Promotion - wirklich notwendig?

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8 Antworten

Ich kann mal die Situation von meiner Warte aus schildern: aus familiären Gründen habe ich während und kurz nach dem Studium eine angefangene Promotion nicht abgeschlossen. Das hat mich anfangs  sehr geärgert. Einmal drin im Beruf ist es zeitlich sehr schwer , die Promotion noch nachzuholen , besonders wenn man auch Wert auf Familienleben legt. Es war mir schließlich auch egal, habe ich mir eingebildet. Jetzt bin ich inzwischen fast 10 Jahre im Beruf und Oberarzt. Ich habe immer noch keine Promotion. Für meine Karriere war das unerheblich und für meine Fähigkeiten auch. Dennoch ärgert es mich manchmal, dass ich damals nicht mehr Wert darauf gelegt habe, wenn mich die Leute mit dem "Herr Doktor " anreden , der ich nicht bin. 

Also: man braucht den Titel nicht.  Es gibt das gleiche Geld und  die gleichen Pflichten. Nur fürs eigene Ego ist es eventuell schädlich, ihn nicht zu haben. Ausnahmen bilden Uni-Kliniken, die mitunter Ärzte ohne Dr. med nicht unbefristet beschäftigen.

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Kommentar von Barbdoc
02.11.2016, 15:15

Dort werden auch promovierte Ärzte nicht unbegrenzt beschäftigt.

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Ich persönlich erachte sie für nicht -mehr- nötig. Es gibt aber immer noch genug Leute die meinen ein Arzt ohne Doktortitel ist ein Arzt zweiter Klasse und fachlich schlechter als einer der diesen Titel hat. Letzendlich musst du das selber entscheiden, ob es für dich persönlich wichtig ist oder nicht. 

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Kommentar von gigigi2
02.11.2016, 20:14

Ist ja sinnlos, wenn man in einem KH als Internist oder Anästhesist arbeiten möchte... Da hilft einem die Arbeit ja recht wenig...

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Ich kenne mindestens so viele nicht promovierte Ärzte wie promovierte. Notwendig ist es nicht, das weist du ja. Letztendlich hängt es von der betroffenen Personen ab, ob sie promoviert oder nicht. Es kann bestimmt hilfreich bei der weiteren Karriere sein, muss es aber nicht.
Und zu einem besseren Arzt macht einen der Doktortitel nicht.

Meine Meinung: ein (guter) Arzt braucht keinen Doktortitel.

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Kommentar von gigigi2
02.11.2016, 20:12

Wenn man "nur" in einem KH arbeiten will, ist sie wohl ein Push fürs Ego, mehr nicht...

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"Notwenig" sicher nicht, wenn du in der Praxis deine Zukunft siehst. Die Patienten reden dich sowieso mit Herr oder Frau Doktor an.

Strebst du aber eine Universitaetskarriere an, ist die Promotion unverzichtbar.

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Kommentar von gigigi2
02.11.2016, 20:06

Ist es ja eh nicht... Nur wegen meines Egos Zeit und Energie zu verschwenden, brauch ich nicht ^^

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Ich halte es mit dem Usus der Anglo Länder. Da ist jeder Arzt ein Doctor. Das sollte man hier auch einführen.

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Da die Promotion für den Dr med eher eine Hausarbeit als eine echte Promotion ist: spar sie dir.

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Kommentar von gigigi2
02.11.2016, 20:11

Ist sie denn so "leicht", wie man mittlerweile oft hört? Ich würds sicher nicht machen, wenn es einen im Studium beeinträchtigt...

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Nö. Wenn man keine wissenschaftliche Karriere anstrebt oder Leute mit dem Titel beeindrucken will ist das absolut unnötig. Wer sich damit auskennt ist nicht vom Titel beeindruckt und wer forschen will muß mehr machen als diese 3-6 Monate...

Wüßte auch nicht, das man damit später mehr Gehalt hat oder so?

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Kommentar von gigigi2
02.11.2016, 20:09

Forschen ist eh nichts für mich... Ich glaub', dass das mittlerweile nur fürs Ego ist, wenn man als "praktischer Arzt" arbeiten will.

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ich denke, du solltest das durchziehen, da viele erzählen - ich kanns nicht beurteilen -, dass eine diss. im bereich humanmed. relativ leicht durch zu bekommen ist.

greetz,

der sack

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Kommentar von gigigi2
02.11.2016, 20:04

Wäre auch mein Plan :) Wenn es sowieso nicht notwendig ist und mein Studium beeinflussen sollte, würde ich es lassen.

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