Frage von Gym80951996, 126

Privatversichern - was kostet das ungefähr?

Ich möchte mich gerne Privatversicherung lassen. Was kostet das?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 49

Hallo,

in der privaten Krankenversicherung hast du die Möglichkeit den Versicherungsschutz auf deine individuellen Bedürfnisse anzupassen. Die Leistungen werden dir darüber hinaus lebenslang garantiert.

Der Beitrag in der privaten Krankenversicherung wird grundsätzlich nach dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand bei Abschluss der Versicherung und dem gewünschten Versicherungsumfang berechnet.

Wie hier schon richtig gesagt wurde kann sich nicht jeder privat krankenversichern. In deinem Fall bietet es sich an über eine ergänzende Absicherung zu der Gesetzlichen Krankenkasse nachzudenken.

Es gibt verschiedene "Bausteine", die du nach belieben auswählen kannst. Das sind zum Beispiel eine Zusatzversicherung für die Zähne, für Krankenhausaufenthalte oder für naturheilkundliche Behandlungen.

In jedem Fall solltest du dich hierzu ausführlich beraten lassen.

Viele Grüße

Katharina vom Barmenia-Team 

Antwort
von koraline, 69

Ich nehme an, du willst dich privat Krankenversichern? Warum denn, wenn du nächstes Jahr eh eine Ausbildung machst und dann gesetzlich versichert bist? Die privaten Versicherungen haben unterschiedliche Tarife, von Basis bis zu ganz speziellen. Im jungen Alter zahlt man viel weniger - aber kommst du mit deinem jetzigen Einkommen überhaupt über die Beitragsbemessungsgrenze 4xxx,-monatlich? Sonst geht es gar nicht.

Antwort
von kevin1905, 55

Kommt drauf an:

  • Einstiegsalter
  • Gesundheitszustand
  • Angestellter über JAEG, Beamter oder Selbständiger
  • Tarifumfang
  • Altersrückstellung
  • Höhe der Selbstbeteiligung.

Meine kostet aktuell etwa 450,- € im Monat, bei 300,- € SB p.a, wird aber teurer werden zum 01.01.

Kommentar von Dickie59 ,

Der Beitrag sollte auch im Verhältnis zu dem Einkommen gesehen werden. Wir können jetzt schlecht erkennen, wie hoch sonst der Beitrag der GKV wäre. Die Erhöhung ist normal, da ja auch die Kosten steigen, jedoch ist diese Erhöhung im Vergleich der GKV moderat und zu verkraften, wenn man den richtigen Tarif und Versicherer hat.

Die GKV hatte mal einen Beitrag 1970 (bezogen auf Beiträge bei Beitragsbemessungsgrenze) von 50€ zu 2009 auf 670€ (beides ohne Pflegeversicherung) also eine Beitragsentwicklung von 8% auf 15,5 in 2011. Das ging einher mit Leistungskürzungen!

Bei der PKV gab es keine Leistungskürzung, sondern Erweiterungen.

Eine Bestimmung eines Beitrages ist abhängig von den oben genannten Faktoren. Pauschal geht nicht.

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist ja lustig. Es gibt unzählige PKVen, aber in allen wurden die Leistungen ohne Tariferhöhung erweitert? Wem willst du denn den Quatsch erzählen?

Kommentar von Dickie59 ,

nein, so ist as nicht: alttarife haben einen leistungsuniversum, der bleibt, und die erhöhungen sind entsprechend den ausgaben des tarifes angepasst. neue tarife haben mehr leistungen, die alttarife gar nicht anbieten (wenn ich an den heil- und hilfsmittelkatalog denke) auch hier werden beiträge entprechend den ausgaben erhöht, neu berücksichtigt werden auch jetzt die zinsentwicklungen am kapitalmarkt.

ich danke dir für jede weitere konstruktive ergänzung AalFred.

Kommentar von AalFred2 ,

Ich wollte nur dem Eindruck entgegentreten, dass eine PKV aufgrund von Leistungserweiterungen auf jeden Fall die optimalere Lösung wäre. Diesen hast du auch mit der ziemlich absurden Gegenüberstellung von 50€ zu 670€ erweckt.

Trotzdem entschuldige ich mich für den unangemessenen Tonfall.

