Psychiater unter euch? Oder ging es euch auch so und wie habt ihr es überwunden?

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5 Antworten

Glaub mir mit Selbstmord ist das so eine Sache. Ich glaube du unterschätzt die Größe dieser Tat. Was sie dir bringt, wenn du es tust, was sie hinterlässt. Würdest du das Ausmaß dieser Tat kennen, dann würdest du weinend aufschreien und dich dafür hassen, dass du überhaupt nur daran gedacht hast.

Denn wenn du dich umbringst, dann ist es vorbei. Es ist nicht einfach ein Schlaf, aus dem du am nächsten Morgen erwachst. Nein. Es ist der Tod, aus dem noch keiner zurückgekehrt ist. Dein Leben wird danach vorbei sein, es gibt dann kein Zurück mehr, wenn du es tust. All die Träume, all das Potential. Alles, was du dir bis hier hin aufgebaut hast, wird verschwinden. Von dir zerstört. Willst du dir das antun?

Deine Mutter wird ihre eigene Tochter verlieren. Ebenso dein Vater und deine Geschwister werden eine Schwester verlieren. Sie werden selber depressiv werden und diesen Verlust niemals vergessen. Er wird sie ihr ganzes Leben lang verfolgen. Deine Familie, besonders deine Mutter, werden sich extrem viele Vorwürfe machen und selber depressiv werden und vielleicht selber so eine Tat begehen.

Weißt du, wie es ist, wenn man einen Geliebten verliert? Und neben dessen noch an so einer Tat? Denke nicht nur an dich, wenn du so etwas vorhast. Deine Depressionen werden durch Selbstmord nicht gelöst. Sie werden nur auf andere übertragen und deine Seele wird unglücklich von dieser Erde gehen. Alles wird schwarz vorbei sein.  Willst du das soweit bringen?

Oder willst du weitermachen und dein Leben aufbauen? Willst du es? Willst du später groß werden und eine große Liebe finden und traumhafte Kinder finden? Willst du später beste Freunde finden, in eigenes Haus bauen, neue Hobbies finden, deinen Traumjob ausüben, reisen, essen, trinken, beten, LEBEN?

All diese Erfahrungen könntest du leben. Aber du kannst sie auch hier und jetzt beenden. Es liegt an dir. Du hast die Pille in der Hand und kannst entscheiden. Aber du musst auch mit den Konsequenzen leben, denn es ist DEIN Leben und im Endeffekt kann dich sowieso keiner davon abhalten, was du TUEN MÖCHTEST. Ob gut, oder schlecht. Ob schön oder abscheulich. Aber für das, was du tust, musst du auch den Preis zahlen. Einen guten oder schlechten Preis. Je nach dem, was du tust.

Also, willst du dein Leben und das Leben anderer besser gestalten und in Frieden und Glückseligkeit diese Erde verlassen und ETWAS hinterlassen ? Willst du, dass die Menschen, die dich lieben nach deinem Tod AUS GLÜCK trauern? Dass jemand, den sie geliebt haben in GLÜCK gestorben ist? Willst du, dass sie am Ende FÜR IMMER stolz auf dich sind? DU ENTSCHEIDEST! Oder willst du, dass sie in Demut auf deine Leiche blicken, dessen Anblick sie für immer verfolgen wird?

DAS SIND DIE FOLGEN VON SELBSTMORD, VON SUIZID!!!!!

SIE SIND SCHRECKLICH und zu viele unschuldige Familien mussten sie schon durchleben!!!!!!!

Aber viel schöner sind die Folgen eines schönen Tods. Eines friedlichen Tods. Eines Tods, auf den alle in Stolz und reuevoller Trauer zurückblicken.

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Kein Psychiater aber Psychologiestudent hier.

Was mir auffällt - du schiebst deine Probleme teils auf deine Mutter. Das sind Ausreden: An seinem Unglück ist jeder selbst schuld, so hart es klingt. Was wir denken, das sind wir. Wenn du dich in dein schlechtes Verhältnis zu deiner Mutter hineinsteigerst, geht es dir sicher schlechter. Wenn du jedoch denkst: "Okay, meine Mum ist schwierig, aber sie hat mich immerhin zur Welt gebracht und aufgezogen, deshalb behandle ich sie mit Nachsicht", dann geht es dir auf Dauer besser.

Versuche, viel nachzudenken und dabei objektiv zu bleiben. Ändere deine Situation, wenn das hilft, aber vor allem lerne zu verstehen, dass deine Gedanken nur Gedanken sind, die irgendwann verschwinden werden. Wovor hast du Angst? Diese Suizidgedanken, die du hast: Sind das gefährliche Raubtiere, die dich gerade bedrohen? Nein, es sind Gedanken, deine Gedanken, an denen du kleben geblieben bist. Du könntest genauso gut etwas anderes denken. Versuche es mit Atemübungen: Konzentriere dich nur auf deinen Atem. Wenn ein Gedanke kommt, versuche nicht ihn wegzuschieben, aber denke ihn auch nicht weiter.

