Frage von cherryblossomxx, 107

Probleme mit Pferd: Aufsteigen und Anlehnung?

Hallo :-) In der Reitstunde darf ich eines der besten Pferde des Stalles reiten. Die Reitstunden laufen eigentlich ziemlich gut, aber ich habe zwei recht grundlegende Probleme:

  1. mein Pferd geht ständig rückwärts beim Aufsteigen. Die Zügel halte ich jedoch nicht zu eng, einfach gerade so, dass sie mir nicht direkt davonläuft, wenn ich im Sattel bin. Weiss jemand, was ich anders machsn könnte?

  2. und das ist mein grösstes Problem: Ich bekomme sie nie richtig an eine Anlehnung. Und das beschäftigt mich stets, da ich sie nicht verreiten möchte. Ich habe schon von einigen gehört, dass es nicht sehr einfach ist, sie and die Zügel zu bekommen. Ich weiss einfach nicht, was ich machen könnte. Wenn die Reitlehrerin schaut, sagt sie immer, ich soll mit dem äusseren Zügel halbe Paraden geben, mit dem inneren lösen. Ich bin jedoch die ganze Zeit dabei, das zu tun, doch anscheinend mache ich es irgendwie falsch. Kennt jemand dieses Problem und kann mir helfen, soweit dies geht mit dieser Erklärung? Ich weiss, es ist nicht einfach, ohne das Pferd und mich gesehen zu haben, aber ich wäre sehr froh um eine Antwort.

Antwort
von FelixFoxx, 52

Zu 1.: Lass Dir beim Aufsteigen durch eine zweite Person helfen, die das Pferd festhält.

Zu 2.: Du gehst die Sache völlig falsch an. Ein Pferd reitet man von hinten nach vorne an das Gebiss heran, d.h. Du musst die Hinterhand durch Treiben mit Gewicht und Schenkeln aktivieren und dann mit den Zügeln Paraden geben. Es ist nicht der Zügel alleine, es ist das korrekte Zusammenspiel aller Hilfen!

Antwort
von marieecheriee, 40

1. Das ist wohl eine Ungezogenheit, die man leider nicht von heute auf Morgen lösen kann. Hier hilft nur ruhig bleiben, immer von jemanden helfen lassen und wenn das Pferd rückwärts geht wieder sauber hinstellen.

2. Ich finde diese Antwort ist weit schwieriger zu beantworten wie nur "Da musst du mit Kreuz und Schenkel arbeiten". Du musst immer bedenken jedes Pferd ist anders und ein Schulpferd ist doch nochmal etwas anderes als ein Privatpferd. Hier solltest du (bevor du dich an die Anlehnung machst) vorher 2 andere Punkte anschauen. Und zwar Takt und Losgelassenheit. Sind die Punkte nicht erfüllt, brauchst du nicht an die Anlehnung zu denken. Den Takt setzte ich jetzt mal voraus (Wobei das nicht selbstverständlich ist). Du kannst gut überprüfen ob der Takt sauber ist durch Tempiwechsel. Ist das Pferd nicht Losgelassen "sucht es nicht die Anlehnung". Ziel unserer "Reiterei" ist es ja, dass das Pferd zufrieden läuft und das bezwecken wir doch vor allem mit einem losgelassenem Pferd. Viele Wendungen (Schlangenlinien, viele Handwechsel) lösen das Pferd. Immer schön sauber biegen und stellen. Evtl mal in die Richtlinien für Reiten und Fahren schauen. Da ist vor allem die Ausbildungsskala des Pferdes super beschrieben.

Sollten diese Voraussetzungen erfüllt sein kannst du an der Anlehnung arbeiten. Wie schon gesagt wurde wird das Pferd "an die Hand herangetrieben". Das ist ein Zusammenspiel der Hilfen. Viele sagen ja, mit der Hand bloß nichts machen, das kann ich aber so nicht unterschreiben. Ich bin auch der Meinung einmal konsequent durchstellen hilft mehr als ständig "rumzunörgeln".

Es spielt immer alles zusammen und ist meist nicht "nur" eine Sache die nicht funktioniert, nur baut das alles auf dem anderen auf.

Dann kann es natürlich auch sein, dass es viele andere Gründe hat. (unpassende Ausrüstung, irgendwas stimmt gesundheitlich nicht oder auch das Pferd verarscht dich nur (nicht böse nehmen))

Vielleicht setzt du dich mal mit deiner Reitlehrerin zusammen und ihr besprecht das Problem und findet gemeinsam eine Lösung. Evtl mal die ein oder andere Einzelstunde?

Viel Glück weiterhin und immer dran denken:

Lächeln Reiten macht Spaß :D

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 18

Scheue dich nicht, deinem Reitlehrer deine Schwierigkeiten zu erklären.

Wer aus falschem Stolz nichts nachfagt, lernt auch nichts. 

Ich wurde das Pferd beim Aufsteigen mt dem Hintern an die Wand stellen. Andere Reiter bittet man einfach fur den Moment um Rücksicht, zum Beispiel durch den Ruf "Bande bitte!".

Über due genaue wirkungsweisen der paraden solltest du dich gut belesen - dazu gibt es ganze Bücher, Lern DVDs uund auch hier reichlich Antworten zu ähnlchen Fragen.

