Frage von Natiileinchen, 82

Psychisch krank was soll ich tun?

Guten Tag Ich bin mir nicht ganz sicher warum ich das hier versuche, wahrscheinlich damit ich mir am Schluss nicht vorwerfen kann, dass ich nicht alles versucht hätte. Ich bin 18 und leide seit Jahren an Depressionen, zumindest ist dies meine Einschätzung der Dinge. Ich wollte mir vor kanpp einem Jahr das Leben nehmen. Durch einer Reihung unglüclicher Umstände gelang mir dies aber nicht. Damals konnte ich mich noch sauber raus reden. Ein dummer Unfall, mehr nicht. Vor 4 Monaten stand ich auf den Gleisen und wusste nicht mehr weiter. Ich habe zuvor schon einen Therapeuten gesucht und war ein Mal dort. Um es nicht weiter ausführen zu müssen, er war ein Arsch. Jedenfalls stand ich da auf den Gleisen, es war sehr spät und ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich hatte das Gefühl niemanden zu haben. Ich rief zunächst meinen ehemaligen besten Freund an, welcher einer dieser unglücklichen Umständen bei meinem Versuch zuvor war und schilderte ihm meinen Lage. Danach rief ich bei der Polizei oder beim Notdienst an. Ich wurde in eine Psychiatrie gebracht, doch dort war es so schlimm, dass ich mich schon am nächsten Tag wieder selbst entlassen habe. Ich kann nicht einmal in Worte fassen was für unfreundlich und unfähige Ärzte dort waren. Nach der Entlassung wurde ich an die ambulante Stelle einer Psychiatrie in meinem Landkreis verwiesen. An diese wendete ich mich auch. Man gab mir eine lange Liste mit Therapeuten im Umkreis. Ich sollte mir einen Psychotherapeuten suchen. Doch all jene, die ich ohne Auto erreichen konnte und zeitlich so geöffnet hatten, dass es mir möglich war dort auch hin zu gehen, waren voll. Selbst die Wartelisten. Es wurde niemand mehr aufgenommen. Die letzte Therapeutin, die ich um Hilfe bat teilte mir mit, dass Sie sich melden wir, sobald Sie einen freien Termin hat. Endlich konnte ich auf eine Besserung hoffen, doch diese erlisch nach einigen Wochen wieder, auch Sie teilte mir mit, dass Sie nun doch keine Patienten mehr aufnimmt. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich bemühe mich doch um Hilfe, doch diese bekomme ich einfach nicht. Ich breche jeden Abend an dem ich alleine bin zusammen und habe wieder angefangen mich selbst zu verletzen. Um ehrlich zu sein will und kann ich nicht mehr. Ich habe es wirklich versucht, ich war endlich bereit mir helfen zu lassen, doch niemand hilft mir. Ich ertrag das alles nicht mehr, vorallem die Zusammenbrüche, bei denen ich die Kontrolle verliere. Ich brauche Hilfe, ich stehe das nicht mehr durch. Könnt ihr mir irgendetwas empfehlen? Bitte. Liebe Grüße Natalie

Antwort
von fraschi, 2

Liebe Natalie !

Leider ist es so, daß Ärzte hoffnungslos überfüllt sind, weil psychische Erkrankungen die Nr. 1 aller Erkrankungen darstellen.

Auch ich bin davon betroffen.

Aber mir fiel beim Lesen deiner Zeilen auf, daß du mit den angebotenen Lösungen b.z.w den Ärzten unzufrieden warst.

Das kenne ich zu gut, denn ich habe mehrere Therapien hinter mir und kann klar sagen, daß diese nicht einfach zu bewältigen sind.

Aber...man muß sich da richtig durchbeißen und versuchen, diese Behandlungen durchzustehen, denn das ist gleichzeitig auch eine Chance für die behandelnden Ärzte, eine erfolgreiche Therapie bieten zu können.

Ich war selbst auch mal in akuter Selbstmordgefahr und habe das getan, was mir empfohlen wurde, nämlich sofort meinen Therapeuten aufzusuchen.

Wenn dieses nicht möglich ist b.z.w du keinen Therapeuten hast, gehe sofort zum nächsten Krankenhaus und erkläre, daß du akut Selbstmordgefährdet bist, weil sie dich dann aufnehmen müssen !

Sie sind dazu da, Leben zu retten !

Übrigens bringt es nichts, eine Therapie nach kurzer Zeit abzubrechen, denn so kann dir niemand helfen und gegen deinen Willen funktioniert das garnicht.

Du mußt schon mit den Ärzten gemeinsam an deinem Problem arbeiten, auch wenn es mal Wochen in Anspruch nimmt......

Mit freundlichen Grüßen,

fraschi

Antwort
von voayager, 15

Schau mal, ob es in deiner Stadt eine oder gar mehrwere Selbsterfahrungsgruppe/n gibt, die du mal aufsuchen könntest. Vielleicht ist das ja das Passende für dich.

Antwort
von homesick96, 27

Ich würde auch an professioneller Therapie dranbleiben. Mir fielen jetzt spontan Beratungsstellen ein, die dich im akuten Fall für mehrere Monate begleiten können. Da sind dann auch geschulte Therapeuten oder Psychologen. Versuche es mal darüber für den Übergang. Die können dir auch helfen einen Therapeuten oder weitere Hilfsangebote zu finden.

