Frage von xgirlyy, 15

Psychisch am Ende Was soll ich tun keinen Ausweg in Sicht?

Im vorhinein ich möchte keine aufmerksamkeit sondern brauche echt deingend hilfe. Also Hey Leute erst mal was zu mir, das ihr mit auch Folgen könnt. Ich bin 18 Jahre alt und leide seit ich denken kann an psychischen Problemen. Ich war 3 mal in Psychiatrischer Behandlung  (Kinder Jugend Psychiatrie 2013/ Drogenentzugs Klinik 2014/ Erwachsenen Psychiatrie 2016. Schon als Kind hatte ich eine Soziale Phobie und die wurde mit dem Alter immer schlimmer. Ich habe angefangen Drogen zu Nehmen aufgrund meiner sozialen Phobie und Depressionen. Jetzt ist es so das ich glaube, dass ich in meinem Leben kein schritt weiter komme. Es ist so, ich fühle mich total entfremdet. Die Umwelt nehme ich total verfremdet war, wie in einem Traum. Ich fühle mich nicht als wäre ich in der Realität und empfinde mich selbst nicht als mich. Es fühlt sich so an als würde mein Geist neben mir stehen, und jemand anderes stäuert mein denken und handeln. Ich glaube das das durch die Drogen gekommen ist,  Weil ich das davor nicht hatte. Es hat ca. 2015 angefangen und wird bis heute immer schlimmer hab ich das Gefühl. Ich hab dies schön öfters in den Therapien erwähnt, aber helfen konnte mir keiner so wirklich. Mein denken ist total durcheinander und ungeordnet. Mir ist meine eigene Familie sogar fremd. Heute war es so schlimm das Ich mir ernsthaft das Leben nehmen wollte. Ich denke schon lange über einen suizid nach, hatte aber nie den Mut mich zu überwinden wegen den Schmerzen die darauf folgen würden.  Ich habe niemanden mehr.  Ich fühle nichts einfach null und mir ist mein leben total egal geworden. Ich schaffs morgens kaum aus dem Bett zu kommen weil ich keinen Grund sehe das mein Leben noch einen Sinn hat.  Ich habe Meine Familie  und mich selbst verlohren! Aber sterben will ich auch nicht wirklich obwohl Ich manchmal echt kurzschlüsse habe und es wirklich versuche mich zu töten aber mit fehlen der mut dazu. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wo könnte ich hin ? Ich möchte meine Schule weiterhin besuchen aber nicht mehr zuhause leben . Und allein kann Ich nicht Leben weil ich kein Geld habe für eine eigene Wohnung. Zu Freunden möchte Ich nicht weil ich mich bei niemanden wohlfühle. Und bei Bekannten würde mich niemand aufnehmen Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll ich möchte nicht in die Psychiatrie nochmals. Und auch nicht ins Obdachlosen heim. Ich weiß einfach nicht weiter es gibt keinen Ort und Mensch bei dem ich mich wohl fühlen könnte. Ich weiß selber das ich Hilfe brauche aber woher ich war überall wo man Hilfe bekommen kann es hat mir aber nichts gebracht keiner konnte mir helfen. Ich weiß nicht wie ich meine psychischen Probleme in den Griff bekommen soll,  Wo ich wohnen soll, wie ich die Schule durchziehen kann usw. Ich weiß einfach nicht mehr weiter .... Habt ihr mir Tipps ??? Was könnte ich machen ?? Wäre euch so dankbar für Ratschläge! !!

Support

Liebe/r xgirlyy,

Deine Situation klingt sehr besorgniserregend. Sprich bitte unbedingt mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein. Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz). Zögere im Notfall bitte nicht, den Notruf 112 zu wählen!

Herzliche Grüße

Renee vom gutefrage.net-Support

Antwort
von Philipp59, 8

Hallo xgirlyy,

ich kann gut verstehen, dass Du Dich ziemlich am Ende fühlst! Bedenke jedoch bitte, dass eine Flucht in Drogen keine Lösung ist. Drogen mögen Dich bestenfalls vorübergehend betäuben, doch werden durch sie Deine Probleme nur noch größer. Was Du momentan sicher brauchst ist jemand, der Dich auf Deinem Lebensweg ein Stück begleitet und Dir Halt gibt. Sollte niemand aus Deiner Familie oder Deinem Bekanntenkreis dazu in der Lage sein, dann rate ich Dir, Dich an den "Sozialpsychiatrischen Dienst" zu wenden, den es in jeder Stadt oder Gemeinde gibt. Hier sind geschulte Sozialarbeiter, die Dir sowohl in psychischer als auch in lebenspraktischer Hinsicht helfen können.

