Frage von sonne01jenny, 76

Probleme in Ausbildung wegen Depression & Mobbing von früher?

hallo, ich bin w, 23 und wurde mit 18 Jahren ein Jahr lang extrem gemobbt in der Schule. ich habe sehr viele Fehlzeiten gehabt und wurde auch nicht zur Prüfung zugelassen, weil ich es auch nicht mehr wollte. habe dann freiwillig die Klasse wiederholt und hatte mein fachabi gut bestanden. ich habe dann eine Ausbildung zur bürokauffrau gemacht und in dem zweiten jahr abgebrochen, weil mir der Beruf nicht gefallen hat. hatte aber auch einige fehlstunden und hatte mich in der Klasse nicht aufgenommen und ignoriert gefühlt. jetzt mache ich eine schulische Ausbildung in der Medizin und jetzt habe ich schon so viele Fehlzeiten, meine Noten werden schlecht, ich will nicht zur Schule gehen und am liebsten im August noch mal von neu anfangen. ich habe das Gefühl das mich keiner mag und ich gehe in der Klasse extrem unter und abgekapselt.
kann es am Mobbing von damals liegen das ich so Probleme mit anderen Menschen und mit Schulen habe? Spätfolgen? ich habe seit Jahren Depressionen und Zwangsstörungen, über das Mobbing hatte ich nur einmal mit meinen Schwestern darüber geredet und sie lachten nur und seit dem habe ich nie wieder darüber gesprochen.

Antwort
von DatSchoof, 27

Das was Du schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn man in einer depressiven Phase ist, dann passieren genau die Dinge, die Du schilderst, sehr gerne und sehr schnell. Für Außenstehende ist es dann immer so, als wäre man faul, nicht fähig oder weiß der Teufel was. Alles Aussagen, die dann dazu führen, das man sich noch schlechter fühlt, dass man noch mehr an sich zweifelt und die Spirale tiefer in die Depression treibt.

In so einer Phase hilft nur jede Menge Zuspruch, und das in aller erster Linie von Dir selbst. Du schreibst sehr oft, dass Du daran gezweifelt hast, dass Du nicht aufgenommen wurdest etc. Auch dies sind Dinge, die man in einer Depression wunderbar beherrscht. Man denkt negativ und wird darin auch immer und überall bestätigt. Der Weg raus geht über positive Bestätigung. Positive Dinge sehen, erleben und angehen. Meistens schafft man das aber nicht alleine. Wenn Du den Schritt gehen willst, dann hast Du schon eine ganze Menge geschafft, denn diese Hürde muss jeder Depressive erst einmal nehmen. Das Wissen sich Hilfe zu suchen, die Traute sich zu öffnen und das dann auch anzugehen. Am Besten ist es dann, wenn Du jemanden mit Erfahrung auswählst, am besten einen Therapeuten oder Psychologen.

Ansonsten kann ich Dir nur empfehlen Dich mit Leuten und Dingen zu umgeben, die Dir gut tun! Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du den Sprung schaffst und wünsche Dir von Herzen alles Gute!

Antwort
von Abuterfas, 18

Hallo!

ich bin w, 23 und wurde mit 18 Jahren

Dann liegt ja scheinbar die schlimmste Zeit hinter Dir.

kann es am Mobbing von damals liegen das ich so Probleme mit anderen Menschen und mit Schulen habe

Kann sein, das alleine kann nur ein Arzt bescheinigen. Es kann aber auch daran liegen, dass man sich eventuell hinter schlimmen Ereignissen versteckt, ist schließlich einfacher als "Ausrede".

 ich habe das Gefühl das mich keiner mag

Dann hinterfrage Dich, woran es liegen könnte, oder frage Deine Mitschüler. Vielleicht mögen die Dich sogar und Du bildest es Dir nur ein.

 ich gehe in der Klasse extrem unter und abgekapselt

Auch da kannst Du etwas ändern. Auch wenn man introvertiert ist (bin ich auch) kann man sich soweit am Riemen reißen, das man sich einfach in der Pause zur Gruppe gesellt. Es erwartet niemand, das Du einen stundenlangen Monolog über das Leben hälst.

ich habe seit Jahren Depressionen und Zwangsstörungen

Das kann sein, oder auch nicht. Das kann, wie gesagt, der Doc sagen.

Ich finde das mittlerweile "Depressionen" als Genralausrede genutzt wird.

Man sollte sich selbst reflektieren, mit Freunden über Sorgen, Nöte und Probleme zeitnah reden und wenn das nicht hilft zu einem Arzt gehen.

Das Leben wird sicher nicht einfacher und die Flinte wiederholt ins Korn zu werfen ist aus zweierlei Dingen schlecht:

1. Man macht es sich für die berufliche Zukunft nur noch schwerer. Gerade in der heutigen Zeit werden Leute mit so vielen Abbrüchen ungerne genommen. Und das wirkt sich früher oder später auch auf die privaten Probleme aus.

2. Versaust Du damit dann zum 2. mal einem anderen die Chance auf gerade diese Ausbildung.

Man selbst kann ebenfalls was tun: Arschbacken zusammen und nicht verkriechen. Es gibt viele Anlaufstellen für psychische Probleme, man muss nur hingehen. Eigeninitiative eben.

Beste Grüße

Antwort
von Wohlfuehlerin, 41

llegt wohl eher daran, dass du mangelndes durchhaltevermögen hast.. wie es sich liest, bis du ja nicht leidensfähig sondern fliehst dich gleich in fehlstunden und steckst den kopf in den sand.

das leben ist halt kein ponyhof!

Antwort
von TrapStepATB, 27

Schon drüber nach gedacht über einen Ambulante Therapie ? 

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