Frage von lilizzle, 68

problem/angsthund?

Hallo alle zusammen,

wie man dem Titel entnehmen kann geht es hier um meinen Hund, die Kleine ist fast 3 Jahre alt und ein Schäferhundmischling ( sie ist nicht sonderlich groß - wiegt 16 kg aber hat einen extrem sportlichen Körperbau).

Wir haben sie damals von einer Privatperson adoptiert als sie ca 10 Wochen alt war. Inzwischen habe ich daraus gelernt ( war damals grade 16 geworden und wollte unbedingt einen Hund) da sie vermutlich weder mit ihrer Mutter aufgewachsen ist noch sonst etwas von der Welt gesehen hat. Logischerweise hat sie von Anfang an Probleme gehabt, hatte Angst an Straßen, wenn ein Fremder sie anfassen wollte, hat 1 Jahr gebraucht bis sie richtig stubenrein war und hat auch sofort gepinkelt sobald man aus dem Zimmer ist ( vermutlich Trennungsangst).

Aus all dem hat sich dann Angstbellen entwickelt, sie bellt Menschen an, Fahrrad fahrer, Jogger, alles eben das ihr in den Weg kommt, seit neuestem auch Hunde. Meine Eltern hatten damals eben keine Lust mit mir und ihr in die Hundeschule zu gehen obwohl ich 1000 mal darum gebeten habe und heute ist das immernoch so. Jetzt haben mein kleiner Bruder und ich die letzten Winterferien genutzt gehabt und waren jeden Tag 2-3 Stunden bei uns im Wald unterwegs, wo sie jedes mal Sitz machen durfte wenn Menschen oder ein Hund etc. vorbeikamen und dann wurde es auch immer besser - kaum wer wurde mehr angebellt und man konnte schön mit ihr Gassi gehen. Seit einigen Wochen ist es jetzt so das sie tatsächich über Nacht wieder mit allem angefangen hat, sie bellt, sie zieht, es ist schrecklich und ich bin mit meinem Nerven am Ende.

Auf Leckerchen etc hört sie draußen nicht, man kann ihre Konzentration meistens nur für eine Sekunde einfordern..

Im Allgemeinen ist meine Frage einfach : Hat jemand gute Tipps? Erfahrung mit solchen Hunden? GIbt es gute Bücher die ihr mir empfehlen könnt?

Über jeglichen Tipp bin ich dankbar, da ich sie wirklich mehr als alles in meinem Leben liebe und es glaube ich nie verkraften könnte wenn ich sie eines Tages dann vielleicht doch abgeben müsste, schließlich gefährdet das auch andere Leute.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 28

Ich würde mit ihr mit dem Futterbeutel arbeiten. Das fördert die Bindung und Du bekommst wahrscheinlich wieder mehr Einfluß auf die Maus.

Am besten wäre es natürlich mit einem guten Hundetrainer, aber wenn ich Deinen Text richtig verstehe, hängt das von dem Willen Deiner Eltern ab, und da scheint es damit nicht weit her zu sein.

Schau mal die Folge 2 der neuen Hundeprofi-Staffel. Da ist die Arbeit mit dem Futterbeutel sehr gut erklärt:

http://www.tvnow.de/vox/der-hundeprofi/list/staffel-9

(Wichtig ist dabei, daß der Hund sein Fressen ausschließlich aus dem Dummy bekommt, kein Futter aus dem Napf und keine Leckerlis nebenher.)


Antwort
von oki11, 26

Hallo Lilizzle,

dass Problem ist nicht der Hund sondern leider DU :-(

Dein Hund hat nicht gelernt sich auf Dich zu verlassen und genau aus diesem Grund macht er nun das was Du hier beschreibst.

Er bekämpft seine Ängste mit bellen und glaubt nur so aus dieser Situation zu kommen.

Jetzt heißt es konsequent handeln und das schnell.

Sicher kann auch ich jetzt schreiben, ab zum Hundetrainer, denn der kann nun gezielt mit Dir besprechen wie Du vorgehen musst.

Du darfst auch wenn Du mit dem Hund unterwegs bist nicht Einheiten von 2-3 Stunden machen, sondern lieber am Tag verteilt mehrere kleinere Einheiten.

So und nun zum Problem.

Dein Hund muss lernen, dass er sich auf DICH verlassen kann.

