Frage von BrotAusDerDose, 48

Problem mit meiner mutter oder mit mir selbst?

Hallo. Ich bin 19 und stehe gerade kurz davor meine beziehung zu meiner mutter vollständig zu beenden. Ich habe ein sehr zweigeteiltes verhältnis zu meiner mutter. Auf der einen Seite steht eine lange Liste von Dinge, die sie mir in der Jugend ermöglicht hat und die sie für mich getan hat. Ich hatte meine Kindheit über immer ein eigenes Zimmer, sie hat bei Konflikten mit Fremden Personen nie Angst gehabt mit diesen für uns zu streiten, sie hat sich immer meine Probleme angehört und sich viele Gedanken um mich gemacht, sie hat es mir möglich gemacht an zwei Schüleraustauschen teilzunehmen, mir stets geholfen, mir den Führerschein möglich gemacht, mir einen Hund gekauft, den ich unbedingt wollte, hilft mir mein Studium zu finanzieren. Das sind alles Dinge, die vermutlich die Leistung der meisten Mütter weit übertreffen. auf der anderen Seite sehe ich zu jedem dieser Punkte aber auch viele emotional sehr belastende Verhaltensweisen meiner Mutter. Wenn sie mir geholfen hat, zum Beispiel für die Schule, war dieses Zusammensiten immer von einer Menge Anschreien (weil ich etwas cht direkt verstanden habe beim Erklären) begleitet, die Schüleraustausche waren eine Alternative zu Klassenfahrten, die ich abgesehen von zwei nie mitmachen durfte, da meine Mutter mich immer davor beschützen wollte zu viel mit Gleichaltrigen abzuhängen, meine Mutter hat immer großen Wert darauf gelegt dass wir nicht mit zu vielen Menschen befreundet sind, abwr gut in der Schule sind. Obwohl mir klar ist, dass sie so viel geleistet hat für mich, und mich mit all meinen Launen oft hingenommen hat und immer Gespräche geführt hat mit uns, empfinde ich mittlerweile keine Liebe mehr für sie. Sie hat lange Zeit nicht mehr gearbeitet, weil sie für uns da sein wollte, ist aber eine hochintelligente Frau, die sich nach einer Weile extrem unterfordert und minderwertig fühlte. Sie begann eine Esstörung zu bekommen und nahm sehr stark zu und es wurde immer schwieriger in Streitgesprächen sachlich mit ihr zu bleiben. Selbst kleine Sachen eskalieren seit Jahren immer in Streiterein, die mich emotional auch noch Wochen später sehr belasten, mir Selbstzweifel einpflanzen, ich bekam ebenfalls Ein gestörtes Essverhalten und fing an ihr Streitvergalten bei Konflikten mit anderen Menschen zu übernhemen, sodass mich andere oft für gestört hielten. Ständig analysiere ich mein eigenes Verhalten und bin süchtig nach Anerkennung, nach Liebe. Ich kann meine Mutter nicht mal mehr umarmen, geschweige denn ihr sagen, dass ich sie lieb hätte. Jetzt bin ich ausgezogen und fühle mich ständig in ihrer Schuld, weil sie mir so viel finanziert. Letzte Woche hatte ich ein riesiges Streittelefonat mit ihr, wo es um Unterhalt ging, dass ich derzeit versuche bei meinem leiblichen Vater , der freiwillig nicht zahlt, einzuklagen. Sie nannte michunfähig, schrie mich an und sagte vieles schlimmes und ich habe aufgelegt. Solche Telefonate begleiten mich noch. Wochen und ich kann einfach nicht mehr. Was soll ich nur tun?

Antwort
von uknownyeahh, 26

Versuch deine Mutter all das was du hier geschrieben hast mal zu erklären. Die Mutter komplett aus dem Leben zu schneiden ist fast unmöglich, dafür ist die Bindung bei jedem zu stark.

Du stehst nicht in ihrer Schuld. Sie hat aus freien Stücken dir die genannten Sachen organisiert und diese sogar mit Hintergedanken ausgeführt. Du bist vollkommen frei und bist ihr nichts schuldig

Kommentar von BrotAusDerDose ,

Wie meinst du das, sie hat diese Sachen mit. Hintergedanken ausgeführt?

Kommentar von uknownyeahh ,

na, sie hat dir die Auslandsreisen finanziert und ermöglicht damit du nicht mit auf Klassenfahrt fährst und nicht mit gleichaltrigen abhängst. hast du selbst geschrieben.

Kommentar von BrotAusDerDose ,

Okay, danke für deinen Beitrag. Mein Problem ist, dass ich all diese Gedanken schon meiner Mutter gegenüber geschildert habe. Sie möchte aber nicht, dass ich so mit ihr rede und dass ich sie kritisiere vor allem. Meine Mutter sieht nur die Dinge, die sie für mich tut, aber nicht dass was sie durch ihre Streitsucht und Cholerik von mir nimmt. Nämlich das Gefühl von Verbundenheit und Verständnis. Und die Fähigkeit sie lieb zu haben und durch die Selbstzweifel, die aus den Streitereien entstehen auch meine Fähigkeit mich selbst lieb zu haben. Verstehst du wie ich das meine...? Gibt es denn noch irgendwas das ich anderes tun kann?

Kommentar von uknownyeahh ,

wenn sie dir so krass schlecht tut, ist es wohl das einzig richtige wirklich den Kontakt abzubrechen. Sonst machst du dich selbst früher oder später kaputt.

Kommentar von KaeteK ,

Das ist kein guter Rat. 

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