Frage von Carrio, 56

Private Krankenversicherung trotz Schwangerschaft im Referendariat?

Hallo ihr Lieben,

ich bin leider in Versicherungsfragen total unbegabt und brauche deshalb mal dringend Hilfe. Ich bin im Referendariat und momentan noch gesetzlich versichert. Ich wollte aber ganz gerne in die Private wechseln. Jetzt habe ich erfahren, dass ich schwanger bin und habe die Befürchtung, dass ich deshalb abgelehnt werde. Sollte man trotzdem einen Antrag stellen? Geht das überhaupt so ohne Probleme? Oder sollte ich jetzt erst mal mit der gesetzlichen Versicherung leben und erst bei Verbeamtung einen Antrag stellen? Ich würde natürlich gerne die Vorteile der privaten Krankenversicherung für die Schwangerschaft nutzen, habe aber Angst dass ein abgelehnter Antrag sich zukünftig negativ auf einen Wechsel auswirkt.

Ich bin für jede hilfreiche Antwort dankbar! Liebe Grüßen Catharina

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DolphinPB, 29

"Jetzt habe ich erfahren, dass ich schwanger bin und habe die
Befürchtung, dass ich deshalb abgelehnt werde. Sollte man trotzdem einen
Antrag stellen? Geht das überhaupt so ohne Probleme? Oder sollte ich
jetzt erst mal mit der gesetzlichen Versicherung leben und erst bei
Verbeamtung einen Antrag stellen? Ich würde natürlich gerne die Vorteile
der privaten Krankenversicherung für die Schwangerschaft nutzen, habe
aber Angst dass ein abgelehnter Antrag sich zukünftig negativ auf einen
Wechsel auswirkt."

Es gibt Versicherer die versichern Dich auch während der Schwangerschaft, aber längst nicht alle, und ob Dein Wunschversicherer mit seinem Wunschtarif darunter ist, steht ja auch nicht fest.

Nein, nicht irgendwo mal einen Antrag stellen, das kann später in der Tat negative Folgen haben.

Was Hr. Uhrig sagt stimmt, und das könnte dann in dieser Angelegneheit das größte Problem sein. Du hast 18 Monate Bindungsfrist bei einer freiwilligen gesetzlichen KV, insofern ....

Antwort
von Apolon, 36

Hallo Catharina,

sinnvoll ist zuerst den Antrag auf eine PKV zu stellen, wenn das Kind auf der Welt ist. Davor wird es nicht möglich sein, da es auf Grund der Fragen bezüglich Schwangerschaft eine Ablehnung geben wird.

Ergänzend könnte es auch sein, dass der Beginn deiner Ausbildung sich durch die Schwangerschaft etwas verschiebt.

Kläre dies am besten mit dem zuständigen Studienseminar bzw. der Einstellungsbehörde ab.

Gruß N.U.

Kommentar von Carrio ,

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Meine Ausbildung hat im Mai schon begonnen, nur der Abschluss wird sich um ein halbes Jahr verzögern.

Würd eine Ablehnung des Antrags sich negativ auf spätere Anträge auswirken? 

Habe ja noch ein bisschen die Hoffnung, dass doch eine Versicherung langfristig denkt und mich aufnimmt, aber das ist wohl unwahrscheinlich oder?

Kommentar von Apolon ,

Sicher wird dich die PKV nehmen, wenn dein Kind auf der Welt ist und keine Gesundheitsprobleme dagegen stehen.

Wobei man dann allerdings auch noch beachten muss, dass evt. ein Wechsel von der GKV zur PKV nicht gleich möglich ist.

Man muss auch noch die Mindestlaufzeit bei der GKV beachten, denn du musstest doch sicherlich deine KV-Mitgliedschaft auf eine freiwillige Mitgliedschaft umstellen.

Da du ja schon seit Mai 2016 nach deinem Text - Beamtin auf Widerruf bist, hast du ja jetzt kein Sonderkündigungsrecht bei der GKV mehr.

Kommentar von DolphinPB ,

"Davor wird es nicht möglich sein, da es auf Grund der Fragen bezüglich Schwangerschaft eine Ablehnung geben wird"

Das mag bei der DBV der Fall sein, gilt aber längst nicht für alle Versicherer.

Kommentar von Apolon ,

Dies mag zwar möglich sein, nur sollte man auch beachten, dass sie zur Zeit freiwillig seit Mai 2016 in der GKV versichert ist.

Also wird sie zuerst mal 18 Monate in der GKV verbleiben müssen, bevor sie wechseln kann. 

Kommentar von DolphinPB ,

Korrekt

Antwort
von basiswissen, 29

Es gibt eine Vielzahl von Versicherern die dich auch bei Schwangerschaft versichern würden. Das macht nicht jeder, aber hier solltest du einfach nicht wahllos irgendwo mal eben einen Antrag stellen sondern dich entsprechend beraten lassen. Mein Tipp für Beamtenanwärter ist deshalb immer folgende Internetseite:https://info-beihilfe.de/


Du kannst mich natürlich auch "adden" und ich helfe dir, habe aber in Sachen Beihilfe (was dich als Referendarin betrifft) nur ein rudimentäres Wissen.

Antwort
von Carrio, 15

Vielen Dank an alle Beiträge,

ihr habt mir sehr geholfen! Dann werde ich wohl in der Tat warten, bis ich (hoffentlich) verbeamtet bin und individuelle Leistungen beim Arzt erst mal selber zahlen.

Danke nochmal für die Hilfe!

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