Frage von Kruemelmonzter, 155

Probleme mit dem Aufräumen, organisieren, kein Zeitgefühl seit 1 Jahr?

Hallo liebe Community,

ich hab ein Problem bekommen. Und zwar mit dem Aufräumen und Ordnung halten. Es ist mir ziemlich peinlich. Ich bin 24 Wohne seit 6 Jahren alleine und es war eigentlich noch nie ein Problem. Seit circa einem drievirtel bis 1 Jahr ist es das. Besonders in den Semesterferien fällt es mir unendlich schwer aus eigener Motivation heraus meinen Tag zu organisieren :(

Ich kann keine Tätigkeit wirklich zu Ende ausführen, fange "1000 Sachen" an. Und ich habe das Gefühl zunehmend die Kontrolle über alles zu verlieren. Mit Pünktlichkeit habe ich auch große Probleme. Führe seit dem Abi regelmäßig einen Terminkalender. Irgendwie komme ich seitdem nicht ohne klar und stopfe ihn manchmal so Randvoll, dass ich nichtmal die Hälfte der "to do's" erfülle.

Ich weiß nicht was los ist. War schon beim Arzt und hab mich auf ADHS tetsen lassen, Blut und Hormone untersuchen lassen. Ich bin angeblich völlig Gesund.

Aber ich glaube schon es hat was mit der Psyche zu tun...

Meine Eltern sind seit 3 Jahren geschieden aber ich habe es immer noch nicht verdaut. Anfangs hab ich häufiger mal übern Durst getrunken. Jetzt trinke ich garnicht und ist auch besser so vertrage nämlich garnichts mehr. Hilfe ich hab echt Angst zum Messie zu werden. Mein Freund meint so schlimm ist das nicht. Aber mich belastet es! Ich war vor 2 Jahren noch superordentlich und habe wenn ich es so ausdrücken soll funktioniert wie ein "schweizer Uhrwerk"

Nun geht irgendwie nix mehr ich fühl mich auch total erschöpft hab aber das Gefühl keiner aus meinem Umfeld sieht das und interessiert sich dafür... ich fühle mich ziemlich verlassen und allein mit meinem Problem aber ich will damit niemandem auf den zeiger gehen.

Alle meinen nur ich übertreibe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sven6795, 42

Hallo Kruemelmonster,

ich kenne das. Mir ging/geht es oftmals genauso. Das einzige was mir hilft ist zu dokumentieren und zu planen. Das heißt ich notiere mir morgens richtig was ich vor habe auf was ich mich freue und abends dann ob ich das was tolles erlebt habe etc.

Zum Thema Organisation kann ich dir den Tipp geben mal bei Youtube zu schauen. Es gibt im Rahmen von StudentenTipps einiges zu dem Thema. Auch wenn es bei dir nicht ums Studium geht hilft dir das bestimmt. 

Gruß,

Sven

Kommentar von Kruemelmonzter ,

Hab das Wochenende mal etwas im Youtube geschaut. Ist garnicht schlecht. Hab mir jetzt einpaar "schlechte Gewohnheiten" abgewöhnt.

Antwort
von Marssalein15, 90

Hey na,

ich würde dir so gerne helfen, aber ich weiß nicht, ob ich es kann. Hast du mal darüber nachgedacht, dass du dir selbst vielleicht zu viel Stress machst? Stress sorgt erst Recht dafür, dass manchmal einfach gar nichts funktioniert und das merke ich vor allem daran, dass du dir immer auch so viel vornimmst und es dann nicht erledigen kannst. Wie wäre es, wenn du einfach mal nur 3 Sachen pro Tag erledigst, die auch wirklich erledigt werden müssen, z.B. 1. Pakete zur Post bringen, für die Uni recherchieren oder den Abwasch machen. Vielleicht würde das dir in diesem Fall schon mal weiterhelfen.

Wenn du dir immer zu viel auflädst, fühlst du dich auch irgendwann schlapp und denkst, du bekommst gar nichts mehr auf die Reihe. Pass bloß auf, dass du nicht an einem Burnout leiden wirst!

