Frage von chris1990, 78

Privat Krankenversichert muss der Zahnarzt mich vorher über die Kosten vorher belehren(Kosten über 1500€) Am besten mit Gesetzestext. Vielen Dank im voraus?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 10

Hallo Chris1990,

wenn man gesetzlich krankenversichert ist, erstellt der Zahnarzt grundsätzlich einen Heil- und Kostenplan, da der Patient ansonsten nicht den Festzuschuss von der Krankenkasse bekommt. Im Anschluss an die Behandlung rechnet der Zahnarzt direkt mit der Krankenkasse ab und stellt dem Patienten den Eigenanteil in Rechnung.

Bist du privat krankenversichert muss der Zahnarzt dir - wenn du das verlangst - auch einen Kostenvoranschlag erstellen, den du bei deiner privaten Krankenversicherung einreichst. Die Verpflichtung des Zahnarztes auf den Patientenwunsch hin einen Kostenvoranschlag zu erstellen ist in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) geregelt. Dort ist ebenfalls festgehalten, dass die Fremd- und Eigenlaborkosten gesondert ausgewiesen werden müssen.

Je nach Versicherungsunternehmen und Tarif ist man verpflichtet den Kostenvoranschlag vor Behandlungsbeginn bei der Versicherung einzureichen, damit man die volle tarifliche Leistung bekommt. Bei Unsicherheit frag am besten bei deiner Krankenversicherung nach!

Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen.

Viele Grüße

Anna vom Barmenia-Team

Antwort
von Apolon, 28

für eine Zahnbehandlung ist dies nicht erforderlich.

Allerdings muss der Zahnarzt dir bei Zahnersatz oder Kieferregulierung dir einen Heil- und Kostenplan vorlegen, in dem alle Position angegeben sind.

Diese legst du dann deiner Krankenversicherung vor und bekommst dann eine Bestätigung für die Kosten die übernommen werden.

Den Differenz-Betrag musst du dann selbst bezahlen.

Gruß N.U.

Antwort
von dandy100, 37

Alle zahnärztlichen Rechnungen unterliegen der Gebührenordnung für
Zahnärzte, der GOZ. Zusätzlich gibt es noch den Bewertungsmaßstab für
zahnärztliche Leistungen, die BEMA.

Aufgrund dieser Richtlinien hat man die Möglichkeit, die Abrechnungsnummer seiner Rechnung und den Faktor der entsprechenden Honorarentgelte, mit den Gebührenkatalogen von GOZ und BEMA abzugleichen. Diese Kataloge findet man auch im Internet.

Für Materialkosten gibt es keine Regelungen.

Antwort
von eulig, 18

inwieweit dies auch bei privat Versicherten gilt, entzieht sich meiner Kenntnis - aber was für gesetzliche Versicherte gilt, wird wohl auch für private in irgendeiner Weise gelten

§28 Abs. 2 SGB V https://www.gesetze-im-internet.de/sgb\_5/\_\_28.html

"...In Fällen des Satzes 2 ist vor Beginn der Behandlung eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Zahnarzt und dem Versicherten zu treffen..."



Antwort
von Dickerchen123, 32

Hallo

Die Kostenfrage muss vorher immer geklärt sein. Zweckmäßigweise wird der Zahnarzt auch einen Kostenplan vorlegen und unterschreiben lassen.

Rein theoretisch könntest du behaupten, dass im Gespräch nur eine Summe von 150.- Euro genannt wurde. Der Doc muss dann das Gegenteil beweisen können. Ob du damit durch kommst - keine Ahnung.

Wende dich an deine Versicherung und teile mit, dass du vom Unfang der Kosten keine Ahnung hattest.

Alles Gute

LG

Antwort
von Deichgoettin, 27

Das muß er nur, wenn es um prothetische Leistungen geht, nicht um allgemeine chirurgischen und konservierende Leistungen.

Antwort
von schwarzwaldkarl, 41

Unter normalen Umständen klärt der Zahnarzt seine Patienten über die zu erwarteten Kosten schon auf, aber ich kenne andererseits auch kaum ein Patient, der zuvor nicht danach frägt... 

Antwort
von HalloRossi, 37

Ja, du bekommst vorher einen Heil- und Kostenplan. Das ist immer so

Kommentar von Apolon ,

Nein - bei einer Zahnbehandlung ist dies nicht der Fall !

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