Der Text lautet nach der Zürcher Übersetzung: Denn es wird dem Menschen nichts mehr zu teil nach seinem Tode.

Ist doch klar - was soll ein Glaube, wenn das Leben nach dem Tod zuende ist und nichts mehr kommt? Dann kann man sich den Glauben ja auch sparen - und die Gelder, die man der Religionsgemeinschaft gibt...
Den Text den du meinst steht in der Lutherbibel in Prediger 7:14; genauso in der guten Nachricht Bibel; in der von ZJ benutzten Bibel (Neue Welt Übersetzung) steht er auch bei 7:14.
"An einem guten Tag zeige, dass du guter Dinge bist und an einem Unglückstag sieh, dass der wahre Gott auch diesen genauso wie jenen gemacht hat, zu dem Zweck, dass der Mensch nach ihnen überhaupt nichts herausfinden kann."
Ein bisschen anders übersetzt vielleicht, aber der Sinn ist der Selbe. Er fehlt also auch nicht bei der von ZJ benutzten Bibel.
Rein prinzipiell steht in der Züricher Bibel in Prediger 7,15:
"Beides sah ich in meinen flüchtigen Tagen: Da ist ein Gerechter, der zugrunde geht in seiner Gerechtigkeit, und da ist ein Ungerechter, der lange lebt in seiner Bosheit."
Aber: "Denn es wird dem Menschen nichts mehr zu teil nach seinem Tode." kann ich nicht finden. Hast Du Dich vielleicht im Vers geirrt? Den Gedanken findet man aber im 9,5+6, sowohl in der