probiotische bakterien in milchprodukten?

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3 Antworten

Nicht der Joghurt ist wärmebehandelt, sondern die Milch aus der er hergestellt wird. Es gibt allerdings auch Produkte, die zum Abschluss der Herstellung zur Verlängerung der Haltbarkeit einer Erhitzung unterzogen werden. Die müssen aber ausdrücklich als "wärmebehandelt" deklariert sein. Bei Joghurts ist das aber eher selten und wenn, dann werden sie außerhalb der Kühlung angeboten (weil sie auch ungekühlt lagerfähig sind).

Fehlt dieser Hinweis "wärmebehandelt", sind auf jeden Fall lebende Kulturen im Produkt und zwar ca. 100.000 bis 1 Million (manchmal mehr) pro Gramm. Das ist gewiss mehr als ausreichend.

So genannte Probiotische Kulturen machen weder ein besseres Produkt noch bieten sie ernährungsphysiologische Vorteile. Das haben umfangreiche Studien gezeigt. Das Ganze war mal ein sehr interessanter wissenschaftlicher Denkansatz, er hat aber in der Praxis den Erwartungen nicht standhalten können. Du kannst also bedenkenlos auch preiswerte No-Name-Joghurts verzehren. Der positive Effekt auf die Darmflora ist praktisch derselbe.


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Joghurt darf nicht wärmebehandelt sein (nach der Reifung), sonst darf er sich lebensmittelrechtlich nicht Joghurt nennen

Das wäre neu.

darf sich dann nur noch "Joghurterzeugnis" nennen

Dieses auch.


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Joghurt darf nicht wärmebehandelt sein (nach der Reifung), sonst darf er sich lebensmittelrechtlich nicht Joghurt nennen. Wird ein Joghurt nach der Reifung wärmebehandelt (damit werden auch die Probiotika abgetötet) muss dass deklariert werden, bzw. darf sich dann nur noch "Joghurterzeugnis" nennen.

Joghurt ist durch die Milchsäurebakterien von sich aus schon haltbar, weil diese das Wachstum anderer Keime so gut sie eben können verhindern.

Auch wirst du keinen Joghurt finden, der keine probiotischen Bakterien enthält. Alle gängigen Joghurtkulturen sind auch potentielle Darmbewohner - die bekanntesten (und am lautesten vermarkteten) sind Acidophilus- und Bifidobakterien.

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