Man hört von immer mehr Menschen, die eine Privatinsolvenz anmelden. Ist das jetzt für viele eine Möglichkeit erst einmal gut zu leben, Geld leihen und verbrauchen und dann schnell schuldenfrei zu werden? Gestern in den Medien bei diesem Schnulzensänger Wendler erschien es mir. Sieht man auch diverse Sendungen mit Schuldenberatern, da geben die Leute erst viel viel Geld aus, was sie nicht haben und dann..........
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ich glaube weniger das privatinsolvenz ien zuckerschlecken ist. und schnell schon gleich agr nicht. soweit ich weiß musst du 6 jahre am existenzminimum leben und alles für arbeit tun und alles was über das existenzminimum geht abdrücken... Ich hätte da keinen bock drauf.

Dieses Schuldner-Events im TV sind in etwa genauso realistisch wie die Auswanderer-Stories. Ich kann mir nicht vorstellen, während der Insolvenz gut zu leben...jedenfalls nicht nach meinen Maßstäben.
So einfach ist das auch nicht. Der Grundgedanke der PI war ja, dass Menschen, die niemals eine Chance haben von ihren Schulden loszukommen so eine Möglichkeit haben, nach einigen Jahren von Vorne zu beginnen. Während der PI haben sie feste Regeln, an die sie sich halten müssen. Verstoßen sie dagegen, fliegen sie raus und sitzen weiter bis an ihr Lebensende auf den Schulden. In der sog. Wohlverhaltensphase sollens sie ja lernen, mit dem Geld, was ihnen zur verfügung steht richtig umzugehen, damit nach der PI keine Schulden mehr gemacht werden.
Dass es immer wieder Menschen gibt, die das ausnutzen ist leider normal. Aber das gibt es ja überall, wo sich menschen Vorteile für sich irgendwo sehen. Darum ist es auch gar nicht soo einfach, in dieses Verfahren zu kommen.

Leute, die so denken, sind ziemlich dumm und sollten sich vor Beschreiten eines solchen Weges erst einmal genau über eine Privatinsolvenz informieren. Dieser Weg ist kein Freibrief und kann auch ganz schnell eine Anklage wegen Betrug beinhalten.
Eine PI ist zwar kein "Freibrief", aber dennoch ein legaler Weg sich von Schulden zu befreien. Und Betrug muss erst mal nachweisbar sein, bevor man mit derartigen Anschuldigen um sich wirft, da es sonst schnell zum Bumerang werden könnte.
HerrLich am 17. April 2008 12:39 Wellenreiter, bevor es zu einer Anklage kommt, wird ermittelt. Und wer bewusst Schulden macht, ohne über die finanziellen Mittel zur Begleichung zu verfügen, begeht Betrug.
Naja, die meisten Menschen machen grundsätzlich bewusst Schulden ohne finanzielle Mittel zur Begleichung zu haben, sonst hätten diese ja keine Schulden - schon mal daran gedacht ;-). Dann kannste so gesehen gleich jeden zweiten Bürger hier wegen Betruges anklagen, haste aber viel Arbeit vor Dir :-)
Gibt solche und solche ... geld leihen und verbrauchen etc. hört sich leicht an, kann aber ganz schnell nach hinten los gehen. Wer sich in solcher Absicht Geld leiht, macht sich strafbar.
Zum Schlagerstar Wendler ist zu sagen, wenn er nicht mehr "verdient" ist auch nix zu holen. Auf der anderen Seite geht er ja auch ein großes Risiko ein, dass seine Freundin mit seinem Geld die Biege macht. Es werden Gesetzeslücken ausgenutzt, völlig legal und ok und keiner kann mir sagen, wenn er in der Situation wäre, das er es nicht machen würde. Dafür trennt man eben Firma und Privat. Politik wäre da evtl. gefordert, aber die haben ja anderes zu tun.
Wer weiß, ob Wendler nicht mal alles bereut, wie er es getan hat, das wird die Zukunft zeigen. Meistens erwischt es solche Leute härter als vorher.
glaube auch nicht das eine privatinsolvenz so gut ist es zieht ziemlich viele konsiquenzen mit sich wenn man private insolvenz anmeldet unter anderem darfst/kannst du dir selber wie zb. möbel einrichtungen , autos ,handyverträge usw nicht mehr in deinem namen kaufen oder bestellen weil du insolvenz angemeldet hast. wenn du arbeiten gehst wird dir geld von deinem gehalt abgezogen und dir bleibt nur noch soviel übrig wie du zum leben brauchst heißt soviel wie grad die miete bezahlt un der rest für lebensmittel viel bleibt einem da nicht mehr so wirklich und ich stelle mir das als kein schönes leben vor, ein bekannter von mir hat auch privat insolvenz angemeldet und der lebt auch nicht glücklich
Wer meint, daß man leichtfertig Schulden machen und dann in 6 Jahren Privatinsolvenz alles locker wieder in den Griff kriegt, der täuscht sich ganz gewaltig. Wenn heraus kommt, daß Schulden gemacht wurden, im letzten Jahr vor der Insolvenz, obwohl der Schuldner wußte, daß er es nicht zahlen konnte, kann sogar wegen Insolvenzbetrug bestraft werden. Und zwar mit Gefängnis. Mit dem Existensminiumum, kommt drauf an, wie man es sieht. 980,- € müssen dir auf jeden Fall bleiben. Es kommt auf den Nettoverdienst an, und wieviel Unterhaltspflichtige Personen man noch im Haushalt hat. Den Betrag kann man in jeder Pfändungstabelle nachlesen. In den 6 Jahren der Wohlverhaltensperiode muß er sich ganz extrem mit Nachweisen um Arbeit kümmern, er muß jede Veränderung dem Insolvenzverwalter anzeigen. Und regelmäßig die Steuererklärung und die Kontoauszüge zum Insolvenzverwalter bringen. Wenn der Schuldner dann die Resschuldbefreiung bekommen hat, steht er aber noch 4 Jahre in der Schufa, und muß noch die Gerichtskosten zahlen. Während der ganzen Zeit, wird er nirgendwo ein Telefon oder ein Handy oder einen Leasingvertrag bekommen. Ein Konto kann er nur auf Guthabenbasis führen Eine EC-Karte kann er aber haben. Auch wenn es keine Zuckerschlecken ist: die Zeit der schlaflosen Nächte und die Besuche des Gerichtsvollziehers sind vorbei.
