum Bereitschaftsdienst riet zu einem Tee, dann würde es wieder werden.

Ich habe daraufhin bei darauffolgenden Anfällen die Schockbehandlung durchgeführt. Beine hoch, Wasser trinken, tief in den Bauch atmen. Gut ist auch, wenn man jemanden in der Wohnung hat, mit dem man reden kann, das beruhigt auch, weil man nicht alleine ist. Ist bei mir zwar nicht der Fall, aber egal.

So, wie du über deine Beziehung schreibst, sehe ich darin aber schon eine große Ursache deiner Beschwerden. Es scheint eine Beziehung zu sein, in der du dich nicht zuhause fühlst. Und das kann erfahrungsgemäß sehr krank machen. Meine Exbeziehung war auch sehr lieblos, sodass ich in eine schwere Depression rutschte. Allerdings rettete mir meine damalige Therapie sozusagen das Leben.

Ich lernte dort nämlich das Wort "nein". Und das half mir irgendwann, meine Exbeziehung zu beenden.

Wenn du auch das Gefühl hast, du bist für alles und jeden der Sündenbock, eben auch für deinen Mann, dann kann ich dir aus Erfahrung nur raten, in dich zu gehen, ob du dieses Leben so weiterführen willst.

Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Wenn sich etwas falsch anfühlt und es wird nichts geändert, wenn man es anspricht, sollte man nicht mehr auf Wunder warten, sondern gehen.

Ich war dazumal frisch zum 2. Mal Mutter geworden, als ich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus diesen Schritt gegangen bin. Kinder brauchen nämlich auch kein solches liebloses Zuhause, das nur aus Fassaden besteht.

Es ist nicht immer leicht, die alleinige Verantwortung zu tragen. Aber ehe man sich total kaputt machen lässt, ist es der bessere Weg. Und du bist auch noch jung genug, mal einen Mann zu finden, der sich wie ein Mann verhält, weil er das Herz und den Verstand dazu hat.

Halte dich nicht an etwas fest, was dir keinen Halt gibt.

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Kommentar von franziii09
15.10.2016, 12:11

Vielen lieben Dank für deine Antwort. 

Ich werde mir aufjedenfall Gedanken machen. Ich möchte nur das beste für meine Tochter und das wäre in 1. Linie wahrscheinlich erstmal eine glückliche Mutter. Danke

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Es kann natürlich sein, dass diese ganzen negativen Ereignisse (Beispiel Fehlgeburt) nicht richtig aufgearbeitet wurden und sich deine Psyche nun irgendwie an dich wendet und dir durch diese Attacken zeigt, dass es dir nicht gut geht.

Die Symptomatiken, die du hier aufzählst, sind mir alle bekannt. Wenn sich bei den Untersuchungen tatsächlich nichts herausgestellt hat, klingt es für mich nach einer Angststörung.

Ich hatte es auch, dass es mir 3 Wochen am Stück echt beschissen ging. Der Schmerz wanderte von den Nieren zum Kopf, dann in den Brustkorb und von dort aus zum Magen. Ich hatte Zeitweise Atem- und Kreislaufprobleme. Alle Untersuchungen waren damals ohne Befund und auch ich hatte das Gefühl, verrückt zu werden.

Du sagst, dass du eine 8-wöchige Therapie gemacht hast. Das klingt für mich nach  einem Klinikaufenthalt - was ja schon mal gut ist. Hast du dort denn auch eine Verhaltenstherapie gemacht?

Meine Hausärztin hat mir damals genau solch eine Therapie an's Herz gelegt. Wichtig ist, dass du versuchst, weiterzumachen. Mit Menschen, die dir wichtig sind - deinem Mann beispielsweise - darüber zu sprechen, wie es dir geht. Friss diesen Frust und die Panik nicht in dich hinein, denn das wird alles nur noch schlimmer machen.

Weiterer Tipp: Fang bloß nicht an deine Symptome zu Googeln, denn das würde dich nur verrückt machen.

Zum Schluss möchte ich dir noch das Psychic-Forum empfehlen.

http://www.psychic.de/forum/

Bleib stark - Diese Phasen werden wieder vorbei gehen. Du bist nicht verrückt, das ist ganz wichtig und eine schlechte Mutter bist du deswegen auch nicht.

Wenn etwas ist, kannst du dich immer bei mir melden. Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft :-)


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Kommentar von franziii09
15.10.2016, 12:10

Nein ich hatte leider keine verhaltenstherapie. Man wollte meinen Mann zum Gespräch einladen, aber er hatte abgelehnt. Ich habe das Gefühl meiner Tochter den Papa zu nehmen, wenn ich mich trennen würde. Und er hat mir schon oft angedroht sie mir weg zunehmen. Seine Mutter hat zu dem Zeitpunkt auch beim Jugendamt gearbeitet.

Ich denke es ist alles nur Gewohnheit zwischen uns

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Hallo Franzi,
erst einmal danke ich Dir für deine Offenheit.
Die Symptome, die Du hast können viel bedeuten.
Meistens ist es jedoch so, dass in der Medizin, im KH und allgemein in der Schulmedizin das Symptom bekämpft wird. Die Wurzel des Problems liegt jedoch ganz wo anders.

Ich finde Du hast am Ende deines Beitrages Dir schon selbst eine gute Antwort gegeben.
Ich kann keine Diagnose stellen, vor allem nicht über das Internet. Es ist durchaus möglich, dass viel bzw. das meiste von deinen Symptomen psychisch/emotional bedingt ist.

Meine Frage an Dich: Warum denkst Du, dass Du eine schlechte Mutter bist? Warum denkst Du, dass Du nichts wert bist?

Alles Gute

Sebastian von http://4yourself.de 

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Kommentar von franziii09
15.10.2016, 12:07

Wahrscheinlich, weil man es mir einreden. Danke dir für deine Antwort:)

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Kommentar von 4yourSELF
16.10.2016, 01:08

Gerne! Wenn Du Unterstützung brauchst, gib Bescheid.

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das stechen in den rippen oder das gefühl das der hals zuschwillt kenne ich auch das ist die psyche du selbst musst dir nur einreden da ist nichts und dann geht es auch weg 

das mit den panikattacken ist natürlich eine krankheit für die du nichts kannst 

aber dafür gibt es notfall tabletten falls man eine panikattacke hat nimmt man die dann dauert es 2 minuten und dann ist es weg 

mein arbeitskollege z.B hat 6 jahre lang antidepressiva genommen und einfach abgesetzt von 60 auf 0 er hat auch manchmal noch panikattacken und rennt durch die wohnung morgens weil er denkt er stirbt gerade

er hat mir z.B auch erzählt das wenn er keine luft bekommt redet er sich einfach ein das es nicht sein kann weil er ja sonst auch luft bekommt und stabilisiert es indem er einfach ruhig aus und einatmet 

er therapiert sich quasi selbst 

wenn du probleme mit deinem mann hast weil er nicht zu dir steht solltest du ihn verlassen ist zwar immer eine blöde situation für eure kleine aber du bist nicht gezwungen dich kaputt zu machen für sie 

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Das kann doch auch alles zusammen hängen.

Wenn du untergewichtig bist, ist es z.B. kein Wunder, dass dir schwindelig ist.

Wobei ich nicht begreifen kann, dass die Zöliakie ein Grund für das Untergewicht sein soll!

Du kannst kein normales Getreide essen. Du kannst aber ja sehr gut ausweichen. Glutenfreie Nudeln, Kartoffeln, Reis.

Du kannst nahezu jedes Essen kochen, wenn du Geschnetzeltes machen möchtest, bindest du die Soße eben mit Reismehl.

Kannst du kochen? Wenn nicht, lerne es! Sei gut zu dir selber, koche dir Sachen, die du magst. Wenn es dir schmeckt, wirst du bald zunehmen. Damit hättest du ein doppeltes Erfolgserlebnis!

Wenn dir positive Sachen passieren, geht es dir vielleicht schon etwas besser und du bekommst etwas mehr Selbstbewusstsein.

Dann sind dir auch deine Schwiegereltern egal! Warum solltest du nichts wert sein? Such dir schöne Sachen, die du gut kannst und mach dir selber damit stark!

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Kommentar von franziii09
15.10.2016, 12:17

Meine Zellen konnten sich nicht mehr vollständig regenerieren, seitdem das damals so schlimm wurde. Daher fällt es mir noch schwerer zu zunehmen. Jetzt kam noch eine schilddrüsenüberfunktion raus und hoffe bald drauf eingestellt zu werden. 

Glutenfrei essen hab ich keine Probleme. Was ich alles koche kann, ja da muss ich mich reinfinden. :)

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Zu meiner Zöliakie kommt noch eine schilddrüsenüberfunktion, die ich Leder vergessen habe zu erwähnen. Daher ist es nicht leicht zu zunehmen. Aber werde hoffentlich bald drauf eingestellt. Glutenfrei koche und esse ich selbstverständlich. Aber bin immer offen neues zu lernen. Ich bin schon von klein auf untergewichtig. Ja ich bin Erzieherin und es ist ein toller Beruf. Meine Familie sehe ich leider viel zu selten, da alle weit weg wohnen. Die 8 Wochen waren kein klinikaufenthalt,sondern eine ambulante Tagesklinik. Dort hatte ich auch eine sehr nette Ernährungsberatung, die mir sehr geholfen hat was das glutenfreie essen anbelangt. Schlechte Mutter in dem Falle...Ich habe das Gefühl ich müsse mehr für sie da sein, obwohl ich schon alles alleine machen für sie. Mein Mann macht gar nichts. Deshalb hängt sie auch sehr an ihre Mama...Ich liebe sie abgöttisch. Die Familie meines Mannes ist "wohlhabender" als meine, deshalb behandeln sie mich auch so. Sie sprechen viel schlechtes über mich vorallem hinter meinem Rücken. Sie wollten damals schon nach dem 1. Kennenlernen, dass mein Mann sich von mir trennt. Ich danke euch für eure schnellen Antworten.

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Du ahnst vermutlich, dass die Sätze, die Du über Deinen Mann und Deine Schwiegereltern verloren hast, für viele Leute nur eine Antwort erlauben: Dein Umfeld ist Teil des Problems, aber wohl kaum der Lösung.

Wo sind eigentlich Deine eigenen Ressourcen? Kein einziger Satz zu Deinen Eltern, eigenen Freunden, zu einem interessanter Beruf, der auf Dich wartet. Stattdessen nur die permanente (Selbst-)Entwertung, vor der ich mich auch in die Klinik flüchten würde.

Eine therapeutische Lösung, so sie denn überhaupt möglich ist, kann nur unter Einbeziehung Deines Mannes gefunden werden. Eine Paartherapie könnte hier zumindest ein Ansatz sein, um wieder einen solidarischeren und wertschätzenden Umgang zu erreichen oder das Ganze in eine moderierte Trennung laufen zu lassen.

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Kommentar von franziii09
15.10.2016, 12:14

Meine Familie wohnt leider weit weg Und sehe sie nur selten. 

In Meiner 8 wöchige Therapie wurde meinem mann ein Gespräch Angeboten, aber er lehnte ab

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