Frage von ronipony, 89

Probleme bei Bodenarbeit mit Pferd?

Hallo erstmal, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Und zwar folgendes: ich habe eine Reitbeteiligung, und möchte dass wir viel Vertrauen zueinander haben und er mir hinterherläuft (bzw galoppiert). Das probier ich zur Zeit bei der Bodenarbeit. Nur das Problem ist, dass er entweder einfach stehenbleibt weil er keine Lust hat oder nur im Schritt läuft, wenn ich antraben will. Am Ende hat das mit dem Traben auch ein bisschen geklappt, aber auch nur weil ich eine Gerte genommen habe, und das ist ja nicht Sinn und Zweck der Sache. Außerdem weiß ich nicht wie ich es schaffen soll, dass er an der Hand (bzw hinterher) galoppiert, da sein Trab schon ziemlich schnell ist, und dann rennt er einfach nur anstatt zu galoppieren. Wie ich ihn heute von der Koppel holen wollte, ist er weggelaufen (im Schritt) weil er keine Lust hatte. Meine Freundin hat Join up vorgeschlagen, aber da bin ich eigentlich dagegen, da man das Pferd ja rumscheuchen muss..

Also wie schaffe ich es, dass er mir freiwillig hinterherläuft, motiviert ist und am Boden galoppiert anstatt einfach nur im Renntrab zu folgen (wenn ich soweit überhaupt komme, weiß das nur weil ich ja eine Gerte benutzt habe) Mir ist klar, dass man sich vertrauen muss, aber wie schaffe ich das? Hab ihn inzwischen ca. ein halbes Jahr

Hoffentlich habt ihr ein paar Tipps für mich 😉 Liebe Grüße

Expertenantwort
von MissDeathMetal, Community-Experte für Pferde, 67

also a) sind Vertrauen und hinterherlaufen absolut nicht gleichzusetzen und b) ist ein halbes Jahr gar nichts was die Beziehung mit einem Pferd angeht. Nach cirka einem Jahr kann man ungefähr sagen, man kennt sich soweit gut. Vertrauen muss wachsen, über Jahre hinweg. Und es wächst in kleinen "Klickmomenten", die für uns Menschen oftmals völlig ungeplant und überraschend kommen. 

Hinterherlaufen kann man mit Leckerlis provozieren. Ausreichend reinstopfen und das Pferd trottelt hinterher. Bringt man an der Longe oder beim laufenlassen noch stimmkommandos zum angaloppieren usw bei, so kann man auch das frei abrufen. Das ist aber eine Dressur und nicht zu vergleichen mit Vertrauen. 

Von Join up lasst ihr mal besser die Finger, das ist nur für bestimmte Pferde gedacht und auch nur für Leute, die das draufhaben und sehr erfahren sind. Das sind feine Gradwanderungen, die man erkennen muss, das können die wenigsten. Zudem braucht man das bei gewöhnlichen "hauspferden" nicht. 

Und wie gesagt, vertrauen muss wachsen und es wächst sehr langsam. Und nicht jede Person ist vertrauenswürdig, das entscheidet allein das Pferd. alles was du tun kannst ist dich nach bestem Gewissen verhalten, auf ihn achten und dir auch Respekt verschaffen. Wenn er dich vertrauenswürdig findet, dann wird er das mit der Zeit auch zeigen. Aber unter einem Jahr wirst du da keine allzu großen Erfolge verzeichnen können. Zudem entstehen diese entscheidenden Momente nicht beim Training, sondern in den "nebensächlichen" Phasen. Dann, wenn wir es nicht erwarten. Und zwar in kleinen Schritten. 

Verhalte dich korrekt, dann wird das vertrauen evtl kommen. Das hinterherlaufenlassen kann man gezielt trainieren

Kommentar von Boxerfrau ,

Danke danke danke.... 😀

Kommentar von Heklamari ,

Hab mehr Geduld!!!

Was du in filmen siehst, ist das hundertfach geübte optimum, das nur wenige pferde je erreichen.

Und du kennst die Tricks nicht, die u sichtbar dahinter stehen

Freud dich, wenn er trabt. Variiere dabei das Tempo

Und habe

Geduld

In drei Jahren seid ihr etwas weiter, aber ob er je hinter dir galoppieren kann, wer Weiß...

