Privatschule für Flüchtlingskinder?

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6 Antworten

die frage könnte man so für jeden, nicht nur für das flüchtlingskind stellen: du kannst dir eine ersatzschule leisten, andere nicht- ist das gerecht oder ungerecht? wieso müssen die meisten auf öffentliche schulen und ein paar wenige können sich Privatschulen leisten?

du findest es für dich sicher nicht unfair, dass du dein Kind auf so eine schule schicken darfst und nicht gezwungen bist - wie viele andere - ihr Kind auf eine öffentliche schule zu schicken. 

ich finde, die beschriebene Situation kann man vergleichen mit einem Ladenbesitzer, der einem Kind etwas zum naschen schenkt- da kann man sich als erwachsener auch nicht beklagen, dass das Kind nichts zahlen muss, während man selber Geld da lassen muss. der Ladenbesitzer muss keinen fragen, wem er was schenken darf.

deine schule hat sich entschieden, etwas gutes zu tun, etwas zu spenden- da muss sie dich genauso wenig fragen, ob sie das machen darf.

es kostet ja nicht dich, sondern die schule- vielleicht verzichtet der Betreiber auf ein stück gewinn oder die Lehrer leisten ein paar kostenlose stunden. wieso sollten sie das für dich machen? warum meinst du, dass dir ein geschenk zustehen würde?

hier haben wir ein Flüchtlingskind, das vieles hinter sich lassen musste. und ich finde es unfair, wenn es ein geschenk nicht erhalten sollte, nur weil andere kinder, denen es an nichts fehlt, das geschenk nicht auch kriegen können.

wenn kinder, die schwer erkrankt sind, einen großen wunsch erfüllt bekommen, dann stellt sich auch keiner hin und beschwert sich, dass das gemacht wird und ein gesundes Kind dies nicht bekommen kann.

den leuten ist klar - dir offensichtlich nicht - dass bestimmte dinge wie kostenloser Schulbesuch nur ausnahmsweise, mit gutem grund möglich sind.

vielleicht informierst du dich mehr darüber, wie so eine flucht passiert, was für Lebensgeschichten hinter dem wort flüchtling stehen- dann kannst du hoffentlich mehr Großzügigkeit aufbringen.

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Du siehst für dich und dein Kind keine Alternative. Für das Flüchtlingskind gibt es auch keine Alternative. Soll es, damit es "gerecht" zugeht, ungebildet bleiben? Oder einen Weg auf sich nehmen, den du deinem Kind nicht zumuten willst? Wahrscheinlich haben die Eltern des Flüchtlingskindes noch weniger Geld zur Verfügung als du. Darum ist ihr Beitrag zur Finanzierung der Schule auch geringer als deiner. Freu dich, dass du in einer stabilen Umwelt lebst, aus der du nicht mit Kind und Kegel flüchten musst, um euer Leben zu retten. Und freu dich, dass wir in einer so priviligierten Welt leben, dass wir (vielleicht ungerechterweise) einem traumatisierten, der Heimant entrissenen Kind eine Zukunft schaffen können.

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Kommentar von nihopl
06.01.2016, 12:08

Irgendwie wird das nicht verstanden. Das Kind wird extra zu unserer Schule gefahren, weil die staatlichen angeblich nicht gut genug sind. Es soll zur Schule. Das ist mir klar. Wir haben eine Schulpflicht in Deutschland und das ist auch gut so. Die Eltern zahlen gar nichts. Darum geht es. Vielleicht würden andere Eltern ihre Kinder auch gerne auf Privatschulen schicken, können sich das aber nicht leisten. Wenn ich mal irgendwo hin flüchten muß , bekommt mein Kind hoffentlich vom Staat auch eine Privatschule finanziert;)

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Die Schule hat das sicherlich als sozialen Akt gedacht. Es gibt auch Privatschulen, die ein oder zwei Kinder pro Jahrgang kostenlos aufnehmen, wenn die Eltern nicht genug Geld haben. Das ist eigentlich eine gute Sache.

Du wirst dadurch ja auch in keiner Weise benachteiligt. Ein Vergleich: Wenn ich dem Bettler auf der Straße, obwohl er nichts arbeitet, 5,- Euro gebe, Dir aber als fleißige Mutter nicht, so verstößt das weder gegen den Gleichheitssatz, noch entsteht für Dich daraus irgendein Nachteil. Das ist also nicht ungerecht.  

Der Gleichheitssatz gilt übrigens nur für Behörden, also für staatliche Schulen. Für Privatschulen gilt der Gleichheitssatz so wenig wie für einen Frisör, der ja auch entscheiden könnte, nur Männer und keine Frauen zu behandeln, wenn er das so will.

Ich kenne deine Privatschule zwar nicht, habe aber den Eindruck, dass es eine gute Schule ist, wenn sie freiwillig eine solche soziale Leistung anbietet. Sicherlich ist Dein Kind dort gut aufgehoben und kann auch auf diese Weise viel über Solidarität und Menschlichkeit lernen, da hast Du also die richtige Entscheidung getroffen.  

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Das wird mit dem Einkommen berechnet. Bin selber an einer Privatschule und da gibt es auch Schüler, dessen Eltern kein ausreichendes Einkommen haben und deswegen nicht volles Schulgeld bezahlen und auch mal bei Ausflügen nicht den ganzen Betrag zahlen müssen.

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Kommentar von nihopl
06.01.2016, 11:57

Natürlich ist es nach Einkommen gestaffelt, aber bei uns ist der Mindestanteil bei 300 Euro. Das zahlen aber die Eltern und nicht das Amt

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nun auf die schule deines kindes werden auch kinder gehen, deren eltern sehr wenig verdienen und die werden weniger als du zahlen oder garnichts. warum soll das kind nicht auf die schule gehen und gesponsert werden? wo ist dein problem?

sei doch froh das du es dir leisten kannst und freue dich das es anderen kindern auch ermöglicht wird.

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Kommentar von nihopl
07.01.2016, 09:35

es ist eine Privatschule...schon von so etwas gehört??? Da geht man nicht umsonst hin. Deswegen arbeite ich auch mehr, als manche anderen, weil man die nicht geschenkt bekommt.

man man... leute mit weniger Geld bezahlen auch nicht weniger im Supermarkt. So schwer kann das doch nicht sein!!!

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Es kommt auf das Einkommen an, jedoch hört sich das oben ziemlich unfair und dreist an....!

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Kommentar von nihopl
06.01.2016, 12:14

klar geht es nach Einkommen, aber ist ist ein Mindestanteil von 300 Euro eigentlich privat zu entrichten

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Kommentar von ISAFboy
06.01.2016, 12:21

Dann ist es natürlich überhaupt nicht gerechtfertigt, dass das Flüchtlingskind diese Schule besuchen darf! (meine Meinung)

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Kommentar von ISAFboy
06.01.2016, 12:21

...wenn andre für dir Schule bezahlen müssen!

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