Preisminderung bei Vertrag bei falscher Rassenangabe?

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13 Antworten

Hallo,

selbst, wenn ihr dem Verkäufer eine wissentliche Täuschung nachweisen könntet, und es somit ein Betrug wäre - worauf willst du einen "Schaden" beziffern?

Ein nachweislich reinrassiger Samojede kostet gut und gerne das Doppelte und mehr als das, was ihr bezahlt habt.

Insofern hätte es euch erstens klar sein müssen, dass es sich nicht um einen wirklich reinrassigen Hund handeln kann. Ansonsten wärt ihr ja auch zu einem eingetragenen VDH-Züchter gegangen, denn nur bei einem solchen hat man über die VDH-Papiere die Sicherheit eines Rassehundes.

Das aber habt ihr nicht getan - wahrscheinlich, meine Vermutung, waren euch die Preise zu hoch.

Jeder Richter würde wahrscheinlich ebenso denken und jeder weiß auch, dass man besagte Rassereinheit eben nur bei VDH-Hunden mit Sicherheit hat.

Diese "Gefahr" der Nicht-Reinrassigkeit habt ihr also ganz bewusst in Kauf genommen - und entsprechend wenig bezahlt.

Gegenüber einem nachweislich reinrassigen Hund habt ihr also höchstens die Hälfte bezahlt  - also, wo liebt nun der finanzielle Schaden?? Den nur ein solcher wäre einklagbar.

Dass andere Käufer weniger bezahlt haben, ist irrelevant, denn auch ein Welpenpreis ist bei vielen Verkäufern verhandelbar, vielleicht haben die anderen Käufer besser gehandelt. Das kann aber nicht dem Verkäufer zur Last gelegt werden.

Und wenn man den Hund liebt, ist es doch völlig und absolut egal, ob er nun nachweislich reinrassig ist oder irgendwelche "falschen" Ahnen hatte - ihr liebt doch genau diesen Hund!

Versuch es besser nicht, denn das geht nur über eine Klage - und die Kosten sind sehr hoch. Verliert ihr den Prozess, dann zahlt ihr auch noch die Kosten der Gegenseite und sämtliche Gerichtskosten. Davon könnte man dann sicher einen reinrassigen Hund mit VDH-Papieren kaufen.

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Also ganz ehrlich: Ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht. 

Wenn ihr einen Hund ohne Papiere kauft, kauft ihr keinen Rassehund. In vollem Bewusstsein

Ich verstehe die Aussage, dass ihr gefühlt zu viel für den Welpen bezahlt habt. Aber ich kann überhaupt nicht verstehen inwiefern dass jetzt mit dem "Mix" zusammenhängt. Denn ganz ehrlich: Wenn euch nur aufgrund der Aussage aufgefallen ist, dass irgendwo vor Generationen zu einem verhältnismäßigen geringen Teil eine andere Rasse dabei war, inwiefern hat der Hund dann an Wert verloren? Ist er dadurch jetzt weniger hübsch oder hat einen schlechteren Charakter oder ist weniger gesund?

Zur Zucht wäre er ohne Papiere ohnehin nicht infrage gekommen. Deswegen habt ihr absolut keine Nachteile dadurch. Und das war euch ebenfalls vorher klar. 

Für mich scheint der Züchter ja eher eine recht verantwortungsvolle Person zu sein, wenn er schon als nicht offizieller Züchter Kaufverträge macht und euch sogar preislich noch entgegen kommen will. Da finde ich so eine Sammelklage echt unmöglich.  

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Wo soll denn da ein Betrug sein?? Versteh ich nicht so ganz, wenn ihr ein Rassehund gewollt hättet wäret ihr doch bestimmt zum Züchter gegangen, anstatt privat ein Hund günstig ohne Papiere zu holen?
Problem ist ja das rechtlich ihr ja den Hund bekommen habt, was ein Laie privat in so Verträge reinschreibt ist nicht wirklich sicher. Da man auch keine schlechte Absicht erkennen kann ist es auch kein betrug, man kann von keinen Hobbyvermehrer erwarten das er seine Tiere genetisch auf die Rassenzugehörigkeit testen lässt.
Und für eine Minderung müsste euch dabei ein Nachteil erstanden sein, den seh ich auch nicht bei einen Familienhund.
Aber bei eins hast recht 750 EUR für ein vermehrerwelpe is viel viel viel zu viel..würde also auf deren normalen Menschenverstand setzen und denen sagen das die ihre Hunde viel zu teuer verkauft haben und das man sich da sehr über den Tisch gezogen fühlt.

