Frage von Nabil889, 310

Privatrezept vom Arzt?

Hallo,

Mein Arzt hqt mir für ein teures Medikament einen Privatrezept ausgestellt welches ich selbst bezahlen musste.

Meine KK teilte mir mit,dass Sie die Kosten übernommen hätten,wenn der Arzt einen Kassenrezept ausgestellt hätte.

Warum macht der Arzt sowas?? Ich sitze jetzt auf Kosten von Medikamenten welche ich ein Lebenlang brauchen werde !

Antwort
von Negreira, 231

Ich hatte so etwas ähnliches jetzt kürzlich. Ich bin bei der DAK versichert und umgezogen, so daß ich den Arzt wechseln mußte.

Bei der Bestellung der Medikamente (das Rezept ging direkt in die Apotheke, ohne, daß ich es gesehen habe), wollte man mir sofort das Geld abnehmen. Der Arzt verweigerte ein normales Rezept. Daraufhin habe ich bei der Geschäftsstelle KK angerufen, wo ich vorher gewohnt habe, die mir bestätigten, daß sie ohne Weiteres zahlen würden. Die Geschäftsstelle der DAK in Kassel tat sich erst schwer damit, aber ich konnte ja den Erhalt auf Rezept nachweisen.

Daraufhin bekam ich problemlos ein Kassenrezept von meinem Arzt, und bekomme es immer noch, alle 14 Tage, ohne Schwierigkeiten. Ich würde mit der Bescheingung der Kasse beim Arzt aufschlagen, mir die Medikamente neu verordnen lassen und das Geld in der Apotheke einfordern, also sozusagen das Privatrp. gegen das Kassenrp. umtauschen. Ich habe noch keine Apotheke erlebt, die das nicht gemacht hat.

Antwort
von Jewiberg, 227

Der Arzt wollte sein Budget nicht belasten und hats auf dir abgeladen. 1. Schreiben von der KK, das sie das Medi auf Kassenrezept zahlt. 2. Zum Arzt und ein Kassenrezept verlangen.Weigert er sich direkt mit Meldung an Ärztekammer und KK drohen. 3. Mit dem neuen Rezept zur Apotheke und bitten den Vorgang umzutauschen. Das hängt aber vom Goodwill ab.Oder nochmal mit der KK das weitere Vorhen zur Erstattung der Kosten absprechen.

Antwort
von Delveng, 151

@Nabil889,

Krankenversicherungen und die Kostenerstattungen durch die Krankenversicherungen sind ein komplexes und kompliziertes Thema.

Ich bekomme ausschließlich "Privatrezepte" ausgestellt, bezahle aus eigener Tasche in der Apotheke den vollen Preis und reiche das Rezept danach bei meiner Krankenversicherung zur Erstattung ein.

Bitte sprich doch einmal deinen Arzt an und frage ihn, aus welchem Grund er die ein Privatrezept ausgestellt hat, anstatt ein Kassenrezept. Von der Reaktion deiner Krankenversicherung solltest du ihm auch berichten. Vielleicht klärt sich die Sache ja auf. Grundsätzlich empfände ich es als eine finanzielle Zumutung für dich, wenn du wegen chronischer Krankheit auf Medikamente angewiesen bist und diese Medikamente ausschließlich selbst bezahlen müsstest.

Antwort
von sneferu, 150

Es gibt viele Gründe, warum ein gesetzlich Versicherter ein Privatrezept über ein grundsätzlich erstattungsfähiges Medikament bekommt. Da du deine Frage nur sehr allgemein stellst, kann ich auch nur sehr allgemein antworten. Der Grund findet sich wahrscheinlich in der Auslegung des §12 SGB V, welcher vorschreibt, dass Verordnungen zulasten der GKV immer wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig sein müssen. Hält der Arzt alle diese Kriterien für erfüllt, darf er "auf Kasse" verordnen, werden ein oder mehrere Kriterien dagegen nicht erfüllt, darf er es nicht zulasten der GKV verordnen. Die Behauptung deiner Kasse, das Medikament sei erstattungsfähig, hilft dir gar nicht, denn die Entscheidung liegt immer und ausschließlich beim Arzt, welcher für seine Verordnung ja auch das Regressrisiko trägt.

BTW: um welches Medikament und um welche Indikation handelt es sich in deinem Fall?

Kommentar von sneferu ,

Ich habe jetzt in einer anderen Antwort gesehen, dass es sich um Vagantin handelt. Somit ist die Antwort des Nutzers eulig vollkommen richtig. Vagantin darf nicht zulasten der gesetzlichen Kassen verordnet werden. Tut es ein Arzt dennoch, bekommt er mit höchster Wahrscheinlichkeit die Kosten in Rechnung gestellt.