Wenn du Semesterferien hast, wie wäre es, wenn du dir einfach wirklich mal 1 bis 2 Wochen Zeit für dich nimmst. Mache vielleicht etwas, was du schon immer mal machen wolltest. Oder kaufe dir etwas, was du schon immer haben wolltest. :)

Sei nicht sauer auf deine Familie oder Freunde. Es ist teilweise echt schwer zu erahnen, wie es dem Freund geht oder wie man helfen kann. Viele sind dann einfach schlichtweg ratlos. Das ist normal. Vielleicht kannst du ja generell noch mal das Thema persönlich ansprechen und dann deutlicher um Rat fragen. Sie verstehen dich dann eventuell durch Erläuterungen, was du genauer meinst oder wie deine Gefühlswelt so aussieht.

Falls du noch Fragen hast, kannst du hier gerne kommentieren oder mir schreiben. Du bist nicht allein mit deinem Problem. :)

Viele liebe Grüße
Stay strong
Marssassa

Kommentar von Kruemelmonzter ,

Ja das mit den 3 Sachen am Tag ist schonmal ein guter Anfang. Nur ich muss den echt unsetzen sonst lande ich, wie du schon erwähnt hast und wie ich es aus dem ferneren Umfeld nach bei anderen sehe, noch in der Burnoutfalle :/

Antwort
von Fliegengewicht4, 84

Hallo Kruemelmonzter

Versuche es dass du dir weniger vornimmst.

Probiere es vielleicht aus dass du sagst "Heute nehme ich mir nur 3 Dinge vor" Schreibe sie dir auf einen Zettel und erledige nur diese 3 Dinge.

Wenn du selbst denkst dass es mit deiner Psyche zu tun hat versuch mal eine Psychotherapie. Es kann wirklich sehr gut für die Seele sein, wenn man mit einen guten Psychotherapeuten zusammen arbeitet. 

"Hilfe ich hab echt Angst zum Messie zu werden" und   "ich glaube schon es hat was mit der Psyche zu tun... "

es ist schon sehr gut "für die Seele" wenn man sein Probleme mit einen guten Psychotherapeuten beredet. Falls dir dieses Thema peinlich sein sollte mit einem Therapeuten zu besprechen möchte, kann ich dir sagen dass dir wirklich gar nichts peinlich sein muss. Ich hab auch erst vor kurzem geschafft mit meiner Psychologin über ein Thema zu reden dass mir verdammt peinlich ist, mit Hilfe von einer Person dieser Community, und ich war sehr froh dass ich dieses Thema endlich angesprochen habe in der Therapie.

Bespreche auch die Scheidung deiner Eltern mit einem Therapeuten.

Versuche mit einer Freundin oder einer Person der du vertraust über deine Probleme zu sprechen

Alles Gute

Kommentar von Kruemelmonzter ,

Ich war schonmal vor Jahren bei einer Therapeutin aber die wirkte sehr desinteressiert unds war für die Katz...ich weiß dass ich eigentlich viel aufarbeiten müsste auch wenn in meinem Leben nix hochdramatisches war ...ok... aber die Summe der Belastungen machts möglicherweise auch.

Kommentar von Fliegengewicht4 ,

Geh einfach zu einer anderen, wenn dir die erste Psychologin nicht hélfen konnte. Falls Gesprächstherapie nichts für dich ist probiere einfach eine andere aus.

Kommentar von Marssalein15 ,

Genau. Dem ist nichts hinzuzufügen. (:

Antwort
von einfachichseinn, 70

wenn alle meinen, dass du übertreibst, solltest du dir mal überlegen, ob du nicht wirklich etwas übertreibst.

Hier kann niemand beurteilen, wie dein Zustand wirklich ausschaut.
Wenn du dir so große Sorgen machst, solltest du eventuell noch mal zu einem anderen Arzt gehen, aber das wird dich vermutlich auch nicht weiter bringen, denn du sagtest ja selber, dass du gesund bist, laut ärztlicher Seite.

