Frage von Wissen321741, 50

Problem:((Asperger, Schule?

Also: Ich verstehe so einiges was ich höre (manchmal auch sehe) falsch, also nicht akustisch sondern vom Sinn her (also z.B. Lehrer denkt es gäbe nur eine Möglichkeit seine Frage zu interpretieren, aber es gibt mehr:(), an sich kein Problem, aber ich weiß in der Schule manchmal gar nicht was der Lehrer meint, und wenn ich ja dann die richtige Antwort höre denke ich mir: "Achso, so war das gemeint! Man, die Antwort weiß ich doch". Daher wirkt sich das auch negativ auf die Note auf:(. Außerdem denken die Lehrer das ich manchmal kurz aus dem Thema raus bin, aber total schnell wieder reinkomme, aber das stimmt nicht, also verstehe ich sie falsh und sie mich:(. Ich habe den Verdacht das ich Asperger habe, und habe mich etwas schlaugelesen, wenn bei mir Asperger diagnostiziert wird, will kaum noch jemand mein Freund sein, alle denken ich sei behindert und vielleicht brauche ich ein Schulbegleiter, deswegen lasse ich mich nicht testen, und nachfragen kann ich ja auch nicht immer, kennt wer irgendeine Möglichkeit, das ich alles was der Lehrer sagt richtig zu interpretieren? Bitte helft mir!

Antwort
von NordischeWolke, 32

Keine Angst, das gibt jede Menge asperger die ein normales leben führen. Ich kenne gleich 2 . lass mal eine Diagnostik machen. Wenn es so ist weißt du was los ist. Und du musst es doch keinem sagen. Behalt es für dich ganz einfach. deine Lehrer dürfen das auch gar nicht so vor der Klasse ausbreiten. Und einen schulbegleiter bekommt nicht jeder mit asperger :D das wäre viel zu teuer. Aber wenn deine lehrer bescheid wissen, und du auch kann sich das positiv auf deine Noten und den Schulalltag auswirken. Nicht gleich den Teufel an die wand malen. Die beiden asperger  die ich kenne sind wie gesagt "normal" der eine hat ben job und 2 Söhne, und der andere macht gerade seine Fachhochschule nach. Klar sind sie manchmal anders aber trotzdem keine "behindis" 

Nur Mut es wird dir helfen !

Antwort
von kiniro, 12

Wenn du ganz sicher gehen willst, lass dir doch einen Termin bei einen KJP für Autismus geben. Ganz wichtig! Feldwaldwiesen-KJP können das nämlich nicht diagnostizieren.

Sollte das der Fall sein, hast du die Bestätigung, dass du von Geburt an behindert bist.

Ob du es deinen "Freunden" sagst oder nicht - deine Sache.
Allerdings kannst du dann eher feststellen, wer wirklich deine Freunde sind.
Schließlich bist du auch MIT Diagnose kein anderer Mensch.

Den Schulbegleiter (der übrigens gerade für Asperger schwer zu bekommen ist) gibt es nur auf Antrag.
Wird kein Antrag gestellt, gibt es auch keinen Schulbegleiter.

Was das "richtig interpretieren" anbelangt: Da gibt es kein Patentrezept. Du könntest aber mit dem Lehrer reden und sagen, dass du damit ein Problem hast.
Es interpretieren auch Menschen ohne ASS manchmal etwas falsch bzw. anders, als der Sprecher meint.

Antwort
von Marc8chick, 9

Du hast so etwas ja schonmal gefragt. Ich habe mir sein Profil schon einmal angeguckt und würde sagen du hast wahrscheinlich austismus. Wenn dich manchmal laute Geräusche (quietschende kreide)  oder bestimmtes Licht (sonnenlicht, neonlicht) stören oder du Wärme oder kälteempfindlich bist wäre die Sache ziemlich eindeutig. Eine Diagnose kann in keinem Fall schaden, da du selbst entscheidest wen du informierst und ob du Hilfe haben willst und wenn ja welche (außerdem kann der Psychologe das auch ohne offizielle Diagnose sehen und die helfen ohne dass es irgendwo verzeichnet ist, dass du autist bist). Ich glaube deinen Eltern würde es sehr helfen (und dir auch, da sie bei manchen Sachen verstehen dass sie es dir nicht abgewöhnen können/sollen), auch deinen Lehrern hilft es möglicherweise. Das mit dem richtigen interpretieren solltest du eher mit einem Psychologen der auf asperger/Autismus fokusssiert ist besprechen.

Ps: bei dem Umgang mit anderen kann es helfen sich einfach einiges anzuschauen und so, falls du da Probleme hast erläutere ich das gerne genauer.

Antwort
von Ostsee1982, 19

Begriffsstutzigkeit ist nicht DAS Symptom das für Asperger spricht. Einen Verdacht kann man schnell haben aber das hat nichts mit der Realität zu tun. Wäre das bei dir so ausgeprägt, dass du einen Schulbegleiter brauchst wäre das längst aufgefallen. Warum du dann keine Freunde mehr hättest, ist mir auch unklar.

Antwort
von einfachichseinn, 19

Wieso sollten deine Freunde dann nicht mehr deine Freunde sein?

Du veränderst dich dich durch die Diagnose nicht.

Wenn man es so sehen will, wärst du ja jetzt schon behindert, denn Asperger hast du nicht erst dann, wenn du die Diagnose bekommst...

Du solltest einfach mal das Gespräch mit deinen Lehrern suchen und das klären.

Antwort
von SunKing33, 12

Hallo,

Wenn Dir der Lehrer eine Frage stellt, dann sage ihm zunächst, wie Du die Frage verstehst. Wenn der Lehrer etwas anderes meinte, wird er Dir seine Sicht nochmal erklären. Sagt er nichts, nickt er Dir zu oder so, wartet er offenbar auf Deine Antwort. Und dann sagst Du ihm, was Du denkst und weißt.

Wenn Du Dich traust, gehe zu Deinem Lehrer und berichte ihm davon, dass Du oft seine Fragen anders verstehst. Kündige ihm an, dass Du Deine Sicht auf seine Frage wiederholen wirst. Er wird gut finden, dass Du Dir für das Problem selbst eine Lösung ausgedacht hast und das mit Dir ausprobieren.

Antwort
von OnkelSchorsch, 25

Zuerst einmal: Hast du einen Asperger-Selbsttest gemacht?

Schau mal: https://www.psychotherapiepraxis.at/surveys/test\_asperger.phtml

Erst dann kann man sinnvoll weiterreden.

Kommentar von Wissen321741 ,

ja, schon mehrere male, das Ergebnis war das ich hab

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Naja, eher, dass es möglich ist, dass so etwas bei dir vorliegen könnte. Es wäre nun eine sinnvolle Sache, das mit deinem Hausarzt zu besprechen oder  auch zu einem Fachmann zu gehen.

Hilfreich sind auch Selbsthilfegruppen, gerne auch online. Die meisten Aspies, die ich kenne, kommen ganz gut im Leben klar. Sie nutzen ihre Eigentümlichkeiten, um ihr Leben aktiv zu gestalten.

Kommentar von Ostsee1982 ,

Diese Tests sind ja ganz nett aber grenzen keine anderen möglichen Erkrankungen ab und befragt das wichtigste - nämlich das Verhalten in den ersten 5 Lebensjahren - nicht. Nicht umsonst sollten bei solchen Tests Eltern, Betreuer etc. mit dabei sein.

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