Frage von giveashit, 59

Psyche - Phantasie total abgedreht ..?

Hey Leute :) Ich brauche Deine Hilfe !! ..in meinen Gedanken kommen sehr gehäuft autoaggressive Eindrücke vor. Also Phantasien die sich gegen mich richten. Meist in Form von Messern/Maschinen/Pfeilen o.Ä. die stecken dann in mir drinnen, manchmal auch angeschnittene/abgetrennte Gliedmaßen ..Kopf ab mit Blut und so Kann mir da irgendjemand weiterhelfen? Was könnte das sein? ..schlicht und einfach Phantasie oder MUSS das eine Krankheit/Krankheitsbild sein. Ich mach diese Gedanken nicht selber sie kommen von selbst und ich kann sie nur wenig steuern sie bleiben nicht lange aber kehren immer wieder zurück sie haben nichts damit zu tun, was grad außen um mich rum passiert, aber kommen gehäuft bei Stress vor (von Innen oder außen, meist mittlerer Stress), wenn ich was nicht kann, mich nicht wohl fühle oder wenn ich auf was ganz & gar keine Lust hab (kann es eine starke Form der Verdrängungstaktik sein?) teilweise affektiert mich das auch körperlich/emotional

Hatte schon mal ne Diagnose, aber jetzt ist alles anders - und ich hab eh nicht das Gefühl, dass die vorige die Sache auf den Punkt gebracht hat. So richtig scheint das Gebiet noch nicht erforscht zu sein .. Mich würden etwas mehr Details interessieren. Ab wann ist eine Phantasie nicht mehr im gesunden Bereich?? - wo ist die Trennlinie?

Kann mir da wer weiterhelfen? Bin für jeden Rat dankbar.

Liebe Grüße

Antwort
von bikerin99, 21

Du sprichst von Phantasie, könnten es auch Stimmen sein, die dich beeinflussen? Würde dir raten, zum Facharzt gehen.
Je stärker sich die Phantasien sich aufdrängen, desto gefährlicher ist, dass du es umsetzen könntest. Da brauchst du dringend Hilfe, denn es wird dann immer schwieriger dich dagegen zu wehren. Einerseits eine medizinische Behandlung, andererseits eine psychotherapeutische.

Antwort
von TrishTrish, 26

Wenn es dich belastet und du nichts dagegen tun kannst, dann ist es schon nicht mehr so gesund. Man muss ja Gedanken nicht erst umsetzten, um in einen ungesunden Bereich zu kommen. Hier wird dir sicher kein Therapeut antworten, für mich als Laie kommt da der Gedanke auf: "Eine solche Selbstverletzung ist eine Art "Notlösung" des Organismus –
ein Versuch, das quälende Gefühlschaos unter Kontrolle zu bringen, sich
selbst wieder zu spüren." Für mich macht es den Eindruck, als wolltest du dich selbst schocken, um dich von anderen Gefühlen abzulenken. Seelische Ursachen kann das viele haben...Richtung Trauma, Borderline...keine Ahnung, kann muss aber nicht. Das Thema beschäftigt dich und belastet dich, versuche doch mal eine Überweisung vom Hausarzt für einen Therapeuten zu holen (Gesprächstherapie)? Grüße

Kommentar von giveashit ,

Danke! Ja es belastet! .. du meinst so was wie ein "Drücken vor den Tücken des Alltags"/Sachen vor sich her schieben (Angst?)? (entsteht Borderline nicht aus Trauma?)

Kommentar von TrishTrish ,

Hi, Borderline entsteht aus der genetischen Veranlagung und den Erlebnissen, die im Leben passieren. Das war aber nur ein Einfall, weil deine Gedankengänge gegen dich selbst gerichtet sind, das kann sehr viele Ursachen haben. Vielleicht sind die Phantasien auch eine "Flucht aus dem Alltag"? Was machst du nach diesen Gedanken, machst du dann die Sache, die du gerne verdrängen wolltest oder lässt du es dann sein?

Verlierst du dich in den Gedanken komplett oder kannst du auch, wie Akascha7 schreibt, dich mit einem "Stopp" wieder heraus holen? 

