Ich habe von der Provokativen Therapie gelesen und spontan dachte ich an meinen Ex-Partner, mit dem ich immer noch befreundet bin (seit Jahren). Er hat dieses Problem, dass er sich und seine Probleme viel zu ernst nimmt bzw. sich derart darin verbeißt, dass ihm jegliche Lebensfreude dadurch abhanden kommt und sein Fokus immer kleiner wird...spontan erschien mir diese Provokative Therapie genau das richtige zu sein (er war schon mal in einer tiefenpsychologischen Behandlung, aber das machte alles eher noch schlimmer, war wohl auch nicht der richtige Thera....). Wer hat Erfahrung mit solch einer Kurztherapie? Wäre wirklich sehr nett, wenn sich jemand dazu äußern könnte und würde, danke!

Kennst Du denn einen Anbieter, der "provokative Therapie" als eigene Therapieform anbietet? Das Wichtigste ist, daß sich der Klient und der Therapeut verstehen, einen Draht zueinander bekommen. Wenn das klappt und der Therapeut gerne provokativ arbeitet und der Klient darauf positiv reagiert, dann wird der Therapeut das sicher öfters anwenden, ansonsten wird er auf eine andere Art kommunizieren (sollte er zumindest). Aber eine eigene Therapieform ist es in dem Sinne nicht.
Wenn Dein Bekannter sich tatsächlich zu sehr in die Probleme verbeisst, ist eine tiefenpsychologische Therapie eher nicht so hilfreich, weil es da ja oft stark um die Frage geht, woher das Problem denn käme, wie es sich entwickelt habe usw. Man ist meist in der Vergangenheit und der Frage, inwiefern diese die Gegenwart bestimmt, unterwegs. Hilfreicher könnte eine lösungsorientierte Form sein, bei der es mehr darum geht, von der Gegenwart in die Zukunft zu gehen, nach Zielen zu fragen und die Ressourcen zu finden, mit denen die Ziele erreicht werden können. Dabei kann man dann durchaus auch provokativ arbeiten, aber sicher nicht immer und ausschließlich.
Von den drei kassenzugelassenen Verfahren wäre es am ehesten eine Verhaltenstherapie, kommt aber stark darauf an wie die dann konkret durchgeführt wird.
Sieht Dein Bekannter den Tehrapiebedarf auch so wie Du?
ich habe so meine Zweifel mit Therapien, ein guter Zuhörer und die Wahrheit sagender Freund ist besser
Vielleicht ist es hilfreich erstmal herauszufinden in welche Probleme er sich verbeisst, generell in alle oder nur in bestimmte problematiken. Wenn die tiefenpsychologosche Behandlung nicht sein Thema war, dann verschliesst er sich moeglicherweise seiner Vergangenheit und kann dadurch den Grund seines Verhaltens nicht erkennen, nur wenn jemand die Ouelle der Urscahe findet kann er etwas am Verlauf aendern. Helfen kann er sich eigentlich nur dann wenn er das will, wenn er erkennt das er etwas veraendern will und vorallem was er veraendern will. Da kann ein individual Psychologe gute dienste leisten, oder auch ein Life-Coach. Wenn Du eine Adresse willst mail mich an sende ich dir oder besser ihm auf anfrage. Er kann das via internet oder Telefon in Anspruch nehmen, wird aber nicht von der Kasse verguetet. Ist eine gute moeglichkeit privat zu bleiben, und zeit unabhaengig, ohne grosses herumhasten Hab ich ausprobiert ist super gelaufen. Es gibt immer moeglichkeiten sofern der andere bereit ist sich aus seiner comfortablen Zone zu loesen und echt Veraenderungen fuer sich will. Wie gesagt mail mich an, dann kannst mehr infos und ne adresse von mir haben. Alles Gute fuer Euch.....

Von der Provokativen Therapie nach Frank Farelly würde ich grundsätzlich und in diesem Falle besonders abraten, da diese Vorgehensweise als Therapie angewandt Symptome eher verstärken kann und den Klienetn in seiner Würde eher veletzen kann. Auch ein moderner Therapeut wird fallweise Humor in seiner Therapie zielorientiert anwenden. Ich rate da zu einem systemisch arbeitenden erfahren Hypnosetherapeuten, der es versteht die Ernsthaftigkeit zu würdigen und in Lebensfreude zu wandeln.
Ich habe damit noch keine Erfahrung gemacht , aber trotzdem möchte ich mich dazu äußern. Wie der Name schon sagt PROVOKATION ist diese Methode bestimmt gut geeignet für Jemanden einmal aus der Reserve zu locken, der ansonsten gerne auch mal mit dem Fuß aufstampft, und sagen kann: Dir werde ichs zeigen! Auch solche Leute können müde werden, und Provokation wäre dann in dem Fall ein Wachmacher, ein ankitzeln der Eigenschaften, die vorhanden sein müssen, aber nur latent verschwunden sind, durch was auch immer.... ansonsten schliesse ich mich der Meinung der Anderen an, und füge noch hinzu, dass ein Therapeut sich den Gegebenheiten anpassen muß- und nicht umgekehrt, er/sie muß spüren, welche Eigenschaften vorhanden sind, und welche nicht. Ein Patient dagegen muß spüren, was kommt mir entgegen, was hilft mir, wobei fühle ich mich gut. Man geht schliesslich nicht zu einem Therapeuten um sich anschliessend schlechter zu fühlen, auch nicht beim 1. Mal....man sollte nicht denken, es kommt noch, damit verliert man wertvolle Zeit. Vorsicht bei der Empfehlung für einen Anderen, Du schreibst, Dein Freund verrennnt sich und nimmt seine Probleme zu ernst, so dass er keine Freude mehr am Leben hat.....vielleicht hat er mehr Freude, wenn er einfach mal verstanden wird, wenn Du ihn und seine Probleme auch einmal ernst nimmst....oftmals hat das die Umkehrsituation, dass Jemand anschliessend sagt: so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht. Ich weiß ja nicht, was Du alles schon versucht hast?