Gedanken sind wie Schiffe auf einem Fluss: Sie fahren an dir vorbei. Es bringt nichts, ihnen nachzuschwimmen aber es ist sinnlos, die zurückschieben zu wollen. 

So dumm es klingt, aber nächstes Mal, wenn du traurig bist und an Selbstmord denkst, sag dir selbst: "Okay, ich fühle gerade Verzweiflung. Das Gefühl ist gerade da, wird aber verschwinden. Nicht nur ich fühle so. Es ist interessant, dass ich dieses Gefühl habe. Aber bald möchte ich wieder etwas anderes fühlen."

Und generell: Genieße dein Leben. Geh in die Natur, lies ein gutes Buch, schaue einen Film. Treffe Freunde. Das Leben geht weiter und wie bei einer Serie gibt es mal eine Folge, die nicht so gut ist, aber man will diese Serie trotzdem weiterschauen.

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Kommentar von aiiche
05.12.2015, 11:23

Danke für deine Antwort. Ich weiß, dass die Probleme nicht nur von ihr kommen aber sie erleichtert es mir nicht und steht nicht hinter mir deshalb fange ich gefühlt an sie schon zu hassen .. Baue immer mehr so ein Hass auf sie auf.
Und eine Dauerlösung ist es nicht ich gehe oft raus und draußen geht es mir auch ganz anders als drinnen , zuhause. Und es sind nicht nur Suizid Gedanken habe es des öfteren versucht

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Ich habe mir eine Katze gekauft. Ich weiß nicht, ob es bei dir hilft, aber ich habe immer in ihr Fell geweint und sie war immer bei mir und mit ihr habe ich es dann geschafft aus den Depressionen rauszukommen. Meine Suizidgedanken hatten aber etwas mit Magersucht zu tun und auch da hat mir meine Katze geholfen. Ich weiß nicht, ob es bei jedem funktioniert, aber du musst dir einen Seelentröster anschaffen. Egal, ob es ein Tier ist oder ein Mensch. Am besten ist jemand, der deine schlechten Gedanken wie wegbläst. So wie bei mir. 

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Kommentar von aiiche
05.12.2015, 11:19

Ich habe mir auch vor einem
Halben Jahr einen Hund geholt. Er ist auch immer bei mir,aber es hilft nicht weil meine Mutter einfach dauerhaft da ist wo ich auch bin - also zuhause. Wenn ich nicht zuhause bin geht es mir besser. Aber sobald ich zuhause bin und mit ihr Kontakt habe, geht es mir von 0 auf 100 wieder schlecht.. Ich will da raus habe auch einige selbstmord versuche hinter mir

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Kommentar von aiiche
05.12.2015, 11:28

Ich durfte von meinen Eltern endlich auf ein Internet Vorallem mein Vater hat sich sehr dafür eingesetzt da er nicht oft zuhause ist wegen seiner Arbeit und weiß wie es mir geht. Aber kurz vorher hat meine Mutter alles abgebrochen sodass ich nun immer noch hier lebe .. Sie ist auch in Behandlung und sie hängt wohl sehr an mir aber merkt gar nicht wie sie mir damit schadet obwohl sie weiß wie es mir wegen ihr geht. Ich bin in einem halben Jahr volljährig und werde Aufjedenfall in eine wg ziehen. Aber weiß nicht ob ich das schaffe kräftemäßig
Danke für deine Antwort

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Was einen von Suizidgedanken abhält ist, dass man sich ein großes Ziel für die Zukunft setzt, also wirklich Großes und darauf hinarbeitet und sich immer sagt: Wenn ich jetzt aufgebe, dann werde ich dieses Ziel nie erreichen. Z.B. du willst eine Familie gründen und Kinder kriegen und später eine bessere Mutter sein, damit deine Kinder sich freuen mit dir zu sein und es nicht aushalten können, ohne dich zu sein. Wie willst du das jemals erreichen, wenn du dich in diesem jungen Alter schon umbringst? Willst du jetzt schon aufgeben? Ich denke du kannst das schaffen, wenn du dir ein Ziel setzt und den wahren Wert des Lebens analysierst. Dass du später mal einen echt guten Mann kennenlernen wirst und vielleicht auch die Welt durchreist und neue Menschen kennenlernst. All die Möglichkeiten im Leben würdest du dir streichen, weil du jetzt aufgibst.

Glaub mir. Halt jetzt durch. Seh es sozusagen, wie ein Sturm, auf den die Sonne folgt. 

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Ich würde den Psychiater wechseln

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Kommentar von aiiche
05.12.2015, 11:13

Habe ich versucht müsste überall ein halbes Jahr warten das schaffe ich nicht mehr

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