Frage von Vitalo, 27

Produkt (Idee) - über ein anderes Unternehmen auf den Markt bringen, ohne ein Gewerbe anzumelden, möglich?

Hallo Community,

Angenommen ich habe eine einmalige Idee in einer Branche, für die ich einen "Prominenten " unter Vertrag nehme bzw. mir die Rechte für sein Namen im Bereich des Produktes (Nizza-Klasse) sichere (Nutzungsrecht).

Jetzt möchte ich aber für diese einmalige Idee kein Unternehmen gründen bzw. anmelden (- wenn, dann käme nur eine GmbH in Frage. Da es sich dabei jedoch nur um ein einmaliges Geschäft bzw. Deal handelt und ich nicht gedenke in der Branche der Produktidee weiter tätig zu sein): kämme eine Gesellschaftsform nicht in Frage.

Es bleibt mir also nur eine Möglichkeit, wenn ich keine Gesellschaft gründen möchte: der Lohn-Hersteller, der das Produkt (Idee) umsetzt und produziert, tritt als Hersteller auf und das Geschäft wird über seine Gesellschaft abgewickelt. Dabei wollte ich als "Investor / Geldgeber" quasi als Beteiligter am Geschäft fungieren zwecks: Vergütung.

in diesem Fall fädele ich den Deal ein, der Lohn-Hersteller produziert es und tritt als Produzent auf, das Geschäft wird über seine Gesellschaft abgewickelt und ich kassiere praktisch das Geld, was mir zusteht.

Ist das in Deutschland legal und wie nennt man so ein Geschäft bzw. vorgehen?

Danke im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 17

Dazu ist nicht einmal die kapitalmäßige Beteiligung notwendig, denn Du kannst Dir die Idee auch einfach über Lizenzgebühren vergüten lassen.

Aber natürlich ist auch die Beteiligung möglich. Alles kein Problem.

Übrigens könntest Du auch die Idee über eine Schweizer AG, eine liechtensteinische Anstalt usw. sichern lassen und dort Die Lizenzeinnahmen versteuern. Dann wäre in Deutschland nur das steuerpflichtig, was Du persönlich als Gehalt bekommst (das ist die Kurzversion, in Wirklichkeit ist da einiges zu beachten).

Antwort
von hoppelhase26, 16

Du musst Deine Idee,- Dein Produkt dementsprechend schützen. Dazu brauchst Du die Nizza Klassifikation....und dann produziert Dein Hersteller unter Deiner Lizenz. Er= Lizenznehmer, Du= Lizenzgeber.

Um das aber ordentlich abzurechnen ist das Gewerbe schon notwendig. Was hält Dich davon ab? 25 Euro und alles ist gedeckelt. Oder Du nutzt wesentlich günstigere Möglichkeiten im Ausland. Lichtenstein z. Bsp.

Das Markenschutzrecht ist außerhalb D in einigen Ländern auch viel vereinfachter. Mach Dich erst mal genau schlau.

Willst Du nur den Benutzungszwang beim Markenschutz umgehen?

Zu der Benutzung von Nizza Klassen: 

http://dpma.de/docs/service/klassifikationen/nizza/anleitung\_nizza\_benutzer\_a...


Kommentar von Vitalo ,

ich bräuchte in diesem Fall eine GmbH. Diese für ein einmaliges Geschäft zu gründen und danach wieder ab zu melden, wäre zu aufwendig. Wenn das also rechtlich geht - ist das hervorragend! 

Also muss der Produzent als Lizenznehmer, auf dem Papier, ausgewiesen werden - obwohl er, für Geld, in meinem Auftrag, in seiner Gesellschaft ein Geschäft tätigt? 

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