Wenn Du eine Bank findest, die ein Konto für Doch eröffnet. Klar gibt es eine selbstverpflichtung der Banken, aber die dürfen für Dein Konto auch richtig schöne Gebühren verlangen.
"Wenn heraus kommt, daß Schulden gemacht wurden, im letzten Jahr vor der Insolvenz, obwohl der Schuldner wußte, daß er es nicht zahlen konnte, kann sogar wegen Insolvenzbetrug bestraft werden." Wie schon geschrieben: das nachzuweisen, ist meist doch recht schwer und auch oft nur Angstmacherei. Denn, nicht alle Schulden, die im letzten Jahr vor der Insolvenz angefallen sind, zählen unweigerlich gleich als Betrugsverdacht.
Zum Konto: während der Insolvenzzeit bekommst du in jedem Fall ein Guthabenkonto von einer Bank. Nur davor, wenn ständig Gläubiger pfänden wollen, wird es schwer, ein Konto zu führen. Hier kündigen die Banken leider sehr oft.
Also, zunächst ist es doch überall und bei jeder einzelnen Person so, dass man mehr ausgeben möchte, als man wirklich hat. Selbst unser ach so beliebter Staat macht es uns doch gleich auf diese Weise vor. Und wenn jemand anderes etwas Neues hat, will man das natürlich auch haben, um am Leben teilhaben, mitreden zu können, egal ob man sich dies letzten Endes dann auf Pump kauft. Dass eine solche Denkensweise nicht unbedingt die schönste ist, leuchtet zwar ein, letztlich ist es aber die wirtschaftlichste Form - wie Sie auch bei Firmen praktiziert wird.
Oder glaubt jemand, dass neue Sparkassenbauten umsonst aus dem Boden gestampft werden. Dies wird u. a. alles mit dem Geld der Kontoeinzahler und deren anfallender Kredit-/Darlehenszinsen bezahlt - insofern stellt dies auch Pump dar, für die der Sparende aber dennoch nur lumpige Zinsen bekommt. Was glaubt ihr, wenn alle Sparenden Ihre Konten plündern wollten - die Banken wären alle sofort bankrott, weil das ganze Geld gar nicht zur Verfügung stehen würde. Hier beschweren sich komischer Weise die Wenigsten darüber.
Wenn aber ein normaler - im Gegensatz zum Sparkassenriesen - kleiner Bürger so etwas tut und dann nicht mehr aus dem Schlamassel rausfindet, wird ihm dies gleich heftigst angelastet. Er tut unterm Strich nichts anderes als die Bank: er wirtschaftet mit Geld, welches ihm eigentlich nicht gehört.
Somit finde ich nicht wirklich etwas Verwerfliches daran, wenn jemand dann wenigstens einsieht, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und dann das PI anstrebt. Eine Firma hat schießlich ein ähnliches Recht, wenn sie vor dem Bankrott steht. Hier fragt man auch erst im Nachhinein, ob es mit der Wirtschaftlichkeit nicht doch übertrieben wurde, so dass dies zum Untergang geführt hat.
Also, zunächst gibt es auch einzelne Personen, die sparen bevor Sie sich etwas leisten.
Und ob man den "Staat" (das sind übrigens wir alle oder meinst Du die verantwortlichen Politiker?) als Rechtfertigung nehmen soll, bleibt besser dahingestellt.
Die Schulden werden auch nicht nur bei den Banken und Sparkassen, sondern auch beim einzelnen Bürger, wie z.B. bei Vermietern gemacht. Die sind auf ihre Mieteinnahmen angewiesen und schauen dann absolut in die Röhre. Hier wird vom Schuldner nicht mit Geld gewirtschaftet - es wird auf Kosten anderer verbraten.
Jemand der spart, handelt unwirtschaftlicher, als jemand, der das Geld gleich wieder einsetzt - unabhängig davon, ob es ihm nun gehört oder nicht. Schon mal an die Inflation gedacht! Die frist Dir das Gesparte in der heutigen Zeit ruckzuck auf, so dass du unterm Strich nicht wirklich etwas gespart hast.
Zudem wird Geld immer auf Kosten anderer verbraten werden - so funktioniert nunmal leider unser Wirtschaftssystem. Schau es Dir einfach mal genau an und Du wirst es erkennen.
Und - oh ja - der Staat, hier insbesondere verantwortliche Politiker, sind definitiv eine Rechtfertigung wert. Aber dies ausführlicher zu erläutern, sprengt hier doch den Rahmen.
Ich fürchte, hier gehen unser Ansichten über verantwortliches Handeln zu weit auseinander.
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