Antwort
von basiswissen, 36

Zunächst einmal müsstest du klären ob du dich überhaupt privat krankenversichern kannst?
Bist du selbstständig? Bist du Beamter? Bist du freiberuflich tätig? Oder Angestellter mit einem entsprechend hohen Einkommen? Wenn das alles nicht zutrifft kannst du dich gar nicht privat krankenversichern.

Wenn es zutrifft dann kommt es darauf an was du in deinem Vertrag drin haben möchtest. Als 20-jähriger können das für einen Beihilfeberechtigten 40-50 € im Monat sein, als selbstständiger können das 150-400 € sein usw.

Mein Rat:
suchte einen, auf Krankenversicherung spezialisierten, Versicherungsmakler. Der kann mich beraten und dir zeigen welche Tarifkombinationen bei welchem Versicherer die sinnvollste Lösung ist. Und falls du unter die oben genannten Kriterien nicht fällst kann er dir selbstverständlich auch eine entsprechende Krankenzusatzversicherung als Ergänzung zu deiner gesetzlichen Kasse zeigen.

Ich wünschte viel Erfolg

Antwort
von Apolon, 40

Und auf Grund deiner wenigen Informationen, hast du Hoffnung, dass meine Glaskugel die mtl. Kosten auf Anhieb schätzen kann, ohne zu wissen wie alt du bist, ohne Kenntnisse über deinen beruflichen Status und auch ohne Informationen welchen Versicherungsschutz du möchtest.

sagen wir mal zwischen 50 - 700 € mtl.

Antwort
von BenniXYZ, 40

Was du möchtest und was der Gesetzgeber vorschreibt, sind  2 verschiedene Dinge.

Als Azubi bist du höchstwahrscheinlich pflichtversichert. Jedoch kannst du dir die gesetzliche Kasse aussuchen. Versicherungsvergleich GKV. Dort lies mal nach.

Antwort
von GravityZero, 76

Ohne irgendwelche Angaben nicht zu schätzen.

Kommentar von Gym80951996 ,

Bin 20, wohne noch zuhause, arbeite Vollzeit, beginne nächsten Sommer eine Ausbildung...
Welche Infos noch?

Kommentar von maxim65 ,

Kommst du überhaupt über die Bemessungsgrenze mit deinem Einkommen?

Kommentar von Gym80951996 ,

Was ist bitte die Bemessungsgrenze?

Kommentar von kevin1905 ,

Als Angestellter musst du mind. 4.687,50 € brutto im Monat verdienen um dich privat vollversichern zu können.

Kommentar von maxim65 ,

Nur wenn dein Einkommen höher ist kannst du dich privat versichern

Antwort
von NamenSindSchwer, 60

Unter 600€ im Monat (inkl. Beitragsentlastung im Alter) sollte man da gar nicht erst anfangen.

Aber gemäß deiner anderen Aussagen, bist du ohnehin gesetzlich pflichtversichert und kannst gar nicht in die PKV.

Du kannst natürlich private Zusatzversicherungen abschließen. Hier ist zwischen 10€ und sagen wir mal 150€ im Monat alles möglich, je nachdem was du willst.

Kommentar von Dickie59 ,

Vorsicht bei Einschluss der Beitragsentlastung im KV Tarif bei der PKV. Das heisst Bindung und Auslieferung bei Veränderung des Zinses, wie viele derzeit erleben und damit die Entlastung sinkt. Eine pauschale Aussage über einen Monatsbeitrag ist nicht möglich!

Kommentar von NamenSindSchwer ,

"Versicherungs-Hopping" ist gerade im Bereich der Voll KV ein absolutes No-Go. Wenn ich für einen Kunden eine Voll KV mache dann wird er bezüglich der Tarifwahl so gut beraten, dass ich erstmal prinzipiell davon ausgehe, dass er sein ganzes Leben lang bei dieser Versicherung bleibt.

Völlig ausgeschlossen ist ein späterer Wechsel natürlich nicht und insofern ist dein Hinweis auch korrekt. Alternativ zum Beitragsentlastungstarif bei der KV an sich kann man auch über andere Formen der Altersvorsorge nachdenken. Diese sind dann zwar "offiziell" nicht an die KV gebunden, sollten aber im Zusammenhang mit dieser betrachtet werden, wenn es um das Thema "monatlicher Gesamtbeitrag zur KV" geht.

Prinzipiell muss man sagen dass "im Vergleich zur GKV Beiträge sparen" die völlig verkehrte Herangehensweise an die PKV ist. Jeder Kunde sollte damit rechnen in etwa den GKV Höchstbeitrag investieren zu müssen um auf Dauer in der PKV glücklich zu werden.

Kommentar von kevin1905 ,

Wenn ich bei einem jungen Kunden der in die PKV wechseln will feststelle, dass diese dadurch heute einen geringen Beitrag hat, berate ichn gezielt dahingehend dieses freigemachte Geld zu investieren.

Ich denke alles andere kann ggf. auch für uns in eine Haftungsfalle führen.

Kommentar von Dickie59 ,

genau, NamenSindSchwer, es gibt schon jetzt Versicherer wo die Versicherten schwer am stöhnen sind, weil sich die Gesellschaft nur noch einem Vertrieb öffnet. Dann wird es schwierig, Ihnen nach §204 VVG zu helfen, um dort zu bleiben (grundsätzliches Ziel), dann bewegt man sich auf die Schiene der neuesten Rechtssprechung zu Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaften.

Antwort
von cireball, 53

bedenke, dass du dann fast unmöglich jemals wieder in die gesetzliche kannst ;-)

Ich empfehle dir eine Zusatzversicherung. Zum Beispiel für Einzelzimmer im Krankenhaus oder Chefarztbehandlung. Z.B. bei der DKV. Wenn du gesund bist, kannst du dort günstig einsteigen.


Kommentar von kevin1905 ,

bedenke, dass du dann fast unmöglich jemals wieder in die gesetzliche kannst ;-)

Versicherungspflichtige Anstellung vor dem 55. Geburtstag und peng ist man raus.

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist aber ja nicht mal eben peng gemacht.

Kommentar von kevin1905 ,

Naja ein bisschen Papier muss schon hin- und hergeschoben werden, dann ist korrekt.

Kommentar von AalFred2 ,

Echt, man sagt einfach mit 54, ich will jetzt ein versicherungspflichtige Anstellung und hat peng eine? Was ist mit der entsehenden Einkommenslücke oder der vorherigen Selbstständigkeit?

Kommentar von Dickie59 ,

ob und wie man das schafft oder macht, dazu kann man in den richtlinien und gesetzen nachlesen, wer echt daraufhinaus will.

nötig haben es die, die in ihren entscheidungen zur pkv gemacht haben bzw. berater hatten, die auf abschluß aus waren...

war eben lax von kevin formuliert...

Kommentar von AalFred2 ,

Wie das Ganze rechtlich aussieht, hat Kevin ja durchaus zutreffend beschrieben. Praktisch ist so etwas allerdings alles andere als einfach, vulgo peng. Darauf wollte ich nur kurz hinweisen.

Kommentar von cireball ,

ich bin mir nicht gaaannnz sicher. Aber versicherungspflichtig heißt nicht, dass man gesetzlich versichert sein muss. Wenn private Versicherung besteht, nimmt die gesetzliche dich nicht auf.

Dann würden ja alle, die im hohen Alter sehr hohe Beiträge für private Versicherung bezahlen, nach diesem Muster vorgehen. Das ist meiner Meinung nach mit Absicht per Gesetz nicht möglich.

Kommentar von AalFred2 ,

Da hättest du vor dem Post ganz sicher gehen sollen. Unter 55 heisst versicherungspflichtig eben doch pflichtversichert in der GKV.

Und ja, die ganzen nicht so weitsichtigen Menschen, die sich mit vermeintlich günstigen Tarifen in jungem Alter in die PKV locken liessen und dann keine Rücklagen bildeten, denken durchaus über diese Möglichkeit nach. Allerdings bringt das die von mir bereits erwähnten Nachteile mit sich.

Antwort
von maxim65, 55

Das kommt darauf an. Dein Alter und was du genau an Leistungen haben willst. Such doch einfach mal bei Google eine Seite einer PKV und rechne mal.

Antwort
von Hoegaard, 49

Verdienst du 4.237,50 Euro monatlich oder mehr?

Kommentar von Gym80951996 ,

Sehr viel weniger :-)

Kommentar von Hoegaard ,

Dann vergiss es. Oder werde selbstständig.

Kommentar von kevin1905 ,

4.237,50 € sind die Beitragsbemessungsgrenze.

Die ist aber nicht entscheidend, sondern die Jahresarbeitsentgeltgrenze und die liegt bei 4.687,50 € im Monat.

Beide werden zum 01.01. ansteigen.

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