Frage von HannLM, 200

Preis für eine Reitbeteiligung okay?

Hallo :) Ich habe seit 2 Wochen eine RB die Freunden der Familie gehört. Sie ist etwas schwierig und oft auch zickig. Pony, 20 Jahre alt. Der Reiterhof hat eine Reithalle (20x40) einen großen Reitplatz mit Sprüngen, ein Round-Pen und ein super ausreitgelände. Ausmisten muss ich nicht. Ach ja und ich werde voraussichtlich 2-3 mal in der Woche reiten gehen. 1 mal in der Woche gehe ich in eine Reitstunde 8 Euro. Ohne die Reitstunde zahle ich 30 Euro im Monat für das Pony. Meint ihr das ist okay? Lg HannLM

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 120

Nein, das ist nicht ok, davon wird der Pferdebesitzer arm. Mit Reithalle kostet ihn der Platz pro Monat selbst in einer extrem billigen Gegend meines Wissens 250 Euro. Dazu kommen Nebenkosten (Hufe, Impfen, Entwurmung, Versicherungen, Ausrüstung, ...) von 200 Euro. Du hast 2 bis 3, also sagen wir, 2,5 von 7 Tagen jede Woche, also auch 2,5/7 eines Monats, eines Jahres, ...

2,5/7 von 450 Euro wären 160 Euro, die Du zahlen müsstest, um einen gerechten Preis zu haben.

Gut, Du wirst jetzt sagen, Du hast auch keine volle Verfügungsbefugnis über das Pferd, das bringt Abzüge. Dafür musst Du auch keine Entscheidungen treffen, die möglicherweise falsch sein können, das Pferd bleibt nicht mit allen Kosten an Dir hängen, wenn eine Beteiligung ausfällt etc., d.h. Du hast weniger Rechte, aber auch weniger Pflichten und somit ist das kein Argument.

Alles, was Du weniger zahlst als 160 Euro ist Dir vom Pferdebesitzer geschenkt.

Aber was mir viel mehr Angst macht, ist wie ein Reitlehrer von den 8 Euro leben will, die Du für den Unterricht zahlst. Dafür kannst Du keine Qualität bekommen, die nötig ist, um Dich und das Pferd gesund zu erhalten. Schade, dass heute alles billig sein muss.

Kommentar von Tangstedt ,

Sehr, sehr richtig formuliert!  Die Umrechnungsformel lautet: Stallmiete geteilt durch 30 Monatstage. Das ist der Preis für einmal Reiten im Monat. Bei 2 x Reiten die Woche wäre der Tagespreis mal acht zu nehmen. Zusätzlich können die Parteien auch eine Beteiligung an den Schmied-, Möhren- und Tierarztkosten vereinbaren...

Kommentar von HannLM ,

Danke erst mal für die ausführliche Antwort! Vielleicht hab ich mich ein bisschen ungenau ausgedrückt... Ich bin nicht die einzige Reitbeteiligung. Es gibt noch eine, die auch 30 Euro bezahlt. Hier ist der Preis für die Box, der Benutzung der Reithalle Platz etc. und der Koppeldienst:

" Modul A 265,00 €

bedarfsgerechte Versorgung des Pferdes mit Hafer und/oder Gerste sowie Heu oder Heulage; bedarfsgerechte Einstreu sowie turnusgemäßes Misten der Box entsprechend der betrieblichen Organisation; im Pensionspreis sind täglicher Weidegang und im Winter Auslauf enthalten."

Wenn das Pferd krank wird was ja schneller passieren kann wie man denkt... Bezahle ich den Tierarzt natürlich mit. Auch auf den Kosten von neuer Ausrüstung teilen wir den Betrag auf, und jeder gibt was dazu. Es ist auch selbstverständlich das man mal eigenständig ein neues Halfter kauft, wenn das alte kaputt ist. Das heißt das die Besitzerin keinesfalls auf den Kosten sitzenbleibt.

