Frage von Limbo91, 20

private Krankenversicherungsbeiträge nachzahlen wegen Unterversicherung?

Hallo zusammen, ich habe im August 2010 eine private KV abgeschlossen, da ich zu diesem Zeitpunkt Beamtenanwärter wurde. Diese habe ich über einen Mitarbeiter der Deutschen Vermögensberatung abgeschlossen. In der weiteren Zeit habe ich mich auch regelmäßig mit diesem, hinsichtlich, anderer Dinge getroffen. Nach Abschluss meines Vorbereitungsdienstes habe ich ihn insgesamt 3 Mal angesprochen, ob nicht meine KV angepasst werden müsse; da diese ja noch so günstig sei. Zur Antwort habe ich jedes Mal erhalten, dass "das alles passt". Auch die KV selbst hat sich nie an mich gewandt hinsichtlich des Ausbildungsendes. ich war demnach immer in dem guten Glauben, dass alles seine Richtigkeit habe. Da ich mich jetzt in Elternzeit befinde und die Versicherung entsprechenf angepasst werden musste, fiel jetzt ("zufällig") auf, dass ich die letzten drei Jahre zu wenig gezahlt habe und im falschen Tarif war. Nun soll ich 6000 Euro nachzahlen für die 3 Jahre. Ich weiß, dass eine Versicherungspflicht besteht, jedoch frage ich mich, ob es eine alleinige Bringschuld meinerseits gibt, oder ob nicht vielmehr die Versicherung dies ebenfalls versäumt hat!? Rein rechtlich dauert der Vorbereitungsdienst eines Beamten im Schnitt 3 Jahre und kann um ein Jahr verlängert werden, somit kann ein Vorbereitungsdienst schon gesetzlich keine 6 Jahre dauern... Dann habe ich, was mich am meisten ärgert, 3 mal in den vergangenen 3 Jahren meinen Berater der DVB diesbezüglich angesprochen (leider nur mündlich, aber im Beisein meiner Eltern). Hat Jemand schon mal etwas Ähnliches erlebt oder eine Idee wie ich da am Besten "raus" komme? Vielen Dank im Voraus

Antwort
von Apolon, 9

Diese habe ich über einen Mitarbeiter der Deutschen Vermögensberatung abgeschlossen.

Dies war schon der 1. Fehler!

Scheinbar hat dieser Mitarbeiter auch keine Ahnung welchen Versicherungsschutz ein Beamter benötigt, denn sonst hätte er sich um eine Vertragsänderung bei dir bemüht.

Du solltest dir ernsthaft auch mal überlegen, evt. den Versicherer zu wechseln, denn die Central bietet nicht gerade die beste Absicherung für Beamte. Und außerdem auch keinen Service, wie du es ja selbst erlebt hast.

Vermutlich steht ja in deinem Versicherungsvertrag, dass der Ausbildungsvertrag nur bis zum Ausbildungsende gilt. Also beim Statuswechsel zum Beamten auf Probe endet.

Bedeutet, du hättest dich an den Versicherer wenden müssen, wenn der Vermittler nichts taugt und sich nicht um deine Belange kümmert.

Gruß N.U.

Antwort
von DerHans, 10

Nicht die KV ist verpflichtet, nachzufragen, ob deine Ausbildung beendet ist. Du hast unterschrieben, dass du alle Veränderungen dem Versicherer mitzuteilen hast.

Wenn du dich an einen von der Straße aufgesammelten "Vermögensberater" hältst, bist du trotzdem selbst für dein Handeln verantwortlich.

Du kannst den "Berater" (oder seinen Obermotz) ja auf Schadensersatz verklagen, wenn du dadurch einen Vermögensschaden hast.

Die fehlenden Beiträge wirst du zahlen müssen, die hast du schließlich "gut angelegt"

Antwort
von DolphinPB, 10

Solcje Vorkommnisse sind bei den "Beratern" der DVAG Gang und Gebe. da interessiert der Abschluss und dann nichts mehr. Zum Thema DVAG bzw. Central KV und Beamten(anwärter) erspare ich mir aber Kommentare, das ist so unpassend wie nur irgendwas.

"In der weiteren Zeit habe ich mich auch regelmäßig mit diesem, hinsichtlich, anderer Dinge getroffen"

Genau (s.o.), wahrscheinlich hast Du eine fondsgebundene Rentenversicherung (ggf. riestergefördert), eine viel zu teure Privat-/Diensthaftpflicht und sonst noch welchen Unsinn. Aber was Du sicher auch nicht hast, ist eine vernünftige Absicherung gegen Dienstunfähigkeit.

Also, was ist zu tun ?

Erstens, die Beiträge nachzahlen, denn das ist hauptsächlich Dein Verschulden. Natürlich hätte sich ein guter und vor allem sachkundiger Berater (und davon hat die DVAG kaum welche, und schon gar keine die sich mit Beamten auskennen) sich diesen Vorgang auf Wiedervorlage gelegt und Dich dann zeitgerecht angesprochen. Aber, das hättest Du auch wissen können bzw. müssen. Das steht sicher auch mehr oder weniger klar in den Bedingungen bzw. im Vertrag.

Zweitens, den Berater sofort wechseln und sich zukünftig von der DVAG fern halten.

Drittens, sofort (wenn nicht gesundheitliche Einschränkungen dagegen sprechen) den Krankenversicherer wechseln. Die Central war und ist schelcht bei Beamten und das ganze Unternehmen ist m.E. mittelfristig existenzgefährdet, es gibt nämlich so gut wie kein Neugeschäft mehr dort, und die Bilanzsituation und Beitragsstabilität war schon immer grottenschelcht.

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