Frage von HermineEvans, 28

Probleme bei der "Zusammenarbeit" von Mensch und Tier?

Was für Probleme könnten sich ergeben, wenn Menschen mit Tieren interagieren? Also beispielsweise wenn Menschen Jungtiere berühren, werden sie oft von ihren Müttern nicht mehr aufgenommen. Habt ihr weitere Beispiele, auch im größeren Umfang?

Antwort
von Muggelchen71, 13

Das mit den "hilflosen" Wildtieren ist schon ein Problem.

So öft werden Ästlinge (noch nicht ganz flugfähige Jungvögel die das Nest verlassen haben und in der Umgebung, Baum, Strauch, Wiese von den Eltern weiter gefütert werden) eingesammelt, weil sie ja anscheinend aus dem Nest gefallen sind. Dabei sind die Eltern ganz in der Nähe und füttern fleißig. Hier darf man die Jungtiere anfassen und die Eltern nehmen sie danach auch wieder an.

Feldhasenjunge werden im Gebüsch ohne Mutter gefunden und scheinen hilflos und werden eingesammelt... Dabei ist die Mutter aus da in der Nähe und versteckt sich natürlich vor den Menschen. Nicht anfassen, wegen der Geruchsübertragung!

So auch Rehkitze, die von ihren Müttern im höheren Gras versteckt werden und viele Stunden alleine dort liegen. Sie brauchen in der Regel keine Hilfe und werden gut versorgt. Hier auch nicht anfassen!

Anderseits gibt es Tiere, die ganz geziehlt den Menschen in ihrer Not um Hilfe "bitten" (das ist nun ziemlich vermenschlicht ausgedrückt).

ZB suchen verlassene Eichhörnchenbabys oft den Kontakt zu Menschen. Oft denken die Menschen dann das diese Tiere Tollwut haben, weil sie als Wildtier die Nähe suchen.

Oft wird die Körpersprache zum Problem und von den Tieren falsch verstanden.

Hunde werden frontal mit nach vorne gebeugter Körperhaltung angesprochen. Also von oben über den Hund. Das löst Angst und evtl auch Aggressionen aus.

Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein.

Antwort
von Achwasweissich, 6

Es gibt halt oft Missverständnisse, Menschen und Tiere haben verschiedene "Sprachen" die erst im engen Zusammenleben erlernt werden.

Hunde, so sollte man denken verstehen sich mit Menschen und umgekehrt aber auch hier gibt es so viele Unterschiede und etwas das für uns Menschen normal ist kann für den Hund bestenfalls unhöflich sein. Bei der Begrüßung über den Hund beugen, ihm auf dem Kopf rumtätscheln ist z.B. aus Hundesicht bedrohlich und sehr unangenehm, die Tiere kennen es aber oft und erdulden die menschliche Unart. Anders herum finden es viele Menschen eklig wenn ihr Hund ihnen das Gesicht knutscht während es für den Hund eine freundliche Geste der Zusammengehörigket ist ihren "Kollegen" zu schlecken. Auch das feine Knabbern mit den Schneidezähnchen das unsere empfindliche Haut manchmal übel zwickt ist nur ganz nettes Fellputzen...blöd halt ohne Fell^^

Mein Hund hat die Angewohnheit meinen Arm zur Begrüßung ins Maul zu nehmen, das wurde ihr auch schon als Agression und Versuch zu beißen ausgelegt. So ein Schwachfug, wenn sie beißen wollte wäre mein Arm durch und ich könnte nicht drüber schreiben! Es ist quasi ihre Version des Händeschüttelns und sie macht es nur bei ganz wenigen ausgesuchten Personen, so vorsichtig das es selbst im dollsten Überschwang keine blauen Flecke gibt.

Katzen schnurren übrigens nicht nur wenn sie sich wohlfühlen sondern auch wenn sie Angst oder Schmerzen haben, Hunde wedeln manchmal aus Anspannung mit dem Schwanz statt aus Freude.

Antwort
von KnusperPudding, 23

Habt ihr weitere Beispiele, auch im größeren Umfang?

Die meisten Menschen essen Tiere, weil sie lecker sind. Die Tiere erachten das sicher als Problem.

Kommentar von HermineEvans ,

Wow, das war enorm hilfreich; danke. 

Kommentar von KnusperPudding ,

Kein Problem. Bin froh, dass ich helfen konnte!

Antwort
von siggiiii, 9

Das mit den Jungtieren ist auch nur ein verbreiteter Irrtum man sollte nur Jungtiere nicht aus ihrem Nest entfernen.

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