Frage von Andreeeea1998, 116

Private Krankenkasse kündigt mich wegen Psychotherapie?

Hallo Leute,

ich habe gerade einen Brief bekommen wo steht, dass mich meine Krankenkasse kündigt (ich bin 17). Da steht sowas drinnen wie ich war länger bei Ihr in Behandlung und wo sie dann umgezogen ist habe ich aufgehört und jetzt wollte ich wieder bei ihr anfangen. Ich habe den Brief nicht wirklich verstanden. Können die mir aber einfach so kündigen?

Andreeeea

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Antwort
von Kapodaster, 77

Klingt für mich, als würden sie dich rausschmeißen, weil Du die Therapie abgebrochen hast.

Kommentar von DolphinPB ,

Dürfen die gar nicht.

Antwort
von user8787, 84

Du bist mit 17 als Selbstzahler bei einer privaten Krankenversicherung versichert?

Kommentar von Andreeeea1998 ,

Nein ich bin über meinen Vater versichert

Kommentar von user8787 ,

Achso. Dann weiß ich das nicht. Das eine Private kündigen kann ist mir bekannt, passiert bei vielen meiner chron. und akut kranken Pat. oft. 

Dein Vater sollte schnellst möglich nachfragen was das Problem ist. 

Kommentar von DolphinPB ,

"Das eine Private kündigen kann ist mir bekannt, passiert bei vielen meiner chron. und akut kranken Pat. oft."

Oft - was haben Sie denn für Patienten ? Ihre pauschale Aussage ist Unsinn.

Wenn man mal von bestimmten Zusatzversicherungen (z.B. bei bestimmten Krankentagegeldversicherungen) absieht, darf eine PKV nicht kündigen, es sei denn wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung.

Das Kündigungsrecht wegen "zu hoher Kosten" o.ä. ist ausgeschlossen.

Kommentar von user8787 ,

Leider nein. Kann die PKV nachweisen des gewisse Risikofaktoren bei Vertragsabschluss verschwiegen wurden kann eine Kündigung wirksam werden. 

Mein jüngster fall ist eine 28 jährige Patientin nicht angab das ihr Oma an Leukämie verstarb.

Nun ist sie an akuter lymph. Leukämie erkrankt und bekam von ihrer Versicherung das Kündigungsschreiben. 

Zw. der Erkrankungen gibt es medz. keinen Zusammenhang, die PKV sieht das anders. So nun verzögert sich die Therapie was ich ethische gesehen widerlich finde. 

Das ist kein Einzelfall und die Leute wissen das auch. Zum Glück gehen so Fälle immer Öfter an die Öffentlichkeit. 

Kommentar von DolphinPB ,

Aus Ihnen spricht der Arzt, aber hier geht es um ein versicherungstechnisches Problem und davon haben Sie keine Ahnung.

Wie ich schon sagte, vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung ist ein Kündigungsgrund. Wenn aber der Versicherer nicht explizit danach fraget, spielt es später keine Rolle.

Ich kann mir sehr schwer vorstellen dass eine PKV nach schweren Krankheiten im Verwandtenkreis fragt, das kenne ich nur von DD (Schwere Krankheiten Versicherung) Anträgen. Dabie handelt es sich aber (obwohl der Name es durchaus nahelegen könnte) nicht um eine Krankenversicherung.

Kommentar von user8787 ,

Von wegen, weil das beste weißt du nocht nicht. Die junge Frau wurde mit knapp 1 Jahr adoptiert. 

Es hadelt hierbei also um keinen Verwandschaftsgrad. 

Und nun? Hat die Oma sie angesteckt? (Vorsicht Ironie) 

Sry, das ist so lächerlich. Die junge Frau kämpft um ihr Leben und die Versicherung hat nur eins im Sinn, sie loszuwerden. 

Weder ist Leukämie erblich, noch war sie verpflichtete das anzugeben, da sie zu keinem genetischen Verhältnis stehen. 

Hier geht es nur um Geld. Hier geht es in erster Linie um das Wohl der Aktionäre. 

Ich führe keinen Krieg, bin selber privat versichert und weiß was auf mich zukommt sollte ich mal ernsthaft erkranken. Dafür sorge ich unabhängig von der PKV vor. 

Aber ich schaue diesen Menschen beim leiden zu. Es kostet viel Kraft und Energie wieder gesund werden zu wollen. Kämpfe wie diese saugen die Kraft aus den Menschen. Und das macht mich oft wütend, ja. 

So, wir weichen von Thema des TE ab. 

Sry....

Kommentar von DolphinPB ,

Ob Sie es nun glauben wollen oder nicht.

Nur wenn die Versicherung im Antrag explizit nach solchen Dingen fragt, kann sie (und selbst dann gibt es relativ große Hürden), wenn später herauskommt dass die Unwahrheit "gesagt" wurde, kündigen.

Ich glaube Ihnen schlicht und einfach nicht. Eine private Krankenversicherung darf nicht einfach kündigen (außer den o.g. Fällen), das können Sie in den entsprechenden Musterbedingungen nachlesen.

Ihre Meinung über Versicherungskonzerne in allen Ehren, aber hier stimmt was nicht.

Kommentar von user8787 ,

Passt schon. :o) 

Mehr Daten gebe ich nicht preis, warum sollte klar sein. 

https://www.1averbrauchermagazin.de/versicherung/urteil-private-krankenversicher...

...."es darf gekündigt werden wenn der Vertrag des Versicherten für das Versicherungsunternehmen nicht mehr zumutbar ist." 

Interne Juristen lächeln und haben wenig Mühe das zu Ungunsten des Versicherten auszulegen. 

Bereits hier wurde der Weg geebnet, der Rest ist individuelle Auslegungssache. 

Ich möchte das nun hiermit beenden. Wir schweifen zu Lasten des TE absolut vom Thema ab. 

Es war mir ein Vergnügen. ;o) 

Kommentar von DolphinPB ,

Unvollständig und verfälschend (in Ihrem Sinne ) zitiert, typisch.

Wenn schon zitieren, dann richtig und komplett:

" Demnach haben die privaten Krankenversicherungen das Recht einen Tarif aufzulösen, sofern eine schwere Vertragsverletzung vorliegt und der Versicherung ein Vertragsverhältnis nicht mehr zuzumuten ist (Az. IV ZR 50/11 und IV ZR 105/11). In einem der beiden Fälle hatte ein Versicherter durch gefälschte Abrechnungen rund 3.800 Euro von seiner  privaten Krankenversicherung erschlichen. Das zweite Gerichtsverfahren beschäftigte sich mit einem Versicherungsnehmer, welcher einen Außendienstmitarbeiter der Versicherung mit einem Bolzenschneider
attackiert hatte."

Hat denn Ihre Patientin den Versicherungsmitarbeiter attakiert oder sich geld von der PKV erschlichen ?

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