Frage von TheFirm28, 56

Privatinsolvenz habe ich falsche Angaben gemacht?

Hallo, ich war in einer Firma 21 Jahre tätig.nach Austritt aus der Firma meldete ich Jahre später Private Insolvenz an, Zu der Zeit war ich Krank und bezog kurz Harz 4 und danach volle Erwerbsminderungs Rente.

Ich hatte bei der Eröffnung alles dargelegt, hatte keine Versicherungen und auch kein pfändbares Einkommen.

Nun zu meinem Problem, ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase der Insolvenz nun durch einen Freund der immer noch in dieser Firma arbeitet, brachte er das Thema Betriebsrente auf.Ich rief der Firma an und hörte das ich mit 60 ein Anrecht auf betriebsrente habe.Ich habe wirklich davon nichts gewusst das man dass vielleicht angeben muss, da es ja eine direkte Versicherung ist und auch eine Lebensversicherung.Aber die bekomme ich doch erst mit 60 Jahren und ist doch meine Altersvorsorge.Die dürfen das doch nicht in die Masse der Insolvenz.

Was passiert jetzt, knapp 5 Jahre sind vorbei und ich habe stehts alles dem Treuhänder angegeben.

Dazu kommt jetzt noch das ich aus der Versicherung einen Anspruch auf eine Einmalige Zahlung habe von ca 5000 Euro wegen der Em Rente und Behinderung von 50 Prozent.Es handelt sich hierbei um eine Bu Versicherung Altersvorsorge

Darf ich das Geld behalten?

Platzt meine Insolvenz nach so langer Zeit wegen der Betriebsrente????

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DwarfEnt, 24

Hallo,

in der Wohlverhaltensphase zählt maßgeblich der §295 der Insolvenzordnung.

http://dejure.org/gesetze/InsO/295.html

Zusammengefasst musst Du nur den pfändbaren Teil Deines Einkommens abtreten und die Hälfte von einer theoretischen Erbschaft.

Die einmalige Zahlung müsstest Du nur an den Treuhänder überweisen, wenn dafür im Insolvenzbeschluss eine Nachtragsverteilung angeordnet worden wäre. Dummerweise konnte das Gericht aber darüber nicht entscheiden, weil es ja davon nichts wusste.

Willst Du auf der sicheren Seite sein, dann würde ich mich an das Insolvenzgericht wenden, mit dem Risiko, dass Du das Geld an den Treuhänder abführen musst. Die Insolvenz ist nicht gefährdet, weil man Dir ja nicht nachweisen kann, dass Du es schuldhaft nicht erwähnt hast.

Du kannst auch die Füsse still halten und das gute Jahr noch aussitzen. Der Treuhänder wird es ziemlich sicher nicht erfahren. Sollte er davon erfahren, dann wäre es ideal, wenn Du das Geld schon ausgegeben hast, z.B. an einen Enkel verschenkt. :-) Dann läuft die nachträgliche Nachtragsverteilung ins Leere. Auch hier hast Du keine Nachteile. Der Treuhänder bekommt das Geld nur dann, wenn er davon weiß und wenn es noch da ist.

Viel Glück

Antwort
von AnnaStark, 29

Die Insolvenz dürfte nicht "platzen" wegen der Betriebsrente, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese den Freibetrag übersteigt.

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