Frage von Hallo1107, 62

Probleme mit bekannter KFZ-Werkstattkette?

Hallo,

mein Fahrzeug befindet sich gerade in der Reperatur in einer der beiden großen und bekannten Werkstattketten. Nun wollte ich mein Auto abholen und der freundliche stand mit ausgebauten Schweibenwischer-Motor vor mir. Dabei war ich deswegen garnicht da und er funktionierte auch bei Abgabe, er selbe sagte auch, dass er vormittags noch ging. Er liegt auch am Strom an, nur bewegt er sich nicht mehr.

Ich war wegen diesen Teil garnicht in der Werkstatt und es ging bei Abgabe noch, was mir der Mitarbeiter auch bestätigte. Die Werkstatt sagt, ich müsse das bezahlen, obwohl ich garnichts damit zu tun habe, außer dass es mein Fahrzeug ist.

Wie sieht es hier mit der Haftung aus? Ist das mein Risiko oder muss die Werkstatt das übernehmen, weil es ja offensichtlich durch Sie beschädigt wurde?

Vielen Dank im Voraus

Antwort
von Genesis82, 11

"Einer der beiden großen Werkstattketten" - mir fallen ohne groß zu überlegen 6 große Ketten ein, aber egal, für die Beantwortung der Frage ist es egal, bei welcher du warst.

Zunächst ist wichtig, was du in Auftrag gegeben hast. Wenn du einen relativ weit gefassten Auftrag gegeben hast "TÜV fähig machen", dann gehört da natürlich auch das Ersetzen eines defekten Wischermotors zu, weil es ohne funktionierenden Scheibenwischer keine HU gibt. Es kann jetzt also ganz dummer Zufall sein, dass der Motor ausgerechnet in der Werkstatt kaputt gegangen ist (auch wenn Kunden dann immer gleich denken, die Werkstatt wäre Schuld).

Wenn du aber einen eindeutigen Auftrag gegeben hast, z.B. HU durchführen und Bremsen erneuern, dann muss die Werkstatt dich über weitere Mängel, die vor der HU behoben werden müssen, erst informieren und von dir eine Erlaubnis zu Reparatur einholen. Das kann auch telefonisch erfolgen, ein schriftlicher Auftrag mit Unterschrift ist nicht nötig, denn um Verträge zu schließen reicht eine mündliche Übereinkunft (oder hast du jemals beim Bäcker einen Vertrag unterschrieben, als du dir Brötchen gekauft hast?).

Expertenantwort
von jloethe, Community-Experte für Auto & KFZ, 26

Du solltest  schon schreiben warum du in dieser Werkstatt warst  und  ob du einen schriftlichen Auftrag unterschrieben hast. Ist es Mündlich erfolgt dann bist du in der Beweispflicht  ( Zeugen dabei ? ) nachzuweisen das du den Wischermotor nicht beauftragt hast..

Wurde ein kostenlimmt  deffiniert  ( idR ca  50 - 100 Euros ) oder wurdest du angerufen weil eine weitere Beschädigung festgestellt wurde ?  

Würde mir das passieren, den würde ich zuerst mal richtig in den Senkel stellen was der sich erlaubt da wild und ohne meine Beauftragung  Teile auszubauen..

War der Wagen zur Inspektion und der Schaden  ev zu langsam laufender  Wischermotor  entdeckt sieht das etwas andest aus dann kann er zur Fehlerfeststelung  ev Reparaturversuchen ( Gängig machen der Wellen ) nach telefonischer rücksprache eine erweiterung der Beauftragung erreichen  aber der Rückruf muß schon nachweislich belegbar sein..

Leider sind die monteure  in gewissen werkstattketten  am Um´satz beteiligt und  verkaufen gerne mal  Teile die nicht unbedingt sein müßen..  aber auch das muß nman erstmal nachweisen..

Ich würde mich bei Streitigkeiten mit der Handwerkskammergebundenen  Werkstatt an die ( kostenfreie ) Schiedstelle des Zuständigen Handwerkskammer wenden. Da sitzen Fachleute die auf Augenhöhe mit der Werkstatt sperechen und  eine Klärung herbeiführen.

Die haben auch die kompetenz da was zu bewirken  und deren Machtposition ist  nicht zu Unterschätzen.   Joachim

Antwort
von RexImperSenatus, 9

Ich rate mal -----  A.T.U. ?

