PSE durch besseres ersetzen?

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5 Antworten

Das PSE ist durchaus klar strukturiert (übrigens gibt es auch Alternativen zum "klassischen" PSE, Link steht unten).

Was du vermutlich meinst, sind solche Dinge wie die "Oktettregel". Diese gilt schon beim Schwefel nicht wirklich. Allerdings ist es auch nicht so schwer zu verstehen, warum sie dort nicht wirklich gilt (weil es noch d-Orbitale gibt, die eine Rolle spielen können). [Naja, eigentlich muss man das heute quantenmechanisch betrachten, aber für fast alle Anwendungen kommt man auch mit der klassischen d-Orbital-Beschreibung hin.]

Im Grunde erklärt das PSE auch, warum die sog. "Oktettregel" eben nicht überall gelten kann (wenn man auch die Elektronenkonfigurationen (mit Orbitalbesetzung) mit betrachtet). Oktett = 2 Elektronen im s-Orbital + 6 Elektronen in den drei p-Orbitalen. Logischerweise funktioniert das nur bei den sehr leichten Elementen "streng".

"... aber eigentlich nicht möglich ist weil es dazu keine Regel/Gesetz gibt. usw." Im Grunde funktioniert Naturwissenschaft anders herum: die Elemente verhalten sich ja nicht so, weil es "Regeln" gibt. Sondern die "Regeln" sind lediglich eine Beschreibung des tatsächlichen Verhaltens.

Der Apfel fällt nicht vom Baum, weil es das Gravitationsgesetz "vorschreibt". Sondern: der Apfel fällt vom Baum. Das Gravitationsgesetz beschreibt dies.

Ich denke nicht, dass das PSE hier das Problem darstellt, vielmehr sollte man zu dem Schluss kommen, dass viele der sog. "Regeln" lediglich Vereinfachungen darstellen, und dass man vieles eben nicht in Regeln packen kann. Zumindest nicht in einfache.

Man kann schon verstehen, warum z.B. Quecksilber Eigenschaften hat, die auf den ersten Blick "überraschen", denn wenn man sich die relativistischen Effekte anschaut (da ist man dann doch wieder im Bereich der Quantenmechanik), wird es wieder klarer. 

Diese Herausforderung hat man auch dann, wenn man das PSE anders anordnet (was man natürlich machen kann).

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Das PSE ist sortiert durch die Ordnungszahlen, also die Ladung im Atomkern der Elemente. Anhand der Periode und der Hauptgruppe kann man außerdem Aussagen über die Anzahl der Schalen und der Valenzelektronen sagen.

Es ist natürlich leicht zu sagen: "Das passt mir nicht! Erfindet gefälligst ein besseres System!". Du vergisst allerdings, dass die Elemente dazu zu unberechenbar sind. Jedes Element ist auf seine Art und Weise einzigartig, sowohl was chemische, als auch was physikalische Eigenschaften betrifft. Deshalb ist eine Systematik, die in jeder Hinsicht logisch und eingängig ist, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Wenn es ein besseres System gäbe, dann hätte es vermutlich bereits jemand erfunden.

Es gibt übrigens noch ein anderes System, in dem nicht nur alle Elemente, sondern alle Isotope aufgeführt sind. Ich bezweifle aber stark, dass du dieses besonders nützlich findest.

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Kommentar von Kefflon
13.10.2016, 00:58

Ich wollte auf ein System hinaus, in dem Jeder Baustein zum anderen passt. Wenn sich Atome nicht Lückenlos erklären lassen und vor allem nicht alle mit einander vergleichbar sind, muss es etwas besseres geben. Es ist nur noch niemand darauf gekommen.

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Das klingt ein wenig kindlich... Oder Du verwechselst die Karte mit dem Gelände.

Das PSE ist lediglich ein Ordnungsschema, das sich am Atomaufbau orientiert. Aus dem Schema ergeben sich bestimmte Gruppierungen, die ähnliche oder von einander ableitbare Eigenschaften zeigen. Dies beruht aber nicht auf dem Schema sondern auf den eigentlichen quantenmechanisch begründeten Eigenschaften der Elemente. So gesehen ist das Ordnungsraster des PSE viel zu grob um alle möglichen Zustände der einzelnen Elemente unter allen möglichen Umständen zu definieren.

Was Du als Ausnahme oder Sonderregeln wahrnimmst sind lediglich die Facetten einer wesentlich komplexeren, aber rational darstellbaren Welt.

Da aber die Anzahl der Parameter, die bedacht werden müssen um ein vollständiges Bild zu bekommen sehr hoch ist und die Fähigkeiten zur mathematisch/ quantenphysikalischen  Betrachtung und Analyse dieser Parameter nur wenigen Menschen gegeben sind, müssen wir weniger begnadeten Chemieliebhaber halt mit Näherungsverfahren, dem guten alten Auswendiglernen und einer guten Prise Intuition zurechtkommen

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Die Entwicklung des Periodensystems ist eine der größten Leistungen der frühen Chemie. Das PSE ist logisch und nich willkürlich aufgebaut und es gibt für fast alles Regeln und Gesetze. Nur weil du das PSE nicht verstehst ist es nicht schlecht.

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Kommentar von Kefflon
13.10.2016, 12:37

Ich meine nicht das es schlecht ist. Ich finde nur das man etwas besseres erfinden könnte

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Es wird höchstens unübersichtlich für jmd der sich damit nicht auskennt.

Die Sortierung der Elemente im PSE ist absolut logisch und unregelmäßigkeiten lassen sich mit geeignetem Fachwissen verstehen. Es besteht keine Notwendigkeit für eine andere Sortierung der Elemente, nur weil ein Laie es nicht versteht, wenn du es verstehen möchtest musst du es eben lernen.

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