Frage von mikaael1990, 60

Private krankenversicherung sinnvoll bei einer selbstädingkeit?

Hallo bin seit 5 monaten selbständig und wollte mich versichern . Soll ich mich Privat versichern oder ganz normal?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 9

Hallo Mikaael1990,

wann und ob ein Wechsel von der Gesetzlichen Krankenkasse in die private Krankenversicherung sinnvoll ist, hängt - wie hier bereits gesagt wurde - von vielen Aspekten ab.

Zunächst möchte ich einmal grob auf die Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV) gegenüber der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) eingehen: 

  • die Leistungen werden weitestgehend auf deinen Bedarf angepasst bzw. von dir gewählt (z. B. Chefarztbehandlung im Krankenhaus, bessere Unterbringung dort, Zahnleistungen etc.) 
  • ein beitragssenkender Selbstbehalt kann vereinbart werden (= Betrag bis zu dem du deine entstehenden Krankheitskosten selbst trägst, erst wenn du über diesen Betrag kommst, "springt" die PKV ein) 
  • "Grundtarife" sind wählbar. Diese sind meist preisgünstiger und liegen sogar unterhalb der Beiträge in der GKV. Das ist speziell für Selbstständige ein Vorteil. 

Kurz gesagt: Der Versicherungsbeitrag in der PKV bemisst sich nicht an deinem Gehalt, sondern an dem, was du absichern möchtest! 

Zu bedenken ist bei deiner Entscheidung aber auch deine persönliche Situation, sprich' das Thema Familienplanung. Denn in der GKV können Kinder unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden. In der PKV wird für jede Person ein eigener Beitrag - abhängig vom gewünschten Versicherungsschutz, Gesundheitszustand bei Antragsstellung und Eintrittsalter fällig. 

Der Beitrag in der GKV berechnet sich prozentual vom Bruttogehalt. Der Vorteil hierbei liegt auf der Hand: Verringert sich dein Einkommen, verringert sich auch dein Krankenkassenbeitrag. Du musst also nie fürchten deinen Beitrag irgendwann nicht mehr zahlen zu können. Verdienst du jedoch viel, zahlst du auch entsprechend viel, obwohl du die selben Leistungen bekommst wie jeder andere.

Der Wechsel von der GKV in die PKV sollte auf jeden Fall gut überlegt sein, da es unter Umständen eine langfristige Entscheidung ist.

Du solltest dir daher auf jeden Fall die Zeit nehmen und dich umfassend von einem Fachmann beraten lassen. Außerdem ist es sicherlich sinnvoll, erst einmal abzuwarten, wie sich deine Selbstständigkeit entwickelt.

Letztendlich hast du auch die Zeit, denn die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV kannst du stets mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende kündigen.

Viele Grüße

Anna vom Barmenia-Team

Antwort
von Apolon, 32

 Private krankenversicherung sinnvoll bei einer selbstädingkeit?

Normalerweise sollten Selbständige in der Anfangszeit in der GKV bleiben.

Solltest du aber ein durchschnittliches Einkommen (Gewinn) von mtl. mindestens 5.000 € haben und damit rechnen können, dass dies in den nächsten 3 Jahren so bleibt, kann man u.U. eine PKV in Erwägung ziehen.

Dies aber nur dann, wenn keine weiteren Familienangehörige auch privat mitversichert werden müssten.

Bedenke auch Existenzgründer haben die Möglichkeit in den ersten Jahren einen Sonderbeitrag in der GKV zahlen zu können.

Besprich dies mit einem Versicherungsvertreter, der auf die PKV spezialisiert ist.

Gruß N.U.

Antwort
von Buerger41, 32

Eine private Krankenversicherng ist eine Kostenerstattungsversicherung. Der Leistungsumfang ist vertraglich vorgegeben. Sie können auch abgelehnt werden, wenn Sie irgendwelche gesundheitliche Probleme haben oder hatten.

Bleiben Sie besser in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hier werden nicht nur Leistungen erstattet, sondern Sie werden auch gesundheitspolitisch betreut. Das geht weit über das hinaus, was private Versicherer anbieten können. Außerdem ist der Leistungsumfang nicht begrenzt.

Hinzukommt, eine Ablehnung wie bei der pKV gibt es bei der GKV nicht.

Meine Empfehlung: Gehen Sie erst einmal in die GKV. Wechseln können Sie später immer noch, wenn Sie das partout wollen.

Antwort
von NochWasFrei, 27

Kommt auf dein Einkommen, deine aktuelle und zukünftige familiäre Situation und vieles mehr an. Ausführliche Beratung ist angesagt und die kann man hier nicht machen.

