Frage von Ekiddo, 85

Problem mit Kater, was tun?

Mein 2 Jahre alter Maine Coon Kater Balu lässt sich nur selten kämmen, was eigentlich bei dieser Rasse sehr wichtig ist, da das Fell schnell verfilzt. Außerdem lässt er sich überhaupt nicht hochheben. Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich es erreichen kann, das Balu sich kämmen und vielleicht sogar hochheben lässt? Vielen Dank, Michelle 😊

Antwort
von Rockige, 39

Stückweise....

Unser Maine Coon Kater mag es auch nicht unbedingt gekämmt zu werden (man kann den Brocken aber problemlos auf den Arm nehmen). Kommt eben immer darauf an wo genau und wie müde er grade ist. Deshalb nutze ich gerne seine Relax-Phasen aus um ihm mit dem Kamm oder der Schere an das Fell zu gehen. Ja, bei ihm muss ich bestimmte Partien (Kragen und Unterbauch/ Schritt/ Po) so gut es geht stutzen da er sich sonst garnicht putzen kann. Zusätzlich ist er etwas putzfaul.

Ich nutze wie gesagt seine Ruhephasen aus. Und/ oder wenn er kuschelwütig ist und sich an einen ranschmeißt während man auf dem Sofa sitzt. Und dann wird gekämmt bzw. geschnipselt so lange er es halbwegs zulässt und nicht sofort wegläuft. Auch wenns mal nur eine dicke Strähne ist, aber Schritt für Schritt kommt man auch zum Erfolg.

Unsere Maine Coon Dame hasst es hochgenommen zu werden und zappelt umgehend (mit Kralleneinsatz). Sie lässt sich auch ungerne kämmen oder mit der Schere ans Fell. Sie zu überlisten ist wesentlich schwieriger als bei unserem Kater. Zum Glück pflegt sie ihr Fell dermaßen gut das ich in den 5 Jahren ihres Lebens nur 4 Mal Miniverfilzungen entfernen musste.

Expertenantwort
von Negreira, Community-Experte für Katze, 28

Meine letzte Jungkatze ist jetzt 11. Die habe ich niemals auf den Arm nehmen können, das muß man einfach akzeptieren. Alles geht nur mit Geduld und manchmal eben gar nicht. Dein Kater muß wissen, daß er bei Dir sicher ist. Das hat er eben noch nicht verstanden, deshalb gib ihm Zeit.

Versuch mal am Anfang, ihn mit einem leicht feuchten Fensterleder abzuputzen, immer vom Kopf zum Schwanz. Das soll der Zunge der Katzenmutter entsprechen und wird von den meisten Katzen sehr gern gemocht. Dann kannst Du eine Bürste einsetzen, nicht auf der Haut kratzen, und wenn er nicht mag, mußt Du einfach aufhören. Hält er still, ihn loben und belohnen. Die Haut einer Katze ist sehr empfindlich, deshalb rate ich Dir vom Herumschnipseln ab. Da hast Du schneller in die Haut geschnitten, als Du gucken kannst. Wenn er zu stark verfilzt, hilft Dir wirklich nur die von Palusa geratene Schur, bei der Du dann wirklich vom ersten Tag danach vorsichtig mit einer Bürste herangehen mußt.

Eine Katze meiner Tochter kommt vom Bauernhof, sie sieht aus wie ein Persermix, obwohl die Geschwister alles völlig normal aussehende Hauskatzen sind. Emma HASST Bürsten und kämmen. Ihr Fell ist fein und verknotet schon beim Ansehen. Die mußten wir in jedem Jahr mindestens 2 mal in Narkose legen, weil es wirklich keine Möglichkeit gab, mit anderen Hilfsmitteln an sie heranzukommen.

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze, 42

das hochheben mögen manche katzen einfach nicht. man verliert den boden unter den füßen. ist nicht jedermanns (oder jederkatzes) sache

was du versuchen kannst ist bindung und vertrauen zu stärken (viele gemeinsame kuschel. und spielstunden) und dann langsam gucken was er duldet, sprich erstmal nur wenig hochheben. wichtig ist: wenn er vom arm runter will darf er immer runter. festgehalten werden ist sofort ne negativerfahrung. bestenfalls lernt er dadurch "lass dich nicht hochheben", schlimmstenfalls "mein mensch ist manchmal böse zu mir"


das mit dem bürsten.. er lässt es ja manchmal mit sich machen. sofort positiv verstärken. leckerchen in den kater. anfangs nach jedem bürstenstrich eins, später dann immer weniger. er soll lernen "wenn ich brav stillhalte lohnt sich das". aber belohnen immer

ich würd auch unbedingt ne neue bürste holen. die alte verbindet er evtl mit negativerfahrungen. google evtl mal nach furminator, ich hab keine langhaarkatzen aber oft gelesen dass die dinger hervorragende ergebnisse liefern


achte darauf dass er keine negativerfahrungen macht. wenn er grade nicht will lass es eben. und stattdessen verfilzte stellen vorsichtig rausschneiden.


