Frage von mirjam001, 82

Problem mit Reitbeteiligung beim Spazieren?

Hey, ich hab seit kurzem eine neue Reitbeteiligung, die ich jedoch erst ein paar mal richtig geritten bin, da sie danach aufgrund einer Verletzung bis jetzt nur Schritt gehen darf. Allgemein ist er ein relativ "mächtiges" Pferd und testet auch. Bei uns hat es aber von Anfang an super geklappt und ich war auch schon einmal mit ihm spazieren mit Trense, weil die Besitzerin meinte er sei sonst zu wild. Aber er war da super lieb und wir haben bisschen Bodenarbeit dabei gemacht und ich war echt begeistert.

Jetzt waren wir aber gestern spazieren und es waren 2 Reiter dabei, wovon eine ihr Pferd garnicht unter Kontrolle hatte. Meine Reitbeteiligung hat dann natürlich auch angefangen zu spinnen und bisschen blöd zu tun. Deswegen bin ich dann früher abgebogen und da wurde es dann erst richtig schlimm. Er hat die ganze Zeit nur gewiehert und ist neben mir mit seinen 700kg in der Luft rumgesprungen, dass ich echt Angst hatte und der Heimweg echt nicht ohne war auch mit den ganzen Traktoren die unterwegs waren. Am Ende nahe vom Hof hatte ich ihn dann eigentlich wieder gut unter Kontrolle, aber es war nicht so entspannt wie letztes Mal.

Jetzt wollte ich fragen wie man sowas abtrainieren kann oder was mann in so einer Situation machen kann das das Pferd nicht nebem einem 1m in der Luft hängt. Die Besi geht mit ihm nicht spazieren, sondern nur ausreiten weil sie nicht viel Zeit für ihn hat. Oder was ich machen kann das das nicht mehr passiert wenn ich zu Fuß unterwegs bin. Säß ich drauf wäre es eigentlich kein Problem.

Also danke schonmal für eure Tipps:)

LG Mirjam

Antwort
von VanyVeggie, 15

Hallo, 

ich denke das lag an dir. Du hast gesehen wie das Mädel ihr Pferd nicht unter Kontrolle hatte und hast dir dann auch so deine Gedanken gemacht. Deine Angst wurde später schlimmer, das Theater deiner RB somit auch. Deine Angst überträgt sich auf´s Pferd. Als Fluchttier braucht ein Pferd eine zuverlässige Bezugsperson, die Sicherheit vermittelt. Indem Fall traf das eben nicht ein und als die Pferdekumpels dann weg waren, wuchs die Angst. 

Ihr solltet noch etwas auf dem Platz oder in der Halle per Bodenarbeit an eurem Vertrauen arbeiten. Vorher nicht ins Gelände gehen, das wäre zu gefährlich. 

Sollte es nochmal Probleme geben, dann wende dich an die Besitzerin. Es kommt nicht gut, wenn man Fremde im Internet nach Tipps fragt, die man dann an einem fremden Pferd anwendet. Viele Besitzer fühlen sich dann auch gekränkt, weil man nicht gleich zu ihnen gekommen ist. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Antwort
von sukueh, 26

Ich schließe mich Beglos Meinung an und empfinde einen Besitzer, der einer RB ein Pferd zum Spazieren gehen überlässt mit dem Hinweis, dass sie die Trense benutzen sollte, weil er sonst zu "wild" ist, sehr verantwortungslos !

Wie du gemerkt hast, ist er ja auch mit Trense dann nicht ohne und du hattest Glück, dass der Spaziergang noch mal gut gegangen ist.

Ich frage mich, ob du wirklich die Erziehungsarbeit für ein derart ungezogenes / panisches Pferd leisten sollst ? Und vor allen Dingen, wie man das machen soll, wenn man ja eigentlich gar keinen Plan hat (sonst müsstest du ja nicht im Internet nachfragen).

Erziehung ist meiner Meinung nach etwas, was man "können" muss, weil man ja sehr schnell und situationsbezogen reagieren muss. Muss man grundsätzlich erstmal im Internet nachfragen, bekommt man zwar vielleicht den einen oder anderen hilfreichen Ratschlag, ist aber nicht in der Lage, diesen "situationsgerecht" einzusetzen. Heißt - du bist mit der Anwendung des Ratschlags entweder zu früh oder zu spät - und schon funktioniert der an sich gute Ratschlag nicht mehr.

Das ganze kann dann sogar dazu führen, dass der Zustand immer schlimmer statt besser wird.

Am besten wäre es, du könntest vielleicht gemeinsam mit der Besitzerin an diesem Verhalten arbeiten, damit das Pferd auch definitiv lernt, dass dieses Verhalten unangebracht ist. Gerade bei Pferden, die sich leicht anstecken lassen oder grundsätzlich nicht besonders ruhig und gelassen sind, würde ich persönlich für extrem wichtig halten, dass JEDE Person, die mit ihm Umgang hat, gleichermaßen Konsequent ist.

Es verwirrt das arme Pferd ja nur noch mehr, wenn es weiß, bei dem einen darf ich, bei dem anderen nicht....

Antwort
von beglo1705, 29

Kann man abtrainieren,bzw. erziehen, das ist richtig. Schwierig aber in deiner Situation, da das Pferd zum einen weiß: ich bin stärker (hat es sicher getestet, sonst würde der Besitzer nicht zum Zaumzeug beim Führen raten), und zum anderen: das Pferd hat auf die kurze Zeit noch gar kein Vertrauen aufgebaut.

Was mich eher stört an der Sache, dass auch der Besitzer das Pferd nicht im Griff hat. Das "umrennen"  und Bocken/Buckeln an der Hand ist ein ganz grober Erziehungsfehler, da stellt sich mir die Frage ob das Pferd jemals Erziehung genossen hat und ob es Vertrauen in seinen Besitzer hat.

Das ist eine ganz gefährliche Situation, in die dich das Pferd gebracht hat. 

Alleine wirst du das nicht in den Griff bekommen, da müsste erst mal der/die Besitzer/in durchgreifen, an der Basis zwischen Mensch und Tier arbeiten und erziehen, sonst wird das nix, wenn das Pferd zwei verschiedene Instruktionen erhält.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde & Pony, 15

Hier ist ein guter Trainer für Erziehung und Bodenarbeit nötig, der mind 2~3mal die Woche mit Pferd, Besi und dir arbeitet: vor Ort! Sonst wird es kritisch!

Antwort
von Murmel99, 9

Viel üben anderes geht es nicht. Mein 8 jähriger trainiert das auch gerade mit mir und er wird wirklich zum rodeopferd. Egal ob ich ihn führe oder reite. Ich nehme dazu ein Steigergebiss. Einfach wegen der Sicherheit. Ich weiß allerdings auch damit umzugehen. Ich finde generell, dass mein Pferd dadurch schon ein wenig ruhiger und entspannter wird wenn er es drin hat. Ich muss es auch so gut wie nie benutzen. Damit trainiere ich momentan und wenn das gut klappt steigen wir auf Trense um und danach auf halfter mit Longe. Ich würde die generell empfehlen, wenn du ihn weiter hin mit Trense führst eins longierbrille und longe mitzunehmen, dass wenn er mal zu wild wird, du ihn besser halten kannst und ihn mal einen größeren Kreis laufen lassen kannst. Die longierbrille auch einfach nur, dass nicht nur 1 Trensenring belastet wird.

LG

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