Frage von Knuffihatangst, 55

Probleme nach Materialentfernung Arm?

Am Montag wurde bei mir die Platte aus dem Arm/ Elle entfernt. Da ich nicht fit wurde, wurde ich eine Nacht stationär aufgenommen.

Der Operateur hat nicht mit mir gesprochen und ich weiß bis heute nicht, ob alles planmäßig gelaufen ist. Habe mehrfach gesagt, dass ich gerne mit dem Arzt sprechen würde, weil ich auch Fragen hatte. Dienstag gegen Mittag kam dann eine Ärztin, die nicht zur Handchirurgie gehörte,sondern zur Inneren. Die hat erstmal rumgemeckert, weil die nach mir sehen sollte. Dann hat die auf der OP Naht rumgedrückt und gemeint ich kann gehen. ich soll meine Schmerzmittel nehmen, die ich aber nie bekommen habe. Habe auch da noch gesagt, dass ich gerne den behandelnden Arzt sprechen will, aber die meinte, das ist nicht nötig.

Nun habe ich ein paar Fragen und vielleicht kann mir jemand einiges beantworten. Bin nämlich etwas verunsichert

  1. Ist das üblich, dass es nach einer OP kein Nachgespräch mehr gibt? Bisher wurde mir danach immer noch mitgeteilt, wie es gelaufen ist
  2. Den Verwandswechsel bis zum Fäden ziehen, muss ich allein machen. Ist das neuerdings auch so üblich?
  3. Habe immer noch ziemliche Schmerzen. Der Hausarzt meint aber, ich dürfte keine haben?
  4. Kann den Arm nicht richtig bewegen, ab wann sollte das wieder problemlos machbar sein?
  5. Mir ist immer noch öfter schwindelig, aber der Blutdruck ist normal, also kann das laut Aussage des Arztes nicht sein.
  6. Einen Kontrolltermin im Krankenhasu gibt es diesmal auch nicht. Sonst hatte ich immer so 3 bis 6 Wochen nach einer OP noch einen Termin und es wurde auch eine Röntgenkontrolle durchgeführt. diesmal steht im Bericht nichtmal, dass es überhaupt geröngt werden muss.

Und was mich noch interessieren würde ist, warum ich keinen originalen Artbericht mitbekommen habe, sondern nur eine Kopie, mit der Überschrift, "Vorläufiger Arztbericht"

Danke

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 31

Da ist wirklich so ziemlich alles schief gelaufen, was nur schief laufen konnte.

Du solltest nochmal hingehen und auf ein Arztgespräch bestehen.

zu 1. natürlich muss es ein abschließendes Arztgespräch geben.

zu 2. das kann man mal so machen, dass der Patient die Wunden selber versorgt, aber nur, wenn das richtig erklärt wurde und der Patient damit einverstanden ist. Von einem Patienten verlangen kann man das nicht.

zu 3. wenn der Hausarzt meint, dass Du keine Schmerzen haben darfst, warum sagt er dann nicht, was Du tun sollst oder setzt sich mit den Ärzten in der Klinik in Kontakt??? Verstehe ich nicht. Irgendwie scheinen da alle Ärzte zu schlafen.

zu 4. das kann man aus der Ferne nicht gut beantworten, weil ich ja überhaupt nicht weiß, was gemacht wurde. Diese Frage sollte Dir wirklich ein behandelnder Arzt aus der Klinik beantworten können.

zu 5. das spricht für eine Entzündung im Körper ... wurden die Blutwerte kontrolliert???

zu 6. ich würde trotzdem einen Kontrolltermin machen. Schließlich willst Du ja wissen, wie es weitergeht und es ist DEIN Arm, mit dem Du schließlich noch ein paar Jahre gut leben möchtest.

Ich kann Dir nur raten, Dich nicht mit solchen fadenscheinigen Aussagen zufrieden zu geben. Wenn sie Dir in der Klinik dort nicht helfen, dann hole Dir eine zweite Meinung in einer anderen Fachklinik oder einem niedergelassenen Chirurgen. Du solltest das jetzt auf keinen Fall so hinnehmen. Den Fehler habe ich vor vielen Jahren gemacht. Ich habe nach einer Arm-OP auch einfach den fadenscheinigen Aussagen der Ärzte geglaubt mit dem Ergebnis, dass ich seit inzwischen 17 Jahren einen funktionslosen Arm und stärkste Schmerzen habe. Mach Du nicht den gleichen Fehler wie ich. Trete denen mal auf die Füße und verlange Antworten auf Deine vielen Fragen!!!

Ich wünsche Dir alles Gute und baldige Genesung.

Kommentar von Knuffihatangst ,

Ganz lieben Dank für die super ausfühliche Antwort.
Es wurde nur die Platte wieder entfernt, die vor zwei Jahren nach einer Ellenverkürzung eingesetzt wurde.
Blutwerte wurden nicht kontrolliert. Ich habe eben im Krankenhaus angerufen und wollte einen Termin haben, aber die meinen, es sei nicht nötig und der Hausarzt kümmert sich schon drum.
Morgen früh gehe ich direkt ins Krankenhaus. So langsam bin ich echt skeptisch, dass alles planmäßig gelaufen ist. Mir wurde vor der OP gesagt, dass auch nicht die gesamte Narbe wieder aufgemacht werden muss.
Haben die aber. Und die Narbe blutet immer noch etwas. Die ist knapp 10cm lang und wenn ich mich nicht irre, hätte eigentlich eine Drainage reingehört

Kommentar von Knuffihatangst ,

Hab mich nun gestern ans Beschwerdemanagement gewandt und die leiten das jetzt an den Arzt weiter und dann bekomme ich eine Stellungnahme.

Kommentar von Sternenmami ,

Richtig so, lass es Dir nicht gefallen!!! Schließlich ist es DEINE Gesundheit, um die es hier geht. Den Ärzten tut es nicht weh, wenn es Dir nicht gut geht ... daher ist es ihnen auch ziemlich egal, wenn es Dir nicht so gut geht, wie es eigentlich sollte.

Dass die komplette Narbe aufgeschnitten wird, hat aber normalerweise seine Richtigkeit. Das Narbengewebe selber heilt ja schlecht und daher wird meist die komplette alte Narbe ausgeschält und somit eine ganz neue Wunde erschaffen. Man macht es nicht, dass man einfach in die alte Narbe reinschneidet und wieder zusammennäht. Das würde wahrscheinlich zu Wundheilungsstörungen führen.

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