Frage von mollysnow, 52

Psychiatrie wegen SVV?

Also...eigentlich habe ich damit aufgehört mich selbst zu verletzen, seit über 1 Jahr ist es nicht mehr vorgekommen. Das habe ich letzten Monat auch meiner Therapeutin in der Psychosomatischen Klinik erzählt, weshalb das Thema für sie erledigt ist. Allerdings habe ich mir nun wieder einige Schnitte am Oberschenkel zugefügt und in meine Arme gebissen. Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: wie sage ich meiner Therapeutin, das ich mich wieder selbst verletze? Und bitte schreibt jetzt nicht so was wie "einfach sagen", das hilft mir nicht weiter, ich brauche konkrete Vorschläge. Zweitens: wenn meine Therapeutin davon weiß, muss ich dann wieder in die Geschlossene? Da möchte ich nämlich auf keinen Fall wieder hin, deshalb bin ich mir nicht sicher, ob ich meiner Therapeutin die Schnittwunden erwähnen sollte...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von einfachichseinn, 18

Ich weiß nicht, was du hören willst, aber du solltest deiner Therapeutin einfach erzählen, dass du dich wieder geritzt hast.

Einfach beim nächsten Termin sagen:letzte Woche/letzten Monat /wann auch immer... ging es mir aufgrund von... Sehr schlecht so schlecht, dass ich mich wieder geritzt habe. Das ärgert mich und das war das einzige mal seit einem Jahr. Ich sage Ihnen das jetzt, weil ich etwas dagegen unternehmen möchte.ich will nicht, dass es schlimmer wird. Erstrecht nicht so schlimm, dass ich wieder in die Klinik muss!"

Antwort
von roominaah, 29

Glaubst du denn, dass es nur ein Ausrutscher war oder bist du wieder komplett im SVV Ding drin? Wenn es ein Ausrutscher war würd ichs ihr gar nicht sagen ^^

Wenn du jedoch Angst hast, wieder komplett Rückfällig zu werden bzw es wieder regelmässig zu tun würd ichs ihr echt einfach so unkompliziert wie möglich sagen, am Ende des Tages kannst dus so oder so nicht wortwörtlich planen weils immer anders abläuft als gedacht.

Oh, übrigens, pass bitte wirklich auf dich auf und werd nicht wieder Rückfällig, du weisst doch dass es keine Lösung ist und du es nicht im geringsten brauchst bzw nötig hast

Antwort
von atzef, 25

Was möchtest du denn überhaupt? Auch wir haben das perpetuum mobile noch nicht erfunden...

Wenn du zur Behandlung in der Geschlossenen warst und die zumindest temporär geholfen hat, ist für Außenstehende für uns kaum nachvollziehbar, warum du da nicht wieder hin möchtest, wenn die doch geholfen hat...

Vielleicht hierarchisierst du mal die Dinge, die du möchtest und machst dir klar, dass man bei deren Verfolgung halt auch mal in den einen oder anderen sauren Apfel beißen muss...

Kommentar von mollysnow ,

Ich war nur für 4 Tage in der Geschlossenen, weil es mir da viel schlechter ging als sonst. Da habe ich mich total unwohl gefühlt und hab ständig heulen müssen, weil ich es dort so schrecklich fand. Dort habe ich nichtmal genug gegessen. 

Kommentar von atzef ,

Ok, dann hat das sicher auch nichts zu deiner temporären genesung beigetragen. Dann würde ich aber auch nicht befürchten, dass du da gegen deinen Willen erneut reingesteckt würdest.

Von daher kannst du das schon ansprechen.

Antwort
von Mimi33394, 25

Ehrlichkeit ist die Basis einer funktionierenden Therapeuten-Patientenbeziehung. Deshalb würde ich es auf jeden Fall sagen. Du kannst mit den Gründen anfangen, warum du es gemacht hast, was dir davor, dabei und danach durch den Kopf ging. Schonmal eine Verhaltens analyse geschrieben? Die sind da sehr sinnvoll.
Ich kenne deine Vorgeschichte und deine Therapeutin nicht. Deshalb kann ich dir nicht sagen, ob sie dich in die Geschlossene schicken würde. Mein Therapeut würde es nicht tun. Er weiß wie schrecklich ich es da finde und dass das immer eskaliert, weil ich total durchdrehe, wenn man mich einsperrt und festbindet. Mehr kann ich dir leider nicht sagen. Viel Glück

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