Die Auskunft deiner Kasse war also irreführend und falsch. Das verwundert jedoch nicht, denn die Geschäftsstellenmitarbeiter der gesetzlichen Kassen haben erfahrungsgemäß kaum Kenntnisse über die Erstattungsfähigkeit. Die Standardantwort lautet: "Wenn der Arzt das verschreibt, zahlen wir das auch." Was der Mitarbeiter nicht sagt, ist, dass der Arzt dann ggf. in Regress genommen wird.

Ich persönlich handhabe das als Hausarzt so: wenn mal wieder ein Patient mit der Behauptung ankommt, seine Kasse habe ihm versichert, man könne dieses oder jenes "auf Kasse" verordnet bekommen, rufe ich dort persönlich an, und bitte den betreffenden Mitarbeiter um eine diesbezügliche schriftliche Bestätigung, welche mich vor einer Regressforderung schützt. In allen Fällen war das Thema damit durch, denn nicht ein einziges Mal habe ich eine solche Bestätigung erhalten.

Antwort
von MrZurkon, 137

Da du sicherlich keine Medikamente für 50 Jahre im vorraus bekommen hast, kannst du dir das nächste Rezept normal ausstellen lassen,sodass es deine Krankenkasse übernimmt.

Antwort
von Siraaa, 112

Möglicherweise hatte er Angst sein Budget zu überschreiten, möglicherweise gehörte es auch zu den Medikamenten, die nicht grundsätzlich von der Kasse bezahlt werden. (Gibt es auch)
Rede mit dem Arzt und frage ihn nach den Gründen, zeige ihm auch den Schrieb der Krankenkasse.

Aus dem Grund, erkundige ihm mich bei Privatrezepten schon vor der Einlösung bei der Apotheke, ob eine Möglichkeit der Erstattung bestehen würde bzw. ob es auch auf Kassenrezept ausgestellt werden kann.

Sehe es als Lehrgeld ;-) (Mir ist das auch schon mal passiert...seitdem mache ich das o.g.)  Du hast ja jetzt nicht die Medikamente für dein gesamtes Leben auf einmal bekommen.

Antwort
von eulig, 105

es gibt viele Medikamente, bei denen die Ärzte in Regress genommen werden, wenn sie es auf Kassenrezept ausstellen. die Kassen können idR keine Erstattung auf Privatrezepte machen, da die Verschreibungsmacht beim Arzt liegt. er muss entscheiden, was er auf Kassenrezept ausstellt und was nicht. wenn die Kasse später sagt, dass er das nicht hätte auf Kassenrezept ausstellen dürfen, dann muss er es nämlich aus eigener Tasche zahlen. davor haben viele Ärzte Angst und umgehen das, indem sie Privatrezepte ausstellen.

um welches Medi gehts denn? wenn du das geschrieben hättest, dann wäre es einfacher gleich eine richtige Antwort zu geben.

Kommentar von Nabil889 ,

Hallo. Es geht um Vagantin

Kommentar von eulig ,

Vagantin ist ein Arzneimittel, dass nicht den Vorgaben des Leistungskatalog der GKV entspricht und auch nicht die Vorgaben der Verordnungsfähigkeit erfüllt.

Vagantin gehört zu den Mitteln, für die Ärzte so gut wie immer in Regress genommen werden, da es ein fiktiv zugelassenes Medikament ist.

das sind Mittel, die mal eine Zulassung hatten, jetzt aber die Vorgaben nicht mehr erfüllen. sprich die Wirksamkeit ist in Frage gestellt.

genauere Infos findest du hier über diese fiktiven Mittel http://www.bfarm.de/SharedDocs/Glossareintraege/DE/F/FiktiveZulassung.html

wenn du es von der Kasse bezahlt haben möchtest, solltest du im Vorfeld einen Antrag stellen, und den Arzt eine hieb- und stichfeste Stellungnahme schreiben lassen, die die Verordnung begründet.

Kommentar von Nabil889 ,

Danke. Dann muss ich halt mit der Krankheit weiter leben. Denn die Kosten kann ich mir auf dauer nicht leisten.

Antwort
von Sahaki, 93

Bist Du Privatpatient? Der Arzt verdient an Privatrezepten mit - nächstes Rezept auf einem Kassenformular ausdrucken lassen

Antwort
von CocoKiki2, 97

klär das doch mit deinem arzt ab und wenn er sich quer stellt, wechselst du den arzt. wäre gut wenn du von deienr krankenkasse schriftlich etwas bekämst aus dem hervorgeht, dass sie dir das medikament zahlen. wünsch dir gute besserung.

Antwort
von rommy2011, 108

das besprichst du am besten mit dem verordnenden arzt, das ist der einzige , der da noch was retten kann.

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