Wichtig ist es gerade jetzt, dass Du wieder eine Perspektive im Leben siehst und nicht aufgibst! Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Es gibt nämlich schon einige Möglichkeiten, was Du selbst gegen Deine Depressionen unternehmen kannst.

Einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen Depressionen ist, dass Du mit jemandem darüber sprichst. Ich meine, Gespräche auch außerhalb einer Therapie. Warum ist das so wichtig? Nun, niemand kann wissen, wie es in Deinem Herzen aussieht, wenn Du nicht aus Dir herausgehst und Dich jemandem mitteilst. Außerdem ist es ein Heilungsprozess, Gefühle in Worte zu kleiden, denn allein über Deine schmerzlichen Erfahrungen zu reden, kann Deinem Herzen Erleichterung bringen. Wenn Du jedoch Deine Gefühle in Dich einschließt und unterdrückst, dann leistest Du Deinen Depressionen und Ängsten nur Vorschub. Doch ist hier auch ein Wort zu Vorsicht angebracht: Überlege Dir ganz genau, wem gegenüber Du Dich öffnen willst. Es sollte sich auf jeden Fall um eine vertrauenswürdige, mitfühlende und verständnisvolle Person handeln, die selbst stark genug ist, Dir wirklich beizustehen.

Ein weiterer Schritt ist, dass Du Deinen eigenen Wert erkennst. Mangelndes Selbstwertgefühl spielt bei Depressionen nämlich eine entscheidende Rolle. Oft ist dieses aufgrund von körperlicher oder psychischer Misshandlung in der Kindheit entstanden. Auch wenn frühere negative Erlebnisse bei Dir emotionelle Narben hinterlassen haben, solltest Du daran denken, dass dies nichts an Deinem Wert als Mensch ändert. Daher solltest Du Dich um eine ausgeglichene Ansicht über Deinen wahren Wert als Person bemühen.

Es kann allerdings etwas geben, dass Dir immer wieder Dein Selbstwertgefühl raubt, wenn Du Dich nämlich wegen jedes kleinen Fehlers selbst zerfleischt. Wenn es auch Dir so ergeht, dann denke daran, dass eine solche unvernünftige Fehlersuche Deine Selbstachtung in einem erheblichen Ausmaß untergräbt. Vergiss nicht: Wir alle haben unsere Fehler und Schwächen. Doch wir haben auch Stärken. Statt sich auf eine penible Fehlersuche zu begeben, sollte man lieber an das denken, was man besonders gut kann. Vielleicht setzt Du Dich einfach mal hin und schreibst all die Stärken und positiven Eigenschaften auf, die Du an Dir entdeckst.

Es gibt noch etwas, das zu einem mangelnden Selbstwertgefühl beitragen kann. Es könnte die übertriebene Sorge sein, von anderen anerkannt zu werden und die Angst vor Ablehnung. Es mag sein, dass in der Vergangenheit Menschen zu Dir unfreundlich und gefühllos waren. Denke jedoch daran, dass Dein wahrer Wert nicht daran gemessen wird, ob Dich andere mögen oder nicht.

Es ist ganz verständlich, dass Du so schnell wie möglich wieder aus Deiner Depression herauskommen willst und Du machst Dir womöglich Vorwürfe, dass Du nicht mehr so leistungsfähig bist wie früher. Vielleicht sagst Du Dir innerlich immer öfter: "Ich bin doch zu nichts mehr zu gebrauchen". Doch mit solchen Selbstvorwürfen raubst Du Dir nur Dein Selbstwertgefühl und Du verschlimmerst Deine Depression. Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression nicht ewig dauert. Du kannst sie überwinden und wieder völlig gesund werden! Vergiss das nie!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast.

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich Deine Gedanken wahrscheinlich ständig um Deine eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Dir Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen die Negativspirale tun, in der Du gefangen bist? Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Welche Menschen sind für Dich da und lieben Dich? Gibt es weitere Menschen, die Dir helfen könnten? Gibt es etwas, was Dir guttun würde, um Dich für eine gewisse Zeit von Deinen negativen Gedanken abzulenken?

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeitlang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für Deine Seele! Probiere es doch einmal aus!

