butz1510 am 05.06.2008 um 19:21 Uhr
Wir sind von Arcor zu Kabel BW gewechselt und bei dem Wechsel ist alles schief gelaufen, was schief laufen konnte. Kabel BW wollte z.B. einen Portierungsauftrag bei Arcor stellen, damit wir unsere Tel.-Nr. behalten können, das haben sie zu spät gemacht (wir haben aber alles schriftlich) und plötzlich haben wir 2 Verträge, die angeblich jetzt bis 2009 laufen sollen. Der Anschlussvorgang an sich war auch katastrophal. Ich habe bestimmt schon 5x dort angerufen, man kriegt aber nur die Hotline und da weiß keiner Bescheid, weiterverbinden tun sie auch nicht. Ich habe auch schon 4x geschrieben - keine Reaktion, außer Musterschreiben, dass man sich bald melden wird. Was kann ich noch tun?

Schriftlich eine Frist setzen für die funktionsfähige Bereitstellung des Anschlusses gemäß Auftrag - d.h. der Anschluss funktioniert, ihr bezahlt nur einmal und ihr habt die richtige rufnummer. Die Frist sollte 14 Tage betragen - wird in der regel vor Gerichten so anerkannt. Wenn keine Reaktion kommt, oder sie das nicht schaffen (sehr warscheinlich) - fristlose Kündigung aussprechen. WICHTIG: Kopie aufbewaren und per Einschreiben zusenden.
Nehme an, ihr habt jetzt noch einen Vertrag mit Arcor weil KabelBW die Kündigungsfrist verpennt hat. In diesem Fall wird KabelBW das nicht hinbekommen, ihr bleibt statt dessen weitere 2 Jahre bei Arcor (da kommt ihr nicht raus)

Gehe doch mal in eine Kabel BW Niederlassung und weiche den freundlichen Mitarbeitern dort nicht von der Seite, bis dein Anliegen zu deiner Zufriedenheit geklärt ist!
Renegade71 am 5. Juni 2008 19:34 Nicht sehr praktikabel - an stelle des Angestellten würde ich notfalls vom hausrecht gebrauch machen und den Kunden vor die tür setzen - viel machen kann der nämlich ansonsten auch nicht. Der ist garantiert nicht befugt ein Vertragsverhältnis einfach so aufzulösen. Echte Niederlassungen sind das nämlich nicht sondern nur Vertriebspartner.
RBMannheim am 5. Juni 2008 19:44 Es geht nicht darum ein Vertragsverhältnis aufzulösen, sondern den Sachverhalt aufzuklären! Und das ist Teil ihrer Aufgaben - auch wenn es nur Vertriebspartner sind! Bei der Kabel BW Niederlassung hier in der Nähe sind die Mitarbeiter sogar Angestellte von Kabel BW. Das weiß ich, weil ich die persönlich kenne.
@Butz1510: So etwas kenne ich von Kabel BW überhaupt nicht! Ich bin schon seit Jahren sehr zufrieden!
butz1510 am 5. Juni 2008 19:34 Ja, die Idee hatte ich auch schon. Stand vor dem Kabel BW-Laden in meiner nicht allzu kleinen Stadt und lese dort auf einem Zettel an der Tür, dass der ab sofort dicht gemacht ist und man jetzt ca. 20 km weit weggezogen ist... Passt doch zum Rest, oder?
butz1510 am 5. Juni 2008 19:47 @ RB Mannheim: Ich kenne auch nur zufriedene Kabel-Kunden - das war ja mit ein Grund, weswegen wir gewechselt haben. Daher ist das Ganze jetzt auch umso ärgerlicher.
RBMannheim am 5. Juni 2008 20:34 Kann ich verstehen!

Ich glaube es liegt an Arcor, denn die lassen kaum einen so schnell weg. Von Kabel BW habe ich noch nie etwas negatives gehört.Wenn bei Arcor schriftlich gekündigt wurde und die Fristen eingehalten wurden, dann auf der Kündigung bestehen und keine Rechnung zahlen.Notfalls mit Anwalt drohen. Viel Erfolg.
Renegade71 am 5. Juni 2008 19:39 Arcor wird zu Recht darauf pochen, dass der Portierungauftrag von KabelBW zu spät kam - da geht nix.
butz1510 am 5. Juni 2008 19:43 Bei mir ist es genau umgekehrt. Arcor hat sich in allen Belangen sehr kooperativ gezeigt, Kabel BW immer recht bockig bzw. mit null Ahnung. Dass Arcor einen nicht aus dem Vertrag lässt, wenn sie nicht müssen, ist auch klar. Absprache mit Kabel BW war eben, dass DIE den Portierungsantrag stellen müssen und das haben sie verpennt.

Der ganze Ärger entsteht übrigens durch folgende Besonderheit - alle Anbieter, die auf normale Festnetztechnik setzten müssen abwarten, dass der bisherige Anbieter die Leitung frei gibt. Sie können also nicht schalten, solange der Kunde noch beim bisherigen Anbieter ist. Kabelanbieter wie KabelBW, Kabel Deutschland und Unitymedia nutzen aber ganz andere Leitungen - so kommt es, dass man zwei Anschlüsse und zwei Verträge haben kann, weil die eben oft nicht abwarten, dass der bisherige Festnetzanbieter abschaltet bzw. der Rufnummernportierung zugestimmt hat.
Ähnliche Probleme kann es geben bei Anbietern die Internettelefonie anbieten wie z.b. 1&1 oder Freenet - die schalten ihren DSL prallel zum Telekom-AS, völlig Wurscht ob der bei Telekom noch nen Vertrag hat. Dann zahlt der Kunde evtl. auch doppelt (zumindest für Telefon) und hat noch nichtmal eine Möglichkeit dagegen rechtlich vorzugehen. Denn das einer zwei Verträge gleichzeitig hat ist in diesem fall Sache des Kunden - der hätte sich selber vorher beim bisherigen Anbieter (Telekom) informieren müssen, ob und wie lang da noch ein Vertrag läuft.
butz1510 am 5. Juni 2008 20:06 Danke! Kriegst gleich noch einen Daumen!
Ja, genau, so sieht's aus - Arcor lässt uns nicht aus dem Vertrag und man hat mir vorgeschlagen, ich könne ja Kabel BW bitten, uns "rauszukaufen". Arcor hat im Prinzip auch keine Schuld. Vielen Dank für deinen Tipp. Schreib ich halt nochmal was... nerv
Rauskauf ist nicht nötig - ihr seit im Recht. Das zeigt im Übrigen, dass die von der Arcor-Hotline auch keinen Plan haben. Oder meinten die, dass Kabel BW euch von Arcor rauskauft - das hätten die gern so, Geld kassieren ohne Leistung.