Antwort
von Boxerfrau, 57

Join up ist Schwachsinn. Du musst erreichen das dir das Pferd gerne Folgt. Und nicht weil du es im Kreis herum jagst oder es mit der Gerte zwingst. Außerdem fängt man Nicht im Trab oder Galopp an, sondern im Schritt. Vielleicht solltest du dich noch mal genauer mit dem Thema Freiheitsdressur beschäftigen. Dazu gibt es etwa 10000 Internetseiten und genau so viele Videos, in denen sich auch ernsthafte Trainer dazu äußern und tipps geben.. ansonsten besuche am besten einen Kurs oder bestell dir einen Trainer. Der dir das ganze mal erklärt..

Antwort
von Boxerfrau, 53

Und das Vertrauen eines Pferdes hat man noch lange nicht, nur weil es einem mal auf dem Platz nach läuft. Das hat mit Vertrauen nix zu tun... Das erreicht jeder Horst, wenn er dem Pferd nur oft genug ein Leckerli einflößt. Vertrauen muss sich entwickeln. Das erreicht man nur wenn man ständig mit dem Pferd arbeitet. Und das in allen Lebenslagen als verlässlich beweißt..

Antwort
von teddy1202, 62

Wenn ich es richtig versteht, dann willst du eine Vertrauensbasis schaffen.

Das erfordert Zeit und deine Frust-Latte musst du ziemlich hoch legen.

Verbring einfach Zeit mit/bei/neben ihm, aber ignoriere ihn. Nimm ´nen Apfel mit oder 2, beiß rein, wenn er neugierig kommt, stups ihn weg. Nicht ruppig, sondern nur so wegschuppsen. Und puste in die Nüstern - wenn er dich lässt

Kommentar von GreysCT ,

Bei Teil 1 geh ich mit dir mit - aber was soll es denn bringen, wenn ich dem Pferd vor seiner Nase nen Apfel wegesse?

Kommentar von teddy1202 ,

Meine Güte es kann auch eine Karotte, ein Kohlrabi oder sonst was sein. Sei spannend, mach ihn neugierig und sei sensibel.

Kommentar von GreysCT ,

Und wenn ich nu Spaghetti mit Vanillesoße esse und das Pferd kommt um zu schauen was ich da mache, 'bestrafe' ich es also mit Abweisung dafür?

Kommentar von Boxerfrau ,

Nix das ganze hat nämlich nix mit vertrauen zu tun

Kommentar von Boxerfrau ,

Ja genau puste in die Nüstern und Schuppse es weg. Und stopf es mit Leckerlis zu.. So erzieht man Pferde und bekommt man Vertrauen..😂😂😂😂 ich lache mit tot. Du hast doch keine Ahnung. Wo steht das in der Wendy, Lissy oder wie heißt das Heute

Kommentar von Boxerfrau ,

Vertrauen erarbeitet man sich und bekommt es nicht wenn man dem Pferd den Apfel vor der Nase weg isst. Oder mit Futter lockt.. Außerdem hat das ganze Null mit einem Hauch von vertrauen zu tun.. Das ist Nonsense..

Kommentar von VanyVeggie ,

Frust-Latte? Alleine in dem Glauben zu sein, dass die Arbeit mit Pferden faktisch eine Frust-Latte beinhält ist sind keine guten Voraussetzungen. 

Was bringt es denn vor dem Pferd einen Apfel zu essen und es dann wegzuschubsen oder in die Nüstern zu blasen? Dabei entsteht doch kein Vertrauen. Ganz im Gegenteil. Ich sehe hier Probleme die dadurch entstehen könnten, die nicht sein müssen. 

Tut mir leid, aber ich kann dir da auch nicht zustimmen. 

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 54

Nimm 's mir nicht übel, du hast einen Vogel.

Kommentar von teddy1202 ,

Nö, ne Katze

Kommentar von Boxerfrau ,

nein zu viel Ostwind gesehen

Kommentar von pferdefreund12 ,

bist du eigentlich behindert?! @dahika

Kommentar von teddy1202 ,

Keine Ahnung, was mein Rollstuhl mit dieser Frage zu tun hat!

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