Frage von SweetyGrisu, 77

Preisauszeichnung bei Wurst-Stückwaren... ist ein Grundpreis erforderlich?

Hallo... es geht um die Preisauszeichnung an der Wursttheke. Meine Suche nach Klarheit im Netz fand leider kein eindeutiges Ergebnis.

Kurzbeschreibung: Wir (mein Lebenspartner und ich) verkaufen Wurst- und Schinkenspezialitäten auf Wochenmärkte, Trödelmärkte und Feste. Unser mobiler Verkaufstand gleicht keinem anderem, wir haben einen Räucheranhänger der extra für den ambulanten Verkauf umgebaut wurde (der beim Verkauf richtig mit Buchenholz räuchert). Mit Hygienestation (Waschbecken, Fußboden usw.) Da wir beim Verkauf nicht im Hänger, sondern davor stehen, dürfen wir keine Anschnitte verkaufen. (Die Verkaufsfläche ist nicht drei Seiten umschlossen.) Im Vordergrund steht dann eine Kühltheke, wo die Kochwürste usw. präsentiert werden. Gemäß Lebensmittelverordnung verkaufen wir nur Stückwaren. All unsere Produkte sind speziell für den Single-Haushalt portioniert. Die Kunden dürfen vor Ort (mit Probierstäbchen) jede Wurst kosten und die Inhalts- und Zusatzstoffliste einsehen. Viele Würste sind im Naturdarm und gleicht nicht der nächsten. Das Auge isst mit, der Kunde erhält die Wurst die er sieht und wünscht. Da wir nur Stückwaren verkaufen, haben wir auch keine Waage vor Ort.

Und nun zur Frage: Wie müssen wir gesetzlich die Preise auszeichnen? Müssen wir neben dem Stückpreis einen Grundpreis angeben?

Erläuterung: Da jede Wurst geräuchert oder Luftgetrocknet ist, variiert auch das Gewicht. Wir verkaufen keine Wurst in Scheiben, Fleisch oder halbe Sachen, auch wegen der ungleichen Form. Wir haben auch keine verpackten Waren. * Kurz: Wie beim Bäcker, der ein Stück Kuchen oder Brötchen verkauft.*

Die anderen Wursthändler erfüllen die üblichen Standvorschriften und wiegen ihre Würste ab. Wenn wir im Einkaufscenter stehen, haben wir ebenso eine Waage und auch gesonderte Preisschilder, wobei der Stückpreis günstiger als der Grundpreis ausgeschrieben ist. Also da entsprechen wir der Norm und haben alle Angaben konkret ausgeschrieben. Doch draußen bei wechselnder Witterung und kleinerem Standaufbau, haben wir alles aufs Minimum reduziert und schreiben keinen Grundpreis aus, sondern den Stückpreis. Kurzzeitig hatten wir auch den Grundpreis auf der Preisausschreibung, doch das führte die Kunden stets in die Irre und Sie verlangten nach 200g vom Stück.

Wie ist dies jedoch Richtig? Welcher Regelung gehören wir an?

Antwort
von MildeOrange, 36

Mhm, bei Salatgurken bezahlt man doch auch pro Stück und nicht nach Gewicht, die sind ja auch alle unterschiedlich. :D

Kommentar von SweetyGrisu ,

Genau...

Ebenso bei Märkten wie der Hamburger Fischmarkt... dort sind Marktschreier, die Ihre Waren in Eimer, Beuel oder Kisten anbieten.  z.Bsp. Käse Maik (5 Sorten für ein Stückpreis) oder so...

Oder beim Imbiss... die Grillstände geben auch nicht das Grundgewicht an, mal bekommt der Kunde ne größere oder kleine Wurst. Mal eine Pommis mehr mal weniger.

Antwort
von zeytiin, 33

Naja da jede Wurst anders viel wiegt .. Würd ich lieber pro Gramm einen Preis angeben .. Sonst kommen noch solche deutsche und verlangen mehr oder beklagen sich

Kommentar von SweetyGrisu ,

Aber was nützt diese Angabe, wenn das genaue Gewicht pro Stück variirt?

Die Kunden haben freie Auswahl für ein Stückpreis...

z.Bsp. Schinkenspeck... manche größer mit mehr fettem Speck oder lieber etwas kleiner mit weniger Speck, manche stärker geräuchert und fester usw. - somit gab es noch nie Probleme, weil der Kunde bekam was er wollte ohne Preisdifferenzen weil das Stk. event. schwerer ist.

Von unseren 15 Sortimentsgruppen sind nur 2 Gruppen mit größeren Abweichungen, die restlichen Würste sind in Ihrer Art sehr identisch.

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