Und der Punkt mit dem Reitunterricht: Die Reitlehrerin ist gleichzeitig auch die Besitzerin des Hofes und hat zudem den Trainerschein B. Also nichts mit keiner Qualität... Sie reitet selbst bis A und im Gruppenunterricht sind höchstens 4 Pferde. Der Reitunterricht ist sehr gut und abwechslungsreich mit viel Stangenarbeit und verschiedenen Übungen für jeden Reiter. Der Reitunterricht kostet mit einem Schulpferd 12 Euro und mit einer RB 8 Euro. Sie gibt außerdem auch Lehrgänge und der Einzelunterricht kostet auch noch mal mehr. Naja. Wie gesagt vielleicht habe ich mich in der Frage falsch ausgedrückt. Sorry dafür! LG

Kommentar von LyciaKarma ,

Wenn der Stall im Monat 265€ kostet, dann wären das immer noch 88,33€ pro Monat, wenn du 2,5 Tage die Woche kommst.  

Die Reitlehrerin ist gleichzeitig auch die Besitzerin des Hofes und hat zudem den Trainerschein B. Also nichts mit keiner Qualität... Sie reitet selbst bis A 

Ich hoffe nicht. A ist nicht wirklich gut und steht für "Anfänger"..  

Mit 8€ kann sie nichts anfangen. Zum Vergleich - ich zahle für eine Einzelstunde 35€. Und das ist noch günstig, je nachdem, was man halt will. Aber für den Preis kannst du nicht viel erwarten. 

Kommentar von HannLM ,

Naja. Auf jeden Fall habe ich die Besitzerin meiner Reitbeteiligung gefragt ob ich mehr bezahlen soll und sie gab mir darauf ein eindeutiges nein. Von daher sollte sich diese Sache vielleicht erledigt haben.

Das mit den Reitstunden ist deine Sicht. Ich weiß auch nicht wie du das beurteilen kannst ob die Reitstunden gut sind oder nicht. Das ist mir ein echtes Rätsel. Und von wegen sie kann mit 8 Euro nichts anfangen: Früher hat sie die Reitstunden ganz kostenlos gegeben weil sie will das jeder die Chance hat mind. 1 mal in der Woche in die Reitstunde zu gehen und weil es ihr Spaß macht ;) Ansonsten arbeitet sie auch noch in einer Tierarztpraxis und verdient da auch noch Geld. Und das mit den 35 Euro die du für eine Einzelstunde bezahlst: 1. Habe ich keine Einzelstunde sondern Gruppenstunden 2. Reiten da viele jüngere Kinder und Jugendliche mit, die auch gar nicht so viel Geld haben um ein mal in der Woche 35 Euro für eine Reitstunde auszugeben. Ich war schon auf sehr vielen Reiterhöfen und das ist der erste wo ich den Reitunterricht wirklich gut finde.

Kommentar von Baroque ,

Also ich kann's sehr wohl beurteilen. Diese Trainerscheine im Breitensport sind Massen-Abfertigungsscheine á la wie bekommen wie möglichst viele Breitensporttrainer über die Verbände versichert, um möglichst viele Breitensportler durchzuschleusen. Ich kenne einige Trainer B, die selbst sagen, was man dazu wissen und können muss, ist ein Witz. Und wenn dann der Ausbilder selbst noch Anfängerprüfungen reitet ... woher soll der das Wissen und Können haben? Ein A-Reiter ist selten in der Lage, ein Pferd einigermaßen gesund zu erhalten, geschweige denn durch gezielte Gymnastizierung die Gesundheit zu verbessern. Das ist aber das mindeste, was ich von meinem Trainer fordere.

Deshalb zahle ich 28 Euro plus Fahrtkosten.

Und wenn die Kinder nicht so oft das Geld ausgeben können, muss man halt ...

... lieber einmal alle zwei Wochen eine gute Stunde nehmen als einmal die Woche eine mit Negativfolgen für die Gesundheit.

... auf anderes verzichten. Wir hatten seinerzeit ab 15 erst 5 Mark die Woche Taschengeld, vorher 2 Mark, aber haben uns von Omas, Tanten und Eltern Reitstunden zu Geburtstagen und Weihnachten gewünscht und wenn wir Glück hatten, kamen genug zusammen, um einmal die Woche reiten zu gehen. Dafür haben wir drauf verzichtet, Reithosen, neue Fahrräder oder ähnliches geschenkt zu bekommen. Wenn man will, geht alles.

