Frage von Thylacine, 57

Prüflinge nachträglich disqualifizieren?

Folgende Situation:

Ein neuer Lehrer lässt einen Test schreiben und erwischt einen Prüfling mehrmals beim Reden und Abschreiben. Weil der Lehrer keinen Tumult während der Prüfung will und als neuer Kollege erst recht nicht als derjenige auffallen will, der seine Kurse nicht unter Kontrolle hat, verzichtet der er darauf, den Schüler noch während der Prüfung mit lautem Geschrei aus dem Raum zu schmeißen, und lässt ihn zu Ende schreiben. Der Schüler besteht die Klausur zwar, jedoch lässt ihn der Lehrer im Kurs trotzdem durchfallen, wobei dieser seine Entscheidung mit der nicht ausreichenden mündlichen Leistung des Schülers begründet und den offensichtlichen Betrug bei der Prüfung andeutet.

Letztendich spielt es keine Rolle, was ihr über den Fall denkt, weil es eh darauf ankommt, was in der Prüfungsordnung steht, aber es würde mich trotzdem interessieren, ob ihr es für rechtens haltet, wenn ein Lehrer einen Schüler einen Test zu Ende schreiben lässt und ihn nachträglich "disqualifiziert".. Hätte der Lehrer stärker durchgreifen und ihn direkt rausschmeißen sollen oder findet ihr das Verhalten richtig? Wie sollte sich der Lehrer verhalten, wenn sich der Schüler bei offizieller Seite beschwert, dass er trotz bestandener Abschlussklausur nicht weiter ist?

Antwort
von lillian92, 29

Ich kann jetzt nur aus dem österreichischen Schulunerrichtsgesetz zitieren, aber ich vermute, dass es in Deutschland nicht viel anders sein dürfte.

Bei uns gibt es nämlich den schönen Satz: "Vorgetäuschte Leistungen sind nicht zu beurteilen."

Sprich in dem Moment, wo man beim Schummeln erwischt wird, kann der Lehrer einem die Note aberkennen und als Nicht beurteilt eintragen – ob mit oder ohne großem Tamtam.

Ist auch an der Uni bei uns schon vorgekommen…

Antwort
von thomsue, 12

Wann ist egal - die Täuschung war da.
Da muss man keine Theateraufführung machen.

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