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Ich verstehe Dich und alle anderen Hundebesitzer wirklich nicht. Ihr habt ein Tier, welches Ihr angeblich liebt, das bei Euch ein Zuhause gefunden und Familienmitglied sein soll. Und da streitet Ihr Euch um ein paar läppische Euros? Was passiert, wenn der Hund morgen schwer krank wird, muß er dann ins Tierheim oder wird abgeschoben?

Nirgendwo steht, daß Welpen eines Wurfs den gleichen Preis haben müssen. Angebot und Nachfrage regeln die Höhe. Papiere habt Ihr auch nicht. Vor Gericht einen Nachlaß durchzusetzen, wenn es um ein Lebewesen geht, finde ich einfach nur dumm. Vermutlich könnt Ihr alle toben und klagen, ein Gericht wird da noch nicht einmal das Verfahren eröffnen.

Niemand hat Euch gezwungen, die Hunde zu kaufen. Wenn Ihr absolut sicher gehen wolltet, hättet Ihr eben mehr Geld ausgeben und zu einem seriösen Züchter gehen müssen. Wenn Ihr Euch verliebt habt, dann ist es doch völlig schnurz, ob da mal vor zig Generationen ein anderer Hund eine Rolle gespielt hat. Wenn Du so willst, sind alle Hund dieser Welt irgendwo Mischlinge in der x-ten Generation. Nur wir Menschen züchten Rassen, den Hunden ist das ziemlich egal.

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Um Betrug handelt es sich erst dann, wenn du nachweisen kannst, dass die Täuschung absichtlich (vorsätzlich) geschah.

Ohne Absicht ist es eine rein zivilrechtliche Frage betreffs Erfüllung eines Vertrages bzw. Haftung für Falschangaben. Und das ist immer ein schwieriges Thema, weil du zunächst deinen Schaden konkret beziffern und belegen musst.

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Kommentar von Ryukia
22.11.2016, 14:34

Nun ja die Frau die uns den Welpen verkauft hatte wusste es und dies stand auch in dem Kaufvertrag der Mutter drin. Nur der Partner hat dies angeblich nicht gewusst. Dies ist für mich dann in dem Sinne kompletter Betrug.

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Ganz ehrlich: Selber schuld.

Ihr Woltet sparen und habt einen Hund für 750€ bei einem vermehrer gekauft. Das ist nicht mal unüblich das mixe als reinrassige ausgegeben werden.

Hättet ihr einen reinrassigen Hund haben wollen währt ihr zu einem seriösen, eingetragenen Züchter gegangen.

Aber da Geiz ja geil ist und euch ein Hund vermutlich nicht 1.500€ wert ist seid ihr selber schuld.

Und er kann nur einen Betrug begannen haben wenn er davon wusste und das müsstet ihr erst mal nachweisen. 

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Kommentar von Ryukia
22.11.2016, 14:56

Natürlich gebe ich dir Recht.
Wir haben nicht gespart, wir haben uns in den Welpen verliebt.
Hier war uns auch der Preis ursprünglich egal.
Die "Vermehrer" haben sich liebevoll um die Welpen gekümmert. Eltern wurden auf HD/ED Untersucht, habe alle anderen relevanten Untersuchungen. Die Welpen wurden alle erst mir 13 Wochen abgegeben und hatten alle Impungen. Wir haben auch für die Welpen ein Gesundheitsnachweis bekommen. Die Welpen selbst waren top.

Nun ja wir haben Kontakt mit der derzeitigen Züchterin. Und diese hat noch eine Kopie wo die Mutter als Samojede - Mix verkauft wurde. Somit haben wir definitiv einen Beweis.

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Kommentar von skjonii
22.11.2016, 15:12

also nur weil ein Züchter eingetragen ist, ist er noch lange nicht seriös und nur weil ein Züchter nicht eingetragen ist, ist er noch lange kein Vermehrer. Den Kommentaren der Fragestellerin nach, haben sich die "Vermehrer" besser um das Wohl der Tiere gekümmert, also so einige "seriöse Züchter". 

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Das ist vom rechtlichen her gesehen kein Betrug, da Hunde ohne Papiere immer als Mischlinge gelten...selbst wenn beide Elterntiere reinrassig, aber nicht gekört sind.

Ihr habt einen hübschen und lieben Hund...freut Euch darüber...und falls Ihr wieder mal einen *reinrassigen* Hund wollt, dann müsst Ihr diesen über den Zucht- und Rasseverband kaufen....allerdings kostet dann ein Welpe...je nach Rasse...zwischen 1500.- und 2000.-

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In einem kaufvertrag kann stehen was will, ohne zuchtbuchnummer und FCI papieren ist es ein mix. Punkt und aus. 

Das macht den hund ja nicht schlechter?! Ihr wart glücklich mit dem hund und jetzt ist er es nicht mehr wert? Es geht dabei wiedermal nur ums geld und nicht um den hund und das ist traurig! Ihr seid auf einen vermehrer Hereingefallen, weil ihr naiv dachtet, der züchtet um die hälfte billiger als alle anderen.. naja, lernt daraus..