Alles Gute!

Antwort
von teafferman, 52

Von mir aus betrachtet:

1. Führe täglich vor dem einschlafen eine halbe Stunde Tagebuch von Hand auf Papier. Damit entlastest Du Deine Gefühlswelt. 

2. Nimm nur noch die wesentlichsten Termine in Deinen Kalender auf. Ersetze manche Arbeit durch Freizeitaktivität. 

3. Gehe lieber zu fuß als Lift, Bahn und Bus zu nehmen. Oder gar Auto. Das entlastet das Gehirn. 

Unser Gehirn ist keine Maschine, die ständig vollgestopft werden kann. Es braucht Pausen. 

Kommentar von Kruemelmonzter ,

Ich habe 1) und 2) mal gemacht... ist aber ne ganze Weile her...3 mach ich eigentlich immer. Doch es gibt Tage an denen mir die Kraft fehlt das Haus zu verlassen.

Kommentar von teafferman ,

Dann fange mit 1. wieder an. 

Kommentar von teafferman ,

Ist mir noch eingefallen, da Du schreibst, Du kommst hier und da den ganzen Tag nicht mehr aus dem Haus:

Bitte mache einen Termin beim Studentischen Beratungsdienst auf dem Campus. 

Wenn Du keine Ahnung hast, wo der sein könnte, dann frage bitte beim Asta nach. Er wird hier und da auch Psychologischer Studentendienst oder so genannt. 

Mach hinne, bevor Du da nicht mehr raus kommst. Und bilde Dir nicht ein, dass Du damit alleine stehst oder was Besonderes bist. Absolut nicht. 

Antwort
von Atoris, 37

Spülbeckenablage frei räumen Mit Zewa rolle verdecken. Stöpsel rein dann erst mal heißes Wasser mit Spülmittel auffüllen. Mülleimer mit zum Schreibtisch nehmen. Kaffee trinken / eine Rauchen etc. Neben bei Schreibtisch freischaufeln. Auf stehen zum Tisch (Mülleimer mitnehmen) Wasser aus. Radio anschalten. Erste fuhre abspülen auf Zewa absetzten und trocknen. Spülbecken entstöpseln. Dosen und Flaschen ausleeren in ne Tüte. Nächste Spülfuhre ins Becken. Trockenes Geschirr wegräumen. Die nasse Zewaablage nutzen um die verschmutzte Ablage abzuwischen. Wasser rauf nochmal drüber wischen - Blitz Blank. Mülleimer auf Tisch stellen Kühlschrank auf und raus mit dem vergammelten Zeug. 

Weißt du das sind Dinge die laufen Zack Zack da lässt man gar nicht soweit kommen. Hilft nix zu sagen früher war ich ordentlicher. Das Theorie Geschwafel hilft dir Praktisch nix! 

Früher ins Bett gehen. Wenns nicht mit schlafen klappt. Einreden das es klappt oder Meditationvideo auf Youtube zum einschlafen anschauen. Morgens vornehmen zu Frühstücken den nächsten rest weg räumen. Das die Wäsche im Hintergrund ständig laufen kann brauch ich ja nicht zu erwähnen. Aber auch ausräumen und nicht nochmal einschalten. 

Und den Rest kriegst auch noch hin.

Wenn die Wohnung wieder sauber ist und die Pfanne auch frei dann hat man auch wieder lust mal Leute einzuladen oder was gescheites zu kochen. Rezept Videos gibt es hier mehr als genug. Mit 24 fängt langsam der Wandel an. Du merkst das du dich fallen gelassen hast was dir im endeffekt doch nicht gut getan hat. Um so schneller du lernst wieder zu handeln desto schneller fühlst du dich auch wieder besser.

Kommentar von Kruemelmonzter ,

Ja ich hab es wirklich geschafft mal abzuspülen....heute 

Kommentar von Atoris ,

hahah super! (y)

Antwort
von yungeskidd, 25

hey du.. bist du denn öfters depressiv verstimmt oderso..?

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