Frage von Hardware02, 46

Privatentnahme von abgeschriebenem (defektem) Firmenbesitz?

Sagt mal, wie ist das denn eigentlich mit Firmenbesitz, der abgeschrieben ist, z.B. ein Laptop nach früher drei (heute fünf) Jahren? Muss man da immer noch einen fiktiven Restwert ansetzen und diesen als "Privatentnahme" verbuchen, wenn man das Gerät nicht mehr für die Firma nutzen, sondern z.B. verkaufen will? Oder geht das Finanzamt davon aus, dass der Restwert eines abgeschriebenen Gerätes null beträgt?

Und wie sieht es aus, wenn das Gerät defekt ist? Wenn man ein solches defektes Gerät zum Ausschlachten auf eBay verkauft - interessiert das das Finanzamt noch? Soll ich den Laptop vorher der Firma abkaufen? Wäre EUR 1,- ein angemessener Preis? Oder ist das bei einem abgeschriebenen Gerät sowieso egal?

Ich hab schon ein bisschen gegoogelt, aber so ganz zufrieden war ich mit den Treffern noch nicht. Daher dachte ich mir, ich frage mal hier.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 28

Wenn Du es sowieso auf eBay verkaufen willst, dann mache das doch für den Betrieb.

Denn gibt es auch keine späteren Probleme. Stell Dir vor, Du entnimmst es als Schrott udn ein Betriebsprüfer weißt Dir nach, dass Du es für 50,- Euro auf eBay verscherbelt hast.

Egal wegen der 50,- Euro, aber alles in Deiner Buchhaltung wird dann unter dem Gesichtspunkt der blöden Lüge betrachtet. Vermutlich ein Schaden von tausenden von Euro.

Kommentar von Hardware02 ,

Na ja, das ist wohl am besten. Verkauft ist das Teil schon, dann werde ich einfach die Einnahmen in der Steuererklärung angeben und fertig. War ja nicht viel, aber zum Wegwerfen trotzdem zu schade.

Sag mal ... du weißt nicht zufällig, wie gebrauchte Laptops abgeschrieben werden müssen? Einer davon ist ein Jahr alt (EUR 180,-), der andere fünf Jahre (EUR 250,-). Ich bin mir nur jetzt unsicher, weil ich gelesen habe, dass gebrauchte Laptops gleich als GWG abgesetzt werden können. Oder ist das noch die alte Regelung?

Soll ich die beiden Geräte jetzt einfach jeweils über fünf Jahre abschreiben, und beim Verkauf wieder eine Privatentnahme machen? Oder den neueren über vier Jahre abschreiben und den anderen als GWG? 

Kommentar von wfwbinder ,

180,- + 250,- ist jeweils GWG.

Kommentar von Hardware02 ,

Obwohl es PCs sind? Ich habe gelesen, dass man sogar Drucker,  die nicht eigenständig nutzbar sind, sowie PC-Software über fünf Jahre abschreiben  muss, weil das eben unter die Kategorie PC fällt. Und da dachte ich mir, für PCs gilt das erst recht.

Also meinen Tintenstrahldrucker (Kaufpreis EUR 39,95) schreibe ich aus eben diesem Grund jetzt über fünf Jahre ab ... vielleicht war das ja falsch. Der andere Drucker hat eine Kopierfunktion und war daher ein eigenständig nutzbares GWG.

Na, nächste Woche komme ich wieder an die CD mit meiner Steuersoftware und kann die neu installieren. Dann werde ich mal  schauen, ob da in der Hilfe etwas zu diesem Thema steht.

Kommentar von wfwbinder ,

Also die Überprüfung der Regel, dass PC nur gemeinsam mit der Peripherie abgeschrieben werden dürfen, wird vermutlich bei mit zu grauen Haaren beim Finanzamtsprüfer werden.

OK, mein Notebook mit 2 externen Tastaturen (eine im büro, eine im Arbeitszeimmer daheim) klappt ja noch. Meinen Drucker hatte ich schon davor. der andere Drucker, den ich auch schon vorher hatte, ist als Kopierer und Faxgerät auch einzeln nutzbar.

Was ist mit meinem Beamer, den habe ich auch schon mit meinem vorletzten Notebook vor 6 Jahren genutzt und ausserdem gebraucht gekauft.

Kommentar von Hardware02 ,

Was, "zusammen mit dem Computer" muss das auch noch sein? Also die Gesetzgeber machen einem das Leben schon gern schwer. 

Ich werde jetzt einfach den ganzen PC-Kram über fünf Jahre abschreiben, gebraucht oder nicht. Und wenn ich den einen Laptop dann nach knapp vier Jahren verkaufe, weil er noch unter Windows 7 läuft, dann verbuche den vermutlich phänomenalen Erlös halt wieder als Betriebseinnahme.

Steuer ist schon kompliziert.

Antwort
von schwarzwaldkarl, 31

nein das wäre wohl zu einfach, denn eigentlich müsstest Du den Zeitwert bezahlen und nicht die 1,-- € (normale Betrag für eine abgeschriebene Ware), ansonsten könntest Du Probleme mit dem FA bekommen...

Bin mir allerdings sicher, dass Dein Steuerberater es bestimmt weiß... 

Kommentar von Hardware02 ,

Diese Antwort hilft mir gar nichts. Einen Steuerberater habe ich natürlich nicht, da ich mir keinen leisten kann. 

Und der Zeitwert eines Notebooks mit defektem Mainboard? Sehe ich ziemlich genau bei EUR 0,- da die Reparatur mit EUR 300,- den Kaufpreis meines "neuen" Notebooks übersteigen würde.

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