Frage von Van7777, 52

Probleme bei Buchungssätzen?

Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage zu folgenden Geschäftsvorfällen, die man buchen soll: Vorweg: A = vorsteuerabzugsberichtiger Unternehmer!

1) Zur Bezahlung einer Reise nimmt A 500€ aus der Kasse.

Lautet der Buchungssatz: Privatentnahme 500€ an Bank 500€?

2) Ein Kunde von A sendet ein für 1000€ zzgl. 19% Umsatzsteuer erworbenes fehlerhaftes Erzeugnis zurück, A erstatt den Kaufbetrag per Überweisung.

Lautet hier der Buchungssatz: Umsatzerlöse 1190€ an Bank 1000 und Ust 190?

3) Am 30.7. kauft A die bisher gemieteten Geschäftsräume für 600.000€, wovon 20% auf das Grundstück entfallen. Die geschätzte Nutzungsdauer der Geschäftsräume beträgt 25 Jahre; die Bezahlung des Kaufpreises soll im nächsten Jahr erfolgen, wenn A eine Erbschaft erhält. Die Umsatzsteuer ist nicht zu berücksichtigen.

Hier weiß ich leider gar nicht weiter. Ich weiß zwar, dass man hier auch abschreiben muss (Grundstücke nicht)..

Vielen Dank im voraus!

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 14

Zu 1) Da bin ich als Azubi auch reingefallen. Aber wie Du jetzt auch. Man kann sich das nur so erklären, dass Aufgabenstellung versucht die Wirklichkeit zu treffen.

Die Lösungen gehen in so einem Fall davon aus, dass er alle ordnungsgemäßen Belege schon erstellt hat. Buche daher den Betrag gleich brutto für netto als Reisekosten.

In der Regel werden bei solchen Aufgaben die Reisekosten als km-Erstattung und Verpflegungsmehraufwendungen behandelt.

Was allerdings nicht stimmt: Bank. Er entnimmt bar aus der Kasse!

Zu 2) Jawohl! Der Umsatz wird hier tatsächlich rückgängig gemacht und das wird so zum Ausdruck gebracht. U'erlöse und USt an Bank

Zu 3) Korrekter Hinweis von Dir: Grund und Boden wird nicht abgeschrieben.

Ob Du folgendes wissen musst kann ich nicht einschätzen: Der Gesetzgeber schreibt für nach dem 31.12.1924 fertiggestellte NICHT im Betriebsvermögen befindliche Immobilien eine Abschreibung über 50 Jahre (also 2%) vor.

Für im Betriebsvermögen UND nicht zu Wohnzwecken genutzte Immobilien 3%. Allerdings bei tatsächlich kürzere Nutzungsdauer kann diese zu Grundlage genommen werden.

Die 12tel-Regelung gilt nicht für Gebäude.

Heißt also: Der Anteil Grund und Boden muss aus den Anschaffungskosten raus gerechnet werden. 20% v. 600.000 € = 120.000 €

Damit ist erst einmal zu buchen:

480.000 Gebäude
120.000 GruBo
an 600.000 Verb.

Verbindlichkeit, weil die Schuld nicht länger als 12 Monate bestehen soll.

Bemessung der AfA:

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 25 Jahre. Die sind kürzer als 33Jahre. Also 4%. Bei Gebäuden keine 12tel-Regelung!

19.200 AfA auf Gebäude
an Gebäude

Wenn er tatsächlich die Erbschaft erhält, dann macht er eine Privateinlage in das Betriebsvermögen und die folgende Zahlung. Überweist er den Betrag nicht direkt sind folgende Buchungen zu berücksichtigen:

600.000 Bank
an Privateinlage

600.000 Verb.
an Bank

Quelle für die Lösung findest Du im § 7(4) EStG.

Zur Lösung noch: Im Absatz 1 schreibt der Gesetzgeber die allgemeine Anwendung von AfA vor. Danach kommen die Ausnahmen vom Grundsatz. In den Ausnahmen muss der Gesetzgeber Stellung nehmen, wie weit die Abweichung von der Anwendung des Absatzes 1 geht.

Hier will er lediglich den Satz 5 entsprechend angewendet sehen. Deutlich macht er das durch die einleitenden Worte des des Abs. 4 'Bei Gebäuden sind abweichend von Absatz 1...'

Hoffe jetzt kannst Du die Fragen und deren Bearbeitung verstehen.

Viel Erfolg.

Antwort
von wurzlsepp668, 17

1) Privat an Kasse 500

2) Umsatzserlöse 1.000

    Umsatzsteuer 190   an Bank 1.190


3) Grundstück 120.000

    Gebäude 480.000  an Verbindlichkeiten 600.000

Abschreibung:

Abschreibungen Gebäude an Gebäude  8.000 (480.000 / 25 Jahre, dann 5/12)



Bei Erbschaft:

Verbindlichkeiten an Privateinlage 600.000



Antwort
von Laine17, 25

Ich würde sagen 1 BS Privat/Kassa 500€ beim 2ten BS weiß ich leider auch nicht weiter 3 BS würde ich zuerst von den 600 000€ die 20%abziehen und dann abschreiben und nur den halben Betrag da dieser es in der 2ten Jahreshälfte gekauft wurde. Aber ich weiß nicht ob man die Bezahlung auch sofort verbuchen muss.

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