alternativ ganz bei null anfangen. den kater scheren lassen und täglich kurze kontakte zu einer (neuen) bürste. dann längere kontakte. dann kurze bürstenstriche. dann längere. dafür nimmt man sich dann wochen zeit, am besten arbeitet man mit nem clicker weil man dann der katze genau sagen kann was da grade gut war und wofür es das leckerchen gab

scheren dabei deswegen um keinerlei negativerfahrungen (ziepen, schmerzen,..) mit der neuen bürste zu verknüpfen. durch ein kurz geschorenes fell geht ne bürste widerstandslos durch

würde er sich grundsätzlich nicht bürsten lassen wäre das sofort mein ansatz gewesen. quasi neustart bei null. da er manchmal mitmacht kann man erst versuchen ihn dazu zu bringen "manchmal" öfter zu machen. hätte den vorteil dass man sich das scheren spart, das ist nicht so dolle für katzen

Antwort
von douschka, 21

Was fütterst Du? Eigentlich neigen gesunde Coonies wenig zu Verfilzungen. Nur bei Fellwechsel ist tägliches Kämmen notwendig, sonst reicht 1-2 mal in der Woche.

Bei meinen Schönheiten ist Schmusezeit= Kämmzeit. So wie abends Gemütlichkeit einzieht, fordern sie ihre Streicheleinheiten ein. Der Stahlkamm mit unterschiedlichen Zinkenbreiten, eine kleine Schere und die Minischermaschine sind immer griffbereit. Eine Hand streichelt, die andere kämmt. Im Schmusemodus lässt sich der eine oder andere kleine Filzknoten leicht entfernen.

Wichtig, Fellpflege muss positiv belegt sein. Wenn`s immer nur ziept, ist es keine gute Erfahrung.

Hochheben muss nicht unbedingt sein. Auch hier ist erlebtes Unangenehmes gespeichert. Es fehlt dann an Vertrauen. Beim Hochheben werden leider viele Fehler gemacht. Einer der schlimmsten ist, eine Katze wie ein Menschenbaby (unter den "Armen", Vorderbeinen) hochzunehmen.

Lass Dir die richtigen Griffe mal von einem Züchter oder TA zeigen und übe langsam mit Geduld und Leckerlies.

Antwort
von XxTearsxX, 13

Ich antworte hier auch mal. :D

Also wegen dem kämmen, das liegt wahrscheinlich daran, dass er in seinen jüngeren Jahren, schlechte Erfahrungen mit sowas gemacht hat, und die Bürste deswegen als etwas schlechtes ansieht. Als meine Mutter damals noch gezüchtet hat, haben wir unsere Kitten immer ganz langsam an den Gegenstand "Bürste" herangeführt. Und naja. Jetzt kommt mein Kater immer schnurrend zu mir, wenn er eine Bürste in meiner Hand entdeckt.. xD Wie man das wieder gutmachen kann... Keine Ahnung. Versuchs mal mit Geduld. Führe ihn langsam wieder zur Bürste hin und zeig ihm dass er keine Angst davor haben muss.

Das mit dem hochheben ist nicht jedermanns Sache. Die eine Katze mag es, -die andere nicht. Da kann man nichts machen. Unser anderer Kater mag es beispielsweiße auch nicht, wenn man ihn hochhebt. :3

~L.G. XxTearsxX

Antwort
von Pinkkissi, 25

Hallo Ekiddo

Also du musst deine Katze nicht unbedingt hochheben dafür den das können manche Katzen nicht ab ( bei manchen Katzen , kann das zu Stress führen , manche mögen es einfach nicht)

Aber du kannst deine Katze auch da kämmen wo sie gerade sitzt

LG Pinkkissi :)

Antwort
von pinkpuffy, 29

Meine Main coon mag das auch nicht :D ich kämm sie so gut es geht im liegen. Einer muss sie währenddessen am Kopf streicheln und mit Leckereien bestechen ;)
Viel Glück ☺️

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