Kommentar von giveashit ,

ok, ja ich glaub dass diese Eindrücke manchmal vielleicht Borderlineähnlich sein können, aber ich setze sie nicht um .. zumindest zur Zeit nicht. (mir wurde mal eine schizoaffektive Episode diagnostiziert, da habe ich sie ansatzweise umgesetzt.. hatte auch einen Kollegen der das tat, und ich wollte wissen, wie sich das anfühlt .. habe es aber nie ernsthaft gemacht) Erlebnisse liegen schon vor, aber ich glaub auch nicht stark genug .mir wurde in der Kindheit nie was angetan, ich musste nur vieles mitansehen und wusste nicht, was ich tun soll (hab mir "zuviel" aufgebürdet und es war niemand da, der mich eines besseren belehrt hätte). zur zeit denke ich, dass es entweder eine Depression (mit Halluzinogenen Aspekten sein könnte .. Richtung Psychose gehend) oder Angststörung.. Angst vor dem alleine sein + manchmal Problematiken in nahen Beziehungen, die sich dann in den Vordergrund drängen (ich stelle mir das Gegenüber dann idealisiert vor, zb ständig mit mir im Streit, sich mit Messern gegen mich richtend, als Hexe etc ..es gibt aber auch schöne Vorstellungen, zb Menschen wo ich das Gefühl hab, dass es mich nur glücklich mache, wenn ich an sie denke - habe bei negativen Eindrücken meist Probleme mich zu artikulieren) ..hatte in meiner Jugend nahezu keine nahen Freunde. 

Ich verliere mich in den Gedanken - Stop hilft nicht.

Lieben Gruß

Kommentar von giveashit ,

mir stellt sich jetzt die Frage, was am hilfreichsten für mich ist: Freundeskreis festigen (mich Leuten anvertrauen) ..da bin ich schon dabei, und herausfinden was ich hab und wie damit umgehen: über Psychiater oder stationär ..

Danke für deine Hilfe!

Kommentar von TrishTrish ,

Hi, ja das klingt schon krass, besonders, weil du es viel mit dir selbst ausmachst. Irgendwann wird einem alles zu viel, das ist klar. Und besonders, wenn es schon längere Zeit so geht. Gut, dass du jetzt nach einer Lösung suchen willst. Ein Psychiater klingt gut, schau doch jetzt übers Wochenende mal, welche es bei dir in der Nähe gibt? Mach eine Liste und rufe ab Montag mal an. Du kannst auch Psychotherapeuten versuchen. Da ist die Wartezeit jedoch länger. Stationär kannst du auch versuchen, lass dich am besten beraten. Vielleicht bzw wahrscheinlich wird man dir ein Medikament zur Unterstützung verschreiben je nach Diagnose - gut dass du es in Angriff nehmen willst - mach dir keine Sorgen, es wird schon alles wieder gut werden.

Kommentar von giveashit ,

Danke. Ja stimmt, ich tu mir echt schwer die wichtigen Punkte zu wissen und mit anderen zu teilen (also das, worauf es ankommt. Was sagt man wie? und wem?). Ebenso wie sich selbst über sich selbst im Klaren sein, und damit umgehen. (von der Persönlichkeit bin ich generell eher verträumt und ängstlich.. führt tatsächlich des öfteren zu bitteren Dingen)

Ok, Medikament nehme ich seit kurzen schon was - und bin in Absprache mit meinem Hausarzt. Jetzt wird sich rausstellen was am besten ist, hatte es vor ein paar Monaten mit nem Therapeuten versucht .. bisschen was gebracht, aber nicht endgültig. Leider weiß die Medizin glaub auch noch nicht alles über solche Themen (wie die Verknüpfungen im Hirn funktionieren und so .. würde mich brennend interessieren) ..das kann ja was werden ;)

Antwort
von Akascha7, 19

Man denkt ein paar hunderttausend Gedanken  am tag von denen schlappe 2 % konstruktiv sind der Rest ist Müll der aus Phantasien und Sachen besteht den wir von außen aufnehmen. solang du solche Bilder und Gedanken nicht be- oder verurteilst schadet es dir nicht . Wen es richtig arg wird kannst du auch stopp sagen im Geist oder laut das hilft sehr gut. Meditation hilft auch das du einen klaren Kopf bekommst  .

Mfg

Antwort
von Blutdiamanten, 18

Die Trennlinie ist ganz klar der Zeitpunkt ab dem du anfängst dich selber zu verletzen.

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