Frage von CreativeBlog, 116

Probezeit - Ist der Führerschein weg!?

Moin,

diese Frage handelt sich zum Glück nicht um mich. Ich war neulich mit einem Kollegen unterwegs, der Bruder von ihm der dabei war erzählte etwas Stolz. Er war feiern und wollte irgendwann nachts nachhause. Er besoffen nachhause mit dem Fahrrad. Natürlich kam die Polizei und kontrolierten ihn. 0,7 Promile war das Ergebnis. Er wurde mit auf die Wache genommen. Ich fragte mich: Er müsste doch zum Aufbauseminar. (Probezeit) und eine extra buße bis zu 500 Euro zahlen oder?

Danke im voraus

Expertenantwort
von TheGrow, Community-Experte für Polizei, 27

Hallo CreativeBlog,

auf dem Fahrrad gilt weder die:

  • 0,0 Promillegrenze für Fahranfänger, noch die
  • 0,5 Promillegrenze

Dementsprechend, kann er nicht:

  • mit einem Bußgeld belegt werden,
  • Punkte **,
  • kein Fahrverbot
  • keine probezeitrelevanten Maßnahmen erhalten.

Ein Radfahrer kann nicht Ordnungswidrig handeln, wenn er mit Alkohol im Blut Fahrrad fährt.

Aber ein Radfahrer begeht eine Straftat nach folgender Rechtsgrundlage, wenn er aufgrund der Alkoholisierung nicht in der Lage ist ein Fahrzeug sicher zu führen.

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§ 316 StGB - Trunkenheit im Verkehr

(1) Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.

(2) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die Tat fahrlässig begeht.

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In der Regel reichen 0,7 Promille nicht aus, um den Straftatbestand des § 316 StGB zu erfüllen.

In der Praxis ist ab 1,6 Promille davon auszugehen, dass Jemand nicht in der Lage ist ein Fahrzeug sicher zu führen.

In Ausnahmefällen, wenn der Fahrradfahrer wirklich gravierende Ausfallerscheinungen hat, kann der Wert aber auch bei unter 1,6 Promille liegen, um den Straftatbestand des § 316 StGB zu erfüllen.

Wurde der Straftatbestand des § 316 StGB erfüllt, gibt es aber kein Bußgeld mehr und auch kein Fahrverbot, sondern im Falle einer Verurteilung droht:

  • eine Geldstrafe die in Tagessätzen verhängt wird oder
  • eine Freiheitsstrafe und
  • die Fahrerlaubnis ist gem. § 69 StGB zu entziehen und
  • gem. § 69a StGB ist eine Sperre von mindestens 6 Monaten bis zu 5 Jahren zu verhängen in der keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf.

Schöne Grüße       
TheGrow

Expertenantwort
von elenano, Community-Experte für Fahrrad, 52

https://fahrrad.bussgeldkatalog.org/alkohol-drogen/

Wenn er nicht eindeutig beeinträchtigt war und somit keine Gefahr für den Straßenverkehr dargestellt hat, dann sind bis zu 1,6 Promille erlaubt.

Kommentar von matzebiker ,

Man darf in der Probezeit nur 0,0 Promille haben egal ob Auto oder Fahrrad. Ich bin selbst noch in der Probezeit

Kommentar von elenano ,

Tatsächlich auch für Fahrradfahren?

Danke für die Korrektur 

Kommentar von TheGrow ,

Nein, die 0,0 Promillegrenze zählt nicht für Fahrradfahrer

Kommentar von Crack ,

Man darf in der Probezeit nur 0,0 Promille haben egal ob Auto oder Fahrrad. Ich bin selbst noch in der Probezeit

Nein, das gilt nur beim Führen von Kraftfahrzeugen.

Antwort
von Matschpfirsich, 68

Beim Fahrrad fahren darf man 1,5 Promille haben

Kommentar von matzebiker ,

In der Probezeit 0,0

Kommentar von TheGrow ,

Nein, die 0,0 Promillegrenze zählt nicht für Fahrradfahrer

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