Wenn also ein Rad, ein Hund, ein Mensch in Eure Richtung kommt, dann musst Du zwischen dem Hund und der "Gefahr" sein und konsequent an dieser Situation vorbei.

Kein Gezerre an der Leine und BITTE keine ständiges Gerede mit Deinem Hund.

Er wird mit Sicherheit einige Male bellen, aber nach "wenigen" Situationen wirst Du feststellen, dass es weniger wird.

Wenn Dein Hund bellt, nichts sagen und auch nicht schimpfen, sondern einfach weiter, wenn er sich ruhig verhält, dann loben, schmusen, Leckerli, Bällchen ( was auch immer ) und das immer dann, wenn er ruhig ist.

Du musst auch Situationen spielen, soll bedeuten:

Wenn Du andere Hundebesitzer kennst, dann übe mit denen diese Situation, so dass Dein Hund sich fallen lassen kann ...... Du musst für Deinen Hund die ganze Welt sein.

Ich wünsch Euch viel Glück und viel Erfolg und bitte nicht verzweifeln, es wird länger dauern.

Antwort
von uwe4830, 21

Hi,

du hast keinen Problemhund, das Verhalten ist hausgemacht. Deine Haltung, Körpersprache wird zu deinem Problem beitragen. Sei entspannt, wenn dir ein anderer Hund usw. entgegenkommt, spanne die Leine und die Leinenführhand nicht an, un vor allem rede in so einer Situation nicht auf den Hund ein, ja genau das " Reden" bewirkt das Gegenteil von Entspannung,denn wenn dein Hund schon bellt, hört er deine Stimme und denkt er würde alles richtig machen. Lass ihn auch nicht sitzen, gehe aufrecht, selbstbewusst an deinem Gegenüber wort und grußlos vorbei, egal was man von dir denkt, so bekommst du das Problem in den Griff. Wenn du ihm das Kommando Sitz gibst er sich setzt und ca. nach 5 oder 10 Sekunden wieder aufsteht, drückst du ihm ohne Worte den Po runter = Korrektur bis es  funktioniert, und du das Kommando auflöst.

Uwe4830

Antwort
von Jessii1606, 16

Wenn sie sich mit Leckerlies bestechen lässt ist das natürlich eine super Trainingsmaßnahme.

Würde allerdings eine Hundeschule empfehlen, da brauchst du deine Eltern ja eigentlich nicht dazu oder?

Antwort
von Lissichen, 16

Du kannst einfach mit deinem Hund mehr kuscheln und reden...
Klingt komisch aber das hilft...
War/ist bei unserem Hund auch so gewesen.

Antwort
von MaggieundSue, 31

Da hilft nur ein guter Hundetrainer. Dieser muss den Hund live sehen und kann dir so helfen. Anders wird es nicht gehen.

Antwort
von Emmakili, 22

Hatte selbst einen angsthund...prägungsphase hatte sie nicht, wurde 2,5jahre misshandeltmisshandelt, zigaretten drauf ausgedrückt, geschlagen, in einer nix gehalten. Sie kannte nichts..dein Verlauf hört sich an als wäre nicht viel an Erziehung passiert..schau dich um ob es bei euch einen guten hundetrainingsverein gibt...geh nicht zu einzelnen hundetrainern..habe oft die Erfahrung gemacht dass es die Situation eher verschlimmert..mit xbeliebigen ach so tollen erzirhungsmethoden...im Verein hast du Gemeinschaft..kannst dich austauschen...mit viel Geduld, konsequenter Erziehung wird das schon..

Antwort
von nettermensch, 21

angsthunde sind sehr schwer zu erziehen, da braucht man Erfahrung, deziplin, durchhalte vermögen und super viel geduld.

ihr wart schon auf dem mrichtigen weg. es wurde sein verhalten immer beser, und dann habt ihr bestimmt nicht konsequent weiter gemacht. oder

Antwort
von Euphresia, 8

Buch: Das Alpha Projekt - Nonverbale Hundeerziehung und Problemverhalten www.perfectdogs.dee Dieses Buch hat mein ganzes Wissen um Hunde auf den Kopf gestellt. Seit dem ich "neu programmiert" bin, hündisch gelernt habe ist meine Hündin vollkommen relext.

Antwort
von CountDracula, 22

Hallo,

ihr solltet einen Hundetrainer zu Rate ziehen. Einfach mal im Tierheim oder einem Hundeverein nachfragen.

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