Was mir aber auch sehr auffallt in Deiner Frage ist die Scheu, etwas falsch zu machen.  Das solltest Du aus Deinem Gehirn streichen! Die Sorge ums Pferd überlasse nur getrost dem Reitlehrer, das ist seine Aufgabe. Wenn Du Dich mit diesn gut gemeinten Gedanken belastest, erreichst du nur das Gegenteil. Sei einfach sicher, dass es dem Pferd gut geht, wenn Du die Anweisungen genau befolgst.

Antwort
von Donnaleon12, 12

Hallo

1. versuch es mal mit einer weiteren Person ;-)

2.Ich habe es so gelernt, dass du viele gebogenen Linien für die Losgesallenheit reitet (Skala der Ausbildung: Takt-Losgelassenheit-Anlehnung-Schwung-Geraderichtung-Versammlung) für die Anlehnung kannst du danach am Anfang auf dem Zirkel reiten. Danach nimmst du den inneren Zügel dabei 1-2 Bandbreiten kürzer, sodass du das Innere Auge schimmern sehen kannst. Aber die Hände müssen nebeneinander stehen!! Mit dem inneren Zügel gibst du Paraden (So tun als ob du mit der Hand einen Schwamm knetest) und mit dem äußeren Zügel hälst du gegen(fühlt dich ähnlich wie die Paraden an, nur mit weniger Kraft). Dabei aber nicht am Zügel ziehen (!) sondern leicht und abwechselnd mit den Paraden also: Parade->gegenhalten->Paraden-> gegenhalten->usw. (Wie gesagt die Paraden also am inneren Zügel stärker) mit dem inneren Schenkel treibst du gegen, damit das Pferd außen bleibt. Wenn das gut geklappt hat, kannst du ganze Bahn gehen und nur in den Ecken den inneren Zügel kürzer nehmen, danach sofort wieder etwas lockerlassen. Wenn das gar nicht klappt kannst du zum Lösen eine Galopprunde einlegen. Aber beachte: sobald das Pferd an der Senkrechten ist, sofort die Zügel wieder "normal" fassen und loben.

Das Pferd verreitest du ganz bestimmt nicht, es kann Korrektur geritten werden.

Wie in anderen Antworten schon erwähnt kannst du am besten deinen Reitlehrer einbeziehen und das Vorgehen mit ihm besprechen. Vielleicht kann er dir noch weitere Tipps geben :-)

Hoffe ich konnte helfen und: nicht verzweifeln wenn es nicht auf Anhieb klappt, einfach weiter versuchen  ;-)

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 82

1. aufsteigehilfe benutzen oder gegenhalten lassen, damit das gewicht nicht einseitig einwirkt.

oder linken zügel kurzhalten und pferd nach dem aufsitzen das gleichgewicht finden lassen.

2. die halben paraden sein lassen. wozu hast du kreuz und beine???

Kommentar von somi1407 ,

*klugscheißermodus* Eigentlich gibt man die halben Paraden ja mit Kreuz, Schenkel und Zügel, wobei letzteres nur minimal sein sollte.

Kommentar von ponyfliege ,

ICH weiss das.

die dort vorhandene reitlehrerin aber scheinbar nicht. sie gibt die anweisung, die halben paraden mit dem zügel zu geben.

Kommentar von Urlewas ,

Ich wurde eher vermuten, dass die Reitlehrerin davon ausgeh, dass fortgeschrittenen Reitschüler wisse, was halbe Paraden komplett sind. 

Meiner würde sich da aich nicht genauer ausdrücken - es sei denn, man fragt nach.

Kommentar von Punkgirl512 ,

Definiere die "Kreuz"hilfe.

Die meisten, die mit "Kreuz" reiten, verspannen dabei ihre Hüfte, bzw. blockieren die Hüfte und damit die Rückenbewegung und sind viel zu steif. Und schieben. Das ist für die meisten die "Kreuzhilfe". Und für dich?

Kommentar von ponyfliege ,

ich? gerne.

wenn man elastisch sitzt, ergibt sich die kreuzhilfe von ganz allein mit der schenkelhilfe. ein winziger moment, in dem man sich leicht aufrichtet und dabei den beckenboden anspannt. idealerweise, wärhrend man dabei einatmet.

Antwort
von Viowow, 42

die besten pferde sind die, die aufgaben erst dann erfüllen, wenn die wirklich korrekte hilfe ankommt. irgendwas machst du also falsch.
schade auch, das deine rl scheinbar nur auf
" vorne " wert legt und dabei die hinterhand vergisst...
zum aufsteigen: ignorieren, aufsteigen, wenns stehenbleibt, loben.

Antwort
von somi1407, 68

1. Hast du das Pferd mal an die Wand gestellt, sodass es nicht rückwärs laufen kann? Ansonsten üben: wenn es rückwärts läuft, sofort korrigieren und zurück an seinen Platz stellen. Ist natürlich fast nicht machbar, wenn man nur ein mal in der Woche reitet.

2. Dazu kann ich nichts sagen. Frag deinen Reitlehrer, er sieht was du falsch machst.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten