Frage von SmS737, 12

Preisauskunft des Vermittlers bindend?

Guten Tag zusammen !

Folgender Sachverhalt:

Ich habe eine Dienstleistung in Rechnung gestellt bekommen, die über eine Firma vermittelt wurde. Zuvor nannte mir diese Firma auf Nachfrage einen voraussichtlichen Betrag mit dem ich rechnen müsse. Es wurde mir sogar zugesagt, dass Betrag X auf keinen Fall überschritten würde. Nun weicht die Rechnung um 85% von dem vereinbarten Betrag ab ! Argumentiert wurde dies über einen zusätzlichen Rechnungsposten. Über die verbundenen Mehrkosten wurde ich nicht in Kenntnis gesetzt und auch die generelle Preisabwichung von dem vereinbarten Betrag wurde nicht bis zur Rechnungsstellung kommuniziert.

Meine Frage: Ist die Aussage der vermittelnden Firma bindend, ebenso wie bei einem Kostenvoranschlag oder kommt ihm als Vermittler keine Verantwortung zu ? Direkt mit dem Dienstleister wurde zu keinem Zeitpunkt kommuniziert.

Antwort
von taunide, 10

Sofern die Aussagen nicht schriftlich gemacht wurden, hast Du schlechte Karten. Gibt es ein Angebot und schriftlichen Auftrag? Ist im Angebot oder Auftrag z.B. beschrieben, dass nach Aufwand berechnet wird, dann kannst Du kaum was machen.

Die Angaben sind etwas dünn. Maßgebend ist aber immer was schriftlich vereinbart wurde - alles andere rechtlich sehr dünnes Eis.

Kommentar von SmS737 ,

Die Aussage das "Betrag X" nicht überschritten würde, wurde mir über eine Social Media Plattform im Rahmen meiner Terminabsprache mitgeteilt. Einen schriftlichen Auftrag gibt es nicht. Das die Berechnung je nach Aufwand/Rechnungsstellen erfolgt war mir von vornherein bewusst. Es wurde dem Vermittler klar der auszuführende Umfang der Dienstleistung abgesteckt.
Während der Dienstleistung wurde ein noch fehlender Posten entdeckt, der dann jedoch ohne Aufklärung über etwaige Mehrkosten ausgeführt wurde.

Kommentar von taunide ,

Vor der Ausführung des "fehlenden Posten" hätte es so rein rechtlich ein Nachtragsangebot und Auftrag geben müssen um den neuen Rahmen zu stecken. Mehr (beauftragter) Aufwand bedeutet mehr Kosten.

Viele Unternehmen verdienen nicht schlecht daran "fehlende Positionen" in Aufträgen und Leistungsverzeichnissen zu suchen um über Nachträge noch einmal kräftig zu verdienen.

Der "fehlende Posten" hätte nicht ohne deine Zustimmung ausgeführt werden dürfen, wenn er Kosten verursacht.

Du könntest die Rechnung abwarten und den Betrag mit dieser Begründung kürzen. Danach kann man ggf. verhandeln ob ein Teilbetrag der Zusatzleistung gezahlt wird um sich zu einigen.

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