Antwort
von Sylvia97, 8

Wie hier schon geschrieben worden ist kannst du dich noch einer Art Selbsthilfegruppe oder Selbstbetroffenengruppe anschließen. Oder auch auf Facebook solch einer Gruppe beitreten. Dies hat mir vor 4 Jahren nach dem Tod meines Opas geholfen

Antwort
von SotisK1, 25

Hallo Natalie,

ich bin kein Therapeut, denke aber dass ich eine gute Lösung für dich habe.

Einen huten Therapeuten zu finden ist fast unmöglich. Du wirst
vollgepumpt mit Medikamenten und keinen interessierst du wirklich wie du
es schon selber gemerkt hast.

In meiner Jugend, gab es sowas wie Depressionen nicht, zumindest in unserem Alter. Ich kenne die ganze Stadt und habe nie von jemanden gehört der Depressionen hat. Heute höre ich das ständig und das von sehr jungen Leuten die eigentlich ein sorgefreies Leben haben sollten in dem Alter.

Ich habe mich oft gefragt wieso das so ist und habe die Zeiten verglichen.

Was ich gemerkt habe ist, dass diejungen Leute viel sorgenfreier waren. Den ganzen Stress haben die Eltern abgefangen und man konnte unbeschwert Kind sein. Es gab keine Handys und Leute die ständig auf den Bildschirm starren, sondern man hat sich draußen getroffen, hat gechillt, oder irgendwas unternommen.

Ich muss dazu sagen dass ich aus dem Ausland komme. Da ist die Mentalität schon anders. In Deutschland ist das Leben sehr einseitig, das Wetter ist oft beschissen und da die Wirtschaft Nr.1 ist wird den Menschens sehr früh schon viel Leistung abverlangt, sie werden ausgebeutet und ausgesaugt. Man fühlt sich schnell wie in einem Käfig.

Höchst wahrscheinlich spielt das auch eine große Rolle. Die Leute die auch ein Haus, oder ein zweites Leben im Ausland haben, können sich Seelisch darauf beziehen. Sie wissen natürlich insgeheim dass sie hier Leben und aufwachsen, aber schon alleine das Gefühl dass du die Chance hast hier wegzugehen erlaichtert.

Mein Tipp an dich ist - und das meine ich echt ernst - dass du ins Ausland gehtst. Nimm an einem Austauschprogramm teil, oder was auch immer. Es gibt soviel Möglichkeiten. Wenn du willst helfe ich dir und suche mit.

Wenn du irgendwie die Möglichkleit hast die Welt zu bereisen dann tue es. Die Welt ist so groß und schön und die Leute so super anders. Nur so wirst du deine Seele stärken und befreien.

Guck dir andere Länder und andere Sitten an. Andere Menthalitäten und Orte. Das alles wird wie ein Hammer sein der den Stein der dich umgibt wegschlagen.

Das hat wirklich vielen geholfen und wenn sie dann zurückkommen, sehen sie alles mit anderen Augen.

Glaub mir!


Kommentar von Seanna ,

Eine Anmerkung: Therapeuten sind fast immer psychologische Psychotherapeuten, haben also Psychologie studiert, nicht Medizin. Dementsprechend können sie auch keine Medikamente verschreiben und auch niemanden vollpumpen. Die allerwenigsten Psychiater arbeiten therapeutisch, aber die, die auch Therapie machen, gegen idr sehr zurückhaltend mit Medikamenten um. Insofern kann ich dieses Vorurteil nicht bestätigen und auch die Argumentation nicht nachvollziehen.

Kommentar von SotisK1 ,

Ich wiederspreche dir ungerne, aber bis jetzt hat fast jeder Therapheut Antidepressiva verschreiben wollen.

Antwort
von BlackBlade0703, 21

ich bin etwas jünger als du und habe die selben erfahren wie du gemacht. ich war bei einen Therapeuten (von meiner Mum aus) die mir was erzählt haben von mehr Freunde und was weis ich. ich ritze mich selber und habe mir schon mehrmals versucht das leben zu nehmen. allerdings kam immer irgendjemand dazwischen. der schul therapeut hat damals klinische Depression bei mir festgestellt die sich bis heute nicht gebessert hat. leider kann auch ich dir nur raten noch einmal einen Therapeuten aufzusuchen der besser ist. wenn der weiter weg ist (unter 80km) sollte es dich vielleicht nicht wirklich stören wenn du dir selber helfen willst.

ich hoffe ich konnte helfen und zeigen das du nicht allein damit bist❤

Antwort
von Almalexian, 47

Es tut mir furchtbar leid dass du soviel Schmerz erfahren hast. Da dz ja schon selbst viel gemacht hast um professionelle Hilfe zu bekommen kann ich dir auch spontan nicht sagen wen du da noch Ansprechen könntest. Ich kann dir nurnoch anbieten dass wir mal reden und ich dich ein bisschen unterstütze.

Antwort
von Katzenpfote73, 26

Ich würde noch nicht so früh aufgeben, Du bist erst 18 und es kann sich wirklich noch so viel tun und ändern in Deinem Leben. Es ist extrem schwer einen guten Therapeuten zu bekommen, ich würde es aber nochmals in der Psychiatrie versuchen. Die könnten Dir zumindest Antidepressiva verabreichen und Dich erstmal stabilisieren. 

Viel Erfolg und alles Gute wünsch ich Dir!

Antwort
von Favorite095, 29

da führt leider kein weg an einer proffesionellen Therapie vorbei, aber wie du schon sagst, leider haben die meisten sehr lange Wartelisten, gute Besserung.

Antwort
von MaxMW997, 30

könn ma per privat nachricht schreiben ?

Kommentar von Natiileinchen ,

Jap

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