Kommentar von Baroque ,

Danke, LyciaKarma, alles gesagt, während ich unterwegs war.

30 Euro im Monat ... damit sind nicht mal die Mehrkosten gedeckt, die man durch eine RB normalerweise als Pferdebesitzer hat. Aber wenn die Pferdebesitzer nicht in der Lage sind zu rechnen und ihnen lieber ist, jemand hoppelt auf ihren Pferden rum stattdass die ihre Freizeit in der Herde genießen, dann ist das ja zum Glück nicht unser Problem.

Ich will nur hinterher nicht lesen, dass jemandem das Pferd finanziell übern Kopf wächst. Weil das ist dann ja kein Wunder.

Kommentar von HannLM ,

Wie gesagt: Ich habe die Besitzerin mehrmals gefragt ob ich mehr bezahlen soll. Und gebe auch öfters mal 50 Euro im Monat für einen neuen Sack Möhren oder so. Bei dem Pony ist es übrigens wichtig das täglich jemand auf ihm "rumhoppelt" da sie Arthrose hat. Sie ist übrigens 10 Stunden täglich draußen und verbringt daher mehr Zeit bei ihrer Herde als manch anderes Pferd das ich kenne... Nur in der Nacht ist sie in der Box. Die übrigens doppelt so groß sind wie üblich ;)

Die Besitzerin verdient genug Geld und kann sich das Pony gut leisten also keine "Sorge" ;) 

Kommentar von HannLM ,

Baruque: Ich weiß echt nicht wie ihr alle versucht zu wissen ob die Reitstunde gut oder schlecht ist... Wenn die Reitstunden der Reitlehrerin Spaß machen und sie deshalb nicht viel Geld dafür nimmt da sie auch mit 8-12 Euro gut "über die Runden kommt" was spricht denn dagegen? Was sagt euch denn das der Reitunterricht schlecht/ die Trainerin nicht qualifiziert ist?

Hier was von der Internetseite:

"Jenny (Jahrgang 1984) ist eine junge motivierte Spring- und Dressur-Amazone. Der Springsport ist ihre Leidenschaft, was man ihr auch in der Ausübung als Übungsleiterin – Trainer B anmerkt. Mit immer neuen und kreativen Ideen gibt sie als Vereinsreitlehrerin Spring- und Dressur-Unterricht.

Trainerschein

B

Reitweise

Englisch Dressur-Springen und Gelände

Schwerpunkte im Unterricht
•Springgymnastik für Reiter & Pferd (Anfänger und Fortgeschrittene)
•Geduldig und einfühlsam bei Reitanfänger und Wieder-Einsteigern
•Schulunterricht „Dressur und Springen bis Kl. A“ für Erwachsene und Kinder in Einzel- und Gruppenunterricht
•Korrektur und Ausbildung von Beritt-Pferden

Turniererfolge

Platziert bis Kl. L in Dressur und Springen

Vielseitigkeit bis Kl. A"

Naja. die Diskussion ist hier glaub ich für mich beendet da ihr (so wie leider viel zu viele Leute) Etwas behauptet was ihr gar nicht wirklich wissen könnt. Ich glaube euch dasihr Ahnung von dem allen habt aber ich sehe irgendwie nicht ein das ihr anhand von ein paar Beschreibungen versucht euch ein Bild von allem zu machen...

""   

Kommentar von alcaponymo ,

Typisch "experte".. "Das ist nicht ok, davon wird der pferdebesitzer arm.."

Wenn er davon arm wird, sollte der pferdebesitzer sich lieber rennmäuse kaufen. 

Natürlich ist der Preis ok, einfach froh sein dass der Besitzer nicht mehr verlangt und so günstig eine rb anbieten kann. Die Kosten werden so zwar nicht gedeckt, aber es geht nicht jedem nur ums Geld.

Kommentar von Baroque ,

Genau deshalb hab ich keine Reitbeteiligungen auf meinem Pferd. WENN ich meinem Pferd so jemanden zumuten würde, dann würde ich wenigstens irgendeinen anderen sinnvollen Grund wissen, irgendeine Entschädigung wäre da schon angemessen - und was, außer Geld bekommt man sonst?