Ich scheue mich hier gar nicht, die beim Namen zu nennen, die sollen froh sein, wenn ich hier nicht veröffentliche, was da gelaufen ist ! ( mehrmals )

Allerdings - um nicht nur zu meckern, Ersatzteile haben die viele - und günstig - aber mein Auto würd ich da NIE WIEDER abgeben - und einige andere, mit denen ich mich darüber unterhalten habe, auch nicht, die haben ähnliche Erfahrungen gemacht !

Wenn das hier jemand von A.T.U. liest - verklagt mich doch - ich habe Zeugen und das Gepräch mit dem Werkstattmeister noch auf Band !

:-)


Antwort
von derhandkuss, 35

Wichtig ist, dass Du bei Abgabe Deines Fahrzeugs Deinen Arbeitsauftrag schriftlich hinterlegst. Es wird ganz einfach schriftlich festgelegt, was gemacht werden soll. Macht die Werkstatt dann zusätzliche Arbeiten - deren Problem!

Antwort
von GravityZero, 42

Bei Abgabe hast du sicher etwas unterschrieben, was stand denn im Auftrag? Gibst du dort der Werkstatt die Erlaubnis lässt sich nicht viel machen, ansonsten musst du nichts zahlen.

Kommentar von Hallo1107 ,

Es gab ja keinen Auftrag darüber, wollte mein Auto holen und dann sagte er mir, dass dieser Schweibenwischer-Motor nicht mehr geht. Ich wusste nichts davon, ein entgegenkommen hat er nicht ausgestrahlt. Ich habe zugestimmt, dass es Repariert wird, aber nur mündlich und per Telefon, einen schriftlichen Auftrag zu irgendeinem Scheibenwischer-Motor gibt es nicht. Aber ich bin sehr daran Interessiert, mein Auto zu bekommen, bevor ich irgendwelche Rechtsstreitigkeiten anfange.

Kommentar von NeoExacun ,

Wenn du telefonisch zugestimmt hast, hast du ja zugestimmt. Also wo liegt das Problem?

Kommentar von GravityZero ,

Warum war es denn in der Werkstatt? Und gab es hierzu einen Auftrag? Wenn ja, was steht drin? Welcher Reparatur hast du telefonisch zugestimmt?

Kommentar von Hallo1107 ,

Das Fahrzeug war zum Tüv, Wechseln der Frontscheibe, Stoßdämpfer vorn, Domlager und Parkleuchte. Telefonsich habe ich der Reperatur des Scheibenwischer-Motors zugestimmt, das wohl ein Fehler?

Kommentar von NeoExacun ,

Na wenn du zustimmst muss dir doch klar sein, dass die das auch machen, und dass du das auch blechen musst. Oo wenn du das nicht willst, darfst du auch nicht zustimmen. Wo kommen wir da denn hin?

Kommentar von GravityZero ,

Dann verstehe ich den Grund der Frage nicht...

Kommentar von Hallo1107 ,

Weil ich gern Wissen möchte ob ich nun noch was machen kann oder nicht? Bin daran interessiert mein Auto vor den möglichen Rechtsstreitigkeiten zu bekommen und habe daher zugestimmt, dass ich ein Repariertes Fahrzeug bekomme, eben auch diesen Motor. Das war dann wohl teures Lehrgeld?

Kommentar von NeoExacun ,

Was heißt da Lehrgeld? Wenn du eine Reparatur in Auftrag gibst, musst du sie auch bezahlen. Ich verstehe nicht, wie du darauf kommst, das rückgängig machen zu wollen. Auch eine mündliche Vereinbarung ist ein Vertrag.
Und was ich auch nicht verstehe: Wenn du den Motor nicht repariert haben willst, warum stimmst du dann zu?

Kommentar von Hallo1107 ,

Na Repariert möchte ich Ihn ja wieder, immerhin ging er ja vorher und wurde durch die Werkstatt beschädigt. Ich bin nur davon ausgegangen, dass sich so ne Haftungsfrage und Kostenübernahme im Nachhinein noch klären lässt. Vermutlich hab ich falsch reagiert und somit Pech gehabt, nochmal passiert mir das auf jedenfall nicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten