Frage von Kraliiice, 117

Probleme mit der Krankenversicherung, was tun?

Hallo, meine ehemalige Studienkameradin ist seit ca 2 Semestern exmatrikuliert. Dies wurde an die Aok nicht weitergeleitet, allerdings hat die Krankenversixherung auch keine ImmaBescheinigung verlangt, nach 15 Monaten kam eine 5 stellige, hohe Rechnung. Sie musste aus fam Gründen ihr Studium abbrechen und auch von zuHause ausziehen, sie bezieht vom Staat kein Geld und arbeitet nur auf 200€ Basis.
Ich kenn mich hierbei garnicht aus, daher weiß ich nicht wie sie vorangehen soll. Sie hat garnicht die Möglichkeit die ganze Summe an die Versicherung zu zahlen. Was muss sie tun und welche Schritte muss sie gehen, damit sie mit wenigeren Kopfschmerzen aus der Sache kommt ?

Bitte um Ratschläge
Danke.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kevin1905, 30

Ich kenn mich hierbei garnicht aus, daher weiß ich nicht wie sie vorangehen soll.

Sie ist freiwilliges Mitglied, ergo gilt § 240 SGB V.

Sie hat zumindest mal auf ein fiktives Einkommen von 945,- € im Monat (für jeden Monat in 2015) bzw. 968,- € (2016) Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen.

Dazu muss sie der Kasse beweisbar klar machen, dass sie nur geringfügig arbeitet, ansonsten gilt, dass sie Einkommen in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze verdient. Stichwort: Mitwirkungspflichten!

Ca. 2.000,- € hätte sie aber definitiv für 1 Jahre an Beiträgen zu entrichten (günstigstenfalls).

Ich verstehe auch dieses Auf-dem-Baum-Gepenne nicht. War sie allen ernstes so naiv zu glauben, dass sie keine KV bezahlen muss und das 12 Monate lang? Im Zeitalter des Internets keine Entschuldigung, daher hält sich auch mein Mitleid in Grenzen.

Familienversicherung wäre als Student bis 25 möglich gewesen. Wäre auch vorrangig zur freiwilligen Mitgliedschaft.

Sie hat garnicht die Möglichkeit die ganze Summe an die Versicherung zu zahlen.

Das spielt keine Rolle. Die Kasse kann die Schulden per Bescheid festsetzen und nach 1 Monat ohne Widerspruch oder Zahlung ist der Bescheid bestandskräftig und kann zwangsvollstreckt werden und das mind. mal 30 Jahre lang.

Sie kann sich ferner einen Vollzeitjob suchen und dann ist sie pflichtversichert. Die Beitragsschulden hat sie trotzdem zu zahlen. Das kann sie aber in Raten. Bis die Schuld abgezahlt ist hat sie keinen Anspruch auf medizinische Versorgung (Notfälle und Schmerzbehandlung ausgenommen).

Was muss sie tun und welche Schritte muss sie gehen, damit sie mit wenigeren Kopfschmerzen aus der Sache kommt ?

  • Arbeitslos melden
  • Vollzeitstelle suchen
  • Der Kasse das Einkommen der letzten 2 Semester darlegen und um einen korrigierten Bescheid bitten
  • Ratenzahlung für die Beitragsschulden vereinbaren.
Antwort
von ellaluise, 32

Also bis zum 23. Geburtstag kann das Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert sein.

Danach müssen Beiträge gezahlt werden. Diese Beiträge sind Einkommensabhängig bzw. es gibt einen Mindestbeitrag. Wenn man sich aber nicht kümmert, berechnet die Krankenkasse den Höchstbetrag. Also könnte es gut sein, das beim Betrag noch was geht.

In D muß ein jeder/hat ein jeder eine Krankenversicherung.

Entweder zahlt man die selber oder ist familienversichert oder in einem sozialversicherungspflichtigem Arbeitsverhältnis oder erhält Leistungen vom Staat (ALG1/ALG2) und ist darüber versichert.

Diese Freundin sollte schleunigst klären ob sie nicht zumindest teilweise noch in die Familienversicherung fiel. Dann über die Höhe der Beiträge informieren, wie diese berechnet wurden und ggf. tatsächliches Einkommen nachweisen. Dann sollte sie zusehen das sie ein sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhält, Arbeit oder Ausbildung.

Wie sieht es eigentlich mit dem Kindergeld aus? Wurde das auch noch weiter gezahlt? Das wird auch zurück gefordert (aber evtl. von den Eltern).

Antwort
von martinzuhause, 60

sie hätte das bei der krankenkasse melden müssen und sozialleistungen beantragen damit sie weiterhin krankenversichert ist.

die schulden wird sie irgendwann abzahlen müssen.


die hohe summe wird dadurch zustande gekommen sein das die KK ihr einkommen geschätzt hat. sie sollte ihr einkommen der zeit nachweisen, dann wird die schuld da geringer ausfallen da sie nur den mindestbeitrag nachzahlen muss

Kommentar von Kraliiice ,

sie hatte ja kein einkommen wie soll sie das nachweisen, 200€ sind ja steuerfrei.

Kommentar von martinzuhause ,

natürlich sind diese 200euro steuerfrei. aber sie muss krnakenversichert sein. und die ist kv ist eben nicht kostenlos

Kommentar von kevin1905 ,

Minjobs sind nicht steuerfrei, sie werden i.d.R. mit 2% vom Arbeitgeber pauschal versteuert.

Auch bei Minijobs besteht Anspruch auf eine Lohnabrechnung.

Antwort
von MelowD, 58

Mit welcher Begründung verlangt die Krankenkasse das Geld? Ich verstehe nicht ganz den Umstand und kann deshalb nicht gut helfen.

ABER: Wenn deine Freundin über 25 Jahre alt ist, dann muss sie die Krankenkassenkosten selbst tragen. Ansonsten ist sie über einen der Familienangehörigen familienversichert.

Liebe Grüße

Kommentar von martinzuhause ,

eine familiennversicherung muss aber beantragt und nachgewiesen werden.

Kommentar von Kraliiice ,

Sie war familienversichert, und ist keine 25 jahre alt, allerdings hat sie eine Rechnung als Privatversicherte bekommen und wäre nicht mehr familienversichert, da sie nicht studiert.

Kommentar von MelowD ,

Ist sie denn über 25?

Warum ist sie denn Privatversicherte? Sie muss, wenn sie aus der Familienversicherung fällt, mit der Krankenkasse reden und sich freiwillig oder privat versichern lassen. Dabei muss sie monatlich einen Betrag bezahlen. Wenn sie das nicht getan hat, dann ist die Forderung der Krankenkasse rechtens. Ich würde an eurer Stelle eine Filiale der AOK aufsuchen und mit dem Sozialversicherungsangestellten dort reden und ihm die Situation erklären.

Kommentar von sternstefan ,

Familienversicherung über 18 geht nur bei Studium oder Schule.

Kommentar von MelowD ,

Das stimmt nicht. Selbst wenn du bei der Arge bist, bist du bei deiner Familie versichert.

Kommentar von kevin1905 ,

Selbst wenn du bei der Arge bist, bist du bei deiner Familie versichert.

Nein.

Menschen ab 15 Jahren im SGB II Bezug können nicht familienversichert werden, sondern sind versicherungspflichtig, das Jobcenter übernimmt die Beiträge.

Willkommen in 2016, hat sich nämlich zum Jahreswechsel geändert.

Kommentar von martinzuhause ,

"Volljährige Kinder in Ausbildung können maximal bis zur Vollendung des
25. Lebensjahres familienversichert bleiben, es sei denn, die Ausbildung
wurde durch ein soziales/ ökologische Jahr, Zivil- oder freiwilligen
Wehrdienst unterbrochen."

sie hat keine ausbildung gemacht in der zeit sondern nebenbei gearbeitet. damit kann die kostenlose familienversicherung verweigert werden

Antwort
von sternstefan, 40

Wenn sie nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, dann bleibt sie nach dem Studium freiwillig versichert (mit entsprechender Beitragszahlung).

Die Beitragsschulden wird sie in Raten abzahlen müssen. Und wenn sie keine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufnimmt oder heiratet (Familienversicherung), dann wird sie auch weiterhin Schulden anhäufen.

Kommentar von Kraliiice ,

Ok und die Famversicherung läuft nicht über die Eltern ? Sondern nur über den Ehemann, oder wie schaut das aus

Kommentar von kevin1905 ,

§ 10 Abs. 2 SGB V.

Kinder sind familienversichert, sofern die Eltern gesetzlich krankenversichert sind bis

  • sie 18 sind
  • sie 23 sind wenn sie kein Einkommen (> 415,- € p.M. / 450,- € bei Minijob) haben
  • sie 25 sind als Schüler oder Student einer deutschen Hochschule mit o.g. Einkommensgrenzen.

¿Entiendes?

Antwort
von Kuno33, 46

Sie kann den Betrag nicht zahlen. Es kommen ja noch weitere Schulden hinzu. In Deutschland besteht die Verpflichtung zur Krankenversicherung. Die Beiträge zur Krankenversicherung müssen nachgezahlt werden.

Wer nicht zahlen kann muss zunächst auch nicht zahlen. Im Prinzip muss man sich mit dem Gläubiger einigen.

Ich empfehle eine professionelle Schuldnerberatung aufzusuchen. Bitte darauf achten, dass die von jemandem durchgeführt wird, der seriös ist. Eventuell ebei der Verbraucherzentrale nachfragen, welche Beratungen in der Nähe möglich und seriös sind.

Antwort
von Apolon, 6

 Probleme mit der Krankenversicherung, was tun?

Wenn Du hier Hilfe erwartest, dann informiere uns bitte einmal richtig, denn in deinen Texten geht einiges durch einander!

 Hallo, meine ehemalige Studienkameradin ist seit ca 2 Semestern exmatrikuliert. Dies wurde an die Aok nicht weitergeleitet,

War sie denn überhaupt in der GKV (AOK) krankenversichert ?

denn Du schreibst ja auch:

 allerdings hat sie eine Rechnung als Privatversicherte bekommen und wäre nicht mehr familienversichert

In einer PKV gibt es keine Familienversicherung.

Auch handelt es sich bei der AOK um eine GKV und nicht um eine PKV.

Aber gehen wir mal davon aus, dass sie gesetzlich krankenversichert ist, dann endet die Familienversicherung mit 23, da sie weder sich weder in einer Schule/Studium befindet.

Bedeutet sie muss ab dem 23 Lebensjahr, bzw. spätestens mit dem sie exmatrikuliert ist Beiträge als freiwilliges Mitglied an die GKV zahlen und dies rückwirkend.

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