Bei der Behandlung einer Depression hat es sich sehr bewährt, sich möglichst mehrmals am Tag körperlich zu bewegen. Anfangs kann das ein kurzer Spaziergang sein, den Du im Laufe der Zeit etwas ausdehnen könntest. Das Laufen schafft das Gefühl, etwas geleistet zu haben und baut Dein Selbstwertgefühl auf. Ganz abgesehen davon, was die frische Luft und das Licht in Deinem Körper bewirken, wirst Du feststellen, dass beim Laufen Deine Grübeleien über Negatives nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Andere Möglichkeiten der Bewegung wären z.B. Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeiten. Auch wenn es Dich anfangs große Überwindung kostet Dich in Bewegung zu setzen, wirst Du feststellen, dass sich Deine Stimmung mehr und mehr aufhellt.

Ich möchte Dich auch noch auf die Hilfe aufmerksam machen, die uns die Bibel gibt. Obwohl sie kein medizinisches Fachbuch ist, gibt sie denen, die depressiv sind, Rat und spricht ihnen Mut zu. Zum Beispiel spricht sie davon dass Gott ist denen, die ihm dienen und niedergeschlagen sind so nahe ist, als sei er direkt bei "den Zerschlagenen und Bedrückten, um den Geist der Bedrückten wiederaufleben zu lassen und das Herz der Zerschlagenen neu zu beleben" (Jesaja, Kapitel 57:15, Einheitsübersetzung). Ist es nicht sehr tröstend, zu wissen, dass Gott schwermütigen Personen so nahe ist?

Vielen hilft es auch, dass sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an Gott im Gebet wenden können. Das Gebet ist nicht nur eine psychologische Krücke denn aufrichtige Gebete gehen nicht einfach ins Leere. Wenn Du Dich an Gott wendest, kann er Dir helfen, besser mit entmutigenden Gefühlen und Situationen, die Dich aus dem Gleichgewicht bringen umzugehen. Die Bibel fordert uns sogar auf, Gott unser Herz auszuschütten. Das ist besonders dann sehr wertvoll, wenn man das Gefühl hat, von niemandem sonst richtig verstanden zu werden. Auch wenn Gott das, was Dich belastet, nicht mit einem Mal beseitigt, kann er Dir jedoch die nötige Kraft geben, mit allem fertig zu werden - auch mit Depressionen und Ängsten!

Ich wünsche Dir, dass Du die Hilfen bekommst, die Du brauchst, um wieder Perspektiven in Deinem Leben zu sehen. Das wird dann auch Deinen Lebensmut wieder neu entfachen. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Antwort
von Step44, 8

Du solltest dir einen Wohnplatz in einer Einrichtung für Menschen mitpsychischen Erkrankungen suchen.

Aber zuerst solltest du nochmal zur Akut behandlung in die Klinik.

Erkundige dich dort, ob die dir so eine Einrichteung empfehlen können.

Antwort
von Kachada, 4

Hi! Ich hätte da ein paar Tipps, die wahrscheinlich auch in keinem Psycho-Hilfe buch stehen. Es sind eigens erdachte  Tipps, die die meisten Leute wohl kritisieren oder ins Lächerliche ziehen werden - aber das ist mir egal, es sei denn du kannst mit diesen "verrückten" Tipps auch nichts anfangen. Woher soll ich das aber wissen? Also, wie wäre es, wenn du als erstes einen Neustart beginnst, wie bei einem Computer-Programm, wo alles durcheinander geraten und nichts mehr zu funktionieren  scheint. Mit Neu formatieren meine ich den ganzen Laptop auf Werkseinstellung zurücksetzen, wobei dieser Laptop stellvertretend  dein ganzes ICH inclusive alle deine Hoffnungen, Vorstellungen und Wünsche ausmacht. Aber keine Angst Es soll sich hierbei nicht um eine Art Gehirnwäsche handeln, auch wenn das im ersten Moment so aussehen mag. Schließlich wolltest du ein Paar Tipps, und hier sind sie. Bist du überhaupt bereit für einen solchen Neustart oder stehen dir jetzt schon deswegen die Haare zu Berge? Wenn der Fall 2 zutrifft, dann brauche ich erst garnicht weiter damit fortzufahren.  Und ich kann mir auch in deinem Interesse weitere Mühe sparen. Was meinst du?

Antwort
von Kachada, 8

Da fällt mir nur noch Soziotherapie bzw. Sozialtherapie ein. Google mal, auch bei Wiki gucken

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