Frage von Maschus, 82

Privatkäufer von Motorrad verlangt Geld. Gerecht?

Hallo, Ich habe so ca. ende März mein Motorrad verkauft. Da die Batterie defekt war, brachte der Käufer eine neue Batterie mit, schloss diese an und das Motorrad startete nicht. Allerdings lief sie beim Kickstarten. Da noch ein Klackern am Motor war und der Käufer angst hatte es sei die Steuerkette wurde im Vertrag folgendes festgehalten: Test mit Batterie fehlgeschlagen, wird in Werkstatt überprüft. Falls Steuerkette defekt, Preisnachlass von 500€. (exakt aus Vertrag übernommen). Nun verlangt er von mir Geld, da er was am Kabelbaum reparieren lassen musste und evtl. einen neuen Anlasser braucht. Hat er nun irgendein Recht von mir Geld zu verlangen? (Mit der Steuerkette war alles in Ordnung). Danke schonmal im Vorraus.

Antwort
von vierfarbeimer, 27

Laß dich von dem Käufer nicht einschüchtern oder unter Druck setzen. Du bist ihm nichts mehr schuldig.

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist in der Pauschalität falsch.

Antwort
von ChrisAntwort, 59

Wenn im Vertrag festgehalten wurde das er die 500€ nur bekommt wenn die Steuerkette defekt ist, bist du ihm nichts schuldig da alle Bedingungen erfüllt wurden.
Hoffe ich konnte dir mit meiner Antwort weiter helfen.

Lg Chris

Antwort
von qugart, 46

Das kommt jetzt auch darauf an, ob dir der Mangel bereits bekannt war.

Ansonsten wärst du haftungsfrei, wenn du als Privatverkäufer die Haftung im Vertrag ausgeschlossen hast.

Kommentar von Maschus ,

Es steht dabei gekauft wie gesehen und Privatverkauf, keine Garantie

Kommentar von franneck1989 ,

"gekauft wie gesehen und Privatverkauf, keine Garantie" Das ist kein wirksamer Haftungsausschluss. Du haftest somit für Mängel, die nachweislich beim Kauf vorhanden waren

Kommentar von qugart ,

Ähm...doch. Das ist ein üblicher Haftungsausschluss bei Privatverkäufen und auch ein wirksamer.

Jedoch eingeschränkt auf die Mängel, die man auch tatsächlich bei normaler Prüfung auch finden konnte. Der Mangel am Kabelbaum wird da nicht drunterfallen.

Kommentar von franneck1989 ,

Nein, das ist kein wirksamer Ausschluss. Man muss schon erwähnen, dass man die Gewährleistung ausschließt. http://www.kanzlei-seiter.de/rechtsanwaltskanzlei-dr-seiter/rechtsprechung/gekau...en/ Mit etwas Glück wird ein Richter das vielleicht als vollständigen Ausschluss werten, aber darauf würde ich mich nicht verlassen

Kommentar von Maschus ,

dabei steht auch noch : Das Fahrzeug wird wie besichtigt unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Laut einem bekannten Juristen, ist diese Aussage die Beste zur Vertreidigung

Kommentar von qugart ,

Habe ich was anderes behauptet?

Antwort
von Havenari, 26

Die entscheidende Frage ist die, ob im Vertrag die Sachmängelhaftung wirksam ausgeschlossen wurde. Ist das nicht der Fall, hat der Käufer Anspruch auf eine mängelfreie Ware (abgesehen von den vertraglich "vereinbarten" Mängeln).

Kommentar von vierfarbeimer ,

So wie du reden die Rechtsverdreher, (zu denen der Käufer offenbar auch gehört). Der oben stehende Originaltext spricht doch wohl Klartext, oder.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, tut er nicht.

Kommentar von Havenari ,

Der oben stehende Originaltext sagt nichts über die entscheidende Frage, ob im Vertrag die Sachmängelhaftung wirksam ausgeschlossen wurde.

Es ist dir vielleicht nicht bekannt, dass auch ein Privatverkäufer grundsätzlich für Mängel an der Kaufsache haftet - es sei denn, er schließt diese Haftung aus. Der Hinweis darauf hat nichts mit "Rechtsverdrehen" zu tun.

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