Ich selbst bin der Meinung, dass kein Geld der Welt die Zumutung für mein Pferd entschädigen könnte, also es auch nicht helfen würde, wenn mir jemand hunderte von Euro geben würde. Selbst, wenn alle meine Kosten mit dem Pferd davon gedeckt wären, was mir jemand zahlt, würde ich mich nicht drauf einlassen.

Und mit den Unterrichtskosten: Schonmal geschaut, was jemand, der daran Geld verdient, schon alleine abführen muss? Glaubt Ihr immer noch, dass jemand von Luft und Liebe leben kann? Ich bin selbst selbständig und benötige wenig Werkzeug und so oft bin ich nicht direkt am Pferd, dass ich die beste Kleidung der Welt brauche, also rechne ich da nichts extra, sondern trage, was ich bei meinen privaten Pferden auch trage - dennoch: Wenn ich 40 Euro einnehme, bleiben mir am Ende für mich, netto, was ich zum Leben einnehme, ein bisschen über 12 Euro übrig. Wieviele Stunden müsste ich da nun halten, wenn ich Reitlehrerin wäre und die von Euch genannten 8 bis 12 Euro nehmen würde. Nehmen wir 12, sind wir mal nicht so. 70% gehen für alle möglichen Nebenkosten weg, bleiben 3,60. Wer 40 Stunden in der Woche arbeitet und das auch noch bei jedem Wetter, in der Sommerhitze, in der Winterkälte, sich mit den kalt gefrorenen Gliedern bewegen soll, dadurch gesundheitliche Nachteile bekommt, sollte am Ende mehr als 576 Euro auf dem Konto haben, oder? Wer wirklich gut ist, wird sich das doch hoffentlich nicht antun, der kann auch Geld nehmen, von dem ihm genug bleibt, um sich wengistens eine warme Jacke kaufen zu können.

Ich bin entsetzt, wie unsere Gesellschaft tickt!

Antwort
von RainbowHorse, 106

Naja also ich hatte auch mal eine rb die hat40€ im monat gekostet aber wir mussten halt stallarbeiten machen und so und das fand ich auch gut aber es ist sehr billig also ich würde für eine tinker stute für 2-3 mal die woche den ganzen tag mit ihr mir aussuchen was ich mache 120 € eig. Bezahlen aber weil die rb dringend ist 100€

Kommentar von RainbowHorse ,

und für unnterricht 1× die woche bezahle ich 60€ apso 15€ pro stundr

Antwort
von glofaxa, 81

Also 8€ für eine Einzelreitstunde ist schon sehr billig :)

Kommentar von HannLM ,

Es sind Gruppenstunden. :) Mit einer RB kostet der Unterricht 8 Euro und mit einem Schulpferd 12 Euro :)

Kommentar von glofaxa ,

ach ok, danke :)

Antwort
von Sarriii, 79

Was willst du denn haben? Für 2 mal im Montag zahlr ich 20€

Antwort
von lansim, 44

Der preis von 30 € ist mehr als okay! In unserer gegend gibt es keine reitbeteiligung unter 100€.

Antwort
von cavallena, 90

Also für 2-3x die Woche reiten 30€ im Monat ist doch fair. Du musst ja nicht einmal misten :-)

Antwort
von jue711, 44

Es ist sehr billig :) eine Freundin von mit zahlt dass doppelte für das gleiche mit dem pferd machen :)

Antwort
von GuckLuck, 43

Ja der Preis ist gut er ist sogar relativ billig :) andere verlangen das doppelte

Antwort
von Spiky2008, 61

Der Preis selbst ist gut.
Nur der Unterrichtspreis ist mir etwas komisch

Kommentar von HannLM ,

Hm. Ja der Unterricht ist günstig. Aber keineswegs billig oder ohne ´Qualität oder so... Die Reitlehrerin hat Trainerschein B und reitet selbst bis A. Einzelreitstunden oder Unterricht mit Schulpferden kostet etwas mehr. Sie will halt das jeder die Chance bekommt da hin zu gehen egal wie viel (oder wenig) Geld man hat :)

Kommentar von Spiky2008 ,

Ja gut, A ist jetzt auch nicht so berauschend,aber gut:)

So lange der Unterricht zu dir und dem Pferd passt,ist das schon okay :)

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