Antwort
von kevin1905, 33

Du solltest einen Versicherungsmakler mit Schwerpunkt der privaten und gesetzlichen KV aufsuchen und eben diese Frage stellen.

Anhand der gemachten Angaben ist das nicht abschließend zu bewerten, tendenziell gehören Gründer aber ehr in die GKV, auch wenn sie da vielleicht heute 100,- € mehr im Monat zahlen.

Antwort
von basiswissen, 14

Es ist schwierig mit so wenigen Angaben eine vernünftige Aussage zu treffen.

Zunächst einmal solltest du klären wie du momentan versichert bist, denn wenn du schreibst dass dich jetzt, nach fünf Monaten, um eine Krankenversicherung kümmern möchtest dann würde das ja eigentlich bedeuten dass du bisher nicht versichert gewesen bist. Gott sei Dank gibt es von deiner vorherigen Krankenversicherung eine sogenannte Anschlussversicherung. Du solltest dich mit der einmal in Verbindung setzen und schauen wie viele Beitragsrückstände schon angefallen sind. Denn die musst du zunächst einmal nachzahlen.
Dann ist die Entscheidung in eine private Krankenversicherung zu gehen immer abhängig von deiner derzeitigen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Situation, aber auch von deiner Familienplanung in der Zukunft.
Es gibt es dann auch noch eine Vielzahl von Angeboten und Tarifen in der privaten Krankenversicherung. Da muss man schon sehr genau hinschauen bei welchem Tarif man am besten aufgehoben ist.
Und zu guter letzt geht es auch noch um deine Beweggründe: willst du Geld sparen? Dann ist die PKV nicht unbedingt die beste Lösung, denn die billigen Angebote die oft beworben werden sind nicht unbedingt mit vernünftiger Leistung bestückt.

An diesen kurzen Ausführungen merkst du schon das es sehr viele Dinge zu beachten und Bedenken gibt. Du solltest dich also an einen spezialisierten Berater wenden, am besten an einen unabhängigen Versicherungsmakler der sich bei privaten Krankenversicherungen und auch gesetzlichen Krankenversicherungen bestens auskennt und ich dann ordentlich berät.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Antwort
von eulig, 24

wenn du bereits seit 5 Monaten selbständig bist, dann dürftest du seit 5 Monaten bereits von deiner letzten Krankenversicherung in die obligatorische Anschlussversicherung von amtswegen versichert worden sein. heißt du hast dort bereits Beitragsrückstände.

anhand der knappen Angaben ist es schwer eine Empfehlung abzugeben, was für die Zukunft besser ist (rückwirkend kannst du dich nicht mehr privat versichern).

wenn du vor hast eine Familie zu gründen und/oder Vorerkrankungen hast oder in der Vergangenheit hattest, dann kann die private Krankenversicherung schnell sehr teuer werden. die PKV kann dich auch ablehnen. denn in der PKV zahlt man die Beiträge nicht gemessen am Einkommen, sondern anhand des Krankheitsrisikos, Vorerkrankungen, Selbstbeteiligungen und was man alles abgesichert haben möchte. in jungen Jahren mag das günstig erscheinen. aber wer wird mit zunehmendem Alter schon gesünder?

zudem ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung kaum mehr möglich.

Antwort
von Griesuh, 16

Als selbstständiger kannst du dich freiwillig bei der GKV versichern. Was ich dir auch anraten würde. Auf Dauer gesehen fährst du damit deutlich besser als mit einer PKV. Denn die PKV's sind schon lange nicht mehr das was sie einmal waren.

Ganz abgesehen von den überdurchschnittlichen  Beitragserhöhungen. Diese werden dich besonsers im Rentenalter mit voller Härte treffen.

Da schon seit 5 Monaten selbstständig,  wird man von amtswegen in eine Anschlussversicherung versichert. Da du noch keine KK beiträge entrichtet hast, bedeutet das: 5 Monate Beitragsrückstand.

Also jetzt schnell handeln.

Antwort
von GrafKaufland, 25

Ich empfehle eine freiwillige, gesetzliche Krankenversicherung. Dort gibt es keine Gesundheitsprüfung, keine Leistungsausschlüsse und die Beiträge richten sich nur nach dem Einkommen. Wenn gewünscht, kann man sich ja privat für Zahnersatz, Brille, Krankentagegeld zusätzlich versichern.

Antwort
von Paule13579, 30

Nimm die normale Krankenkassen.

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