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Um Betrug handelt es sich nur, wenn es eine Betrugsabsicht gab. 

Die Besitzerin der Mutter der Hündin ist ja offenbar auch keine Züchterin, sie hat ja scheinbar auch einen Mischling verkauft und keinen Rassehund. Oder sie kennt die Abstammung ihres Hundes auch nicht genau. Offenbar war der Verkäufer guten Glaubens, und da der Hund keine Papiere hat, gilt er so oder so nicht als reinrassig.

Ich würde die Sache au sich beruhen lassen. Euch ist der minimale Unterschied ja auch nicht aufgefallen. Freut euch über euren Hund und streitet nicht rum. 

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Kommentar von Ryukia
22.11.2016, 14:38

Natürlich würde ich alles für meinen Hund tun und würde diesen auch unter keinen Umständen mehr zurück geben. Dennoch stört mich die Tatsache, das der Hund nicht als angegebene Rasse verkauft wurde und auch in der einzige drin stand "Eltern sind beide reine Samojede". Die Tatsache das eine Person 450€ gezahlt hat und wir 750€ beunruhigt mich schon. Somit sehe ich nicht ein das die Personen die mehr gezahlt haben nur 100€ erhalten.

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Das ist kein Betrug! Vom rechtlichen Sinne her ist ein Hund ohne FCI Papiere immer ein Mischling. Deswegen habt ihr ( rechtlich gesehen) gewusst, dass ihr einen Mischling kauft und könnt keine Ansprüche gelten machen.

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Kommentar von Ryukia
22.11.2016, 14:32

Auch wenn in der Anzeige die Mutter als Samojede deklariert wurde? Jedoch in nachhinein sich rausstellte das diese ein Samojede Mix sei? Auch wenn im Preis Vertrag "Samojede" eingetragen wurde statt Samojede Mix?

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Kommentar von FrauFanta
22.11.2016, 14:34

Ja definitiv! Da hätte auch Dackel stehen können, ist egal! Du hast offiziell einen Mischling erworben. Betrug wäre es nur, wenn der Verkäufer dir zugesichert hätte, dass der Welpe FCI Papiere hat. Deswegen : lieber 200€ mehr ausgeben und zum VDH Züchter gehen!

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Kommentar von FrauFanta
22.11.2016, 14:47

Du hast keine rechtliche Chance! Es ist immer das selbe: Geiz ist Geil Mentalität und dann rum heulen das es nicht perfekt ist. Ich finde einfach, dass die Leute ( zB Du) endlich mal begreifen müsst, das man diese billig Rassehunde vom Vermehrer nicht kauft. Rasse Hunde kauft man beim VDH und Hände weg von Wühltisch Welpen. Eine Millionen mal hier bei GF geschrieben.

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Sprich die Welpen sind eigentlich Samojede/Malamute Mixe.

Tja... das ist eben so, wenn man sich Hunde ohne Papiere kauft, denn nur ein lückenloser Stammbaum ist der Nachweis über die Reinrassigkeit eines Hundes.

Wenn Ihr mehr bezahlt habt als die Käufer der Geschwister Eures Hundes, dann seid Ihr ja selber schuld. Wahrscheinlich haben die besser gehandelt als Ihr :-)

Mit 650 € seid Ihr gut bedient, einen reinrassigen Samojeden aus seriöser Zucht bekommt man eh nicht für das Geld.

Also laßt es Euch einfach eine Lehre sein und erfreut Euch an Eurer Fellnase.

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Kommentar von zuvertraeumt
22.11.2016, 15:31

wenn "3 generationen vorher" eine andere Rasse mit drin war, dann hast du jetzt die vierte?

dann ist dein Hund doch eh zu 93,75% reinrassig. Wenn es ein Weibchen ist kannst du ihn also trotzem zum Züchten verwenden.

Züchtest in 2 Generationen bist du dann quasi bei 98,44%, noch eine weiter bie 99,2%, das ist doch keine schlechte Ausgangslage , sofern du auf einen möglichen Gewinn durch Verkauf von Nachkommen aus bist.

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Im Kaufvertrag steht sicherlich nach besten Wissen und Gewissen, also pille palle, es handelt sich nicht um einen Züchter der dem Verband angehört, also Hobbyzüchter Vermehrer. Wo liegt der Betrug? nach bestem Wissen weis der Vermehrer nichts über die Zuchtlinie. Also hat er in bester Absicht gehandelt.

Und jetzt den Preis drücken, nur weil andere Käufer cleverer waren, ne sorry, sowas nennt man Lehrgeld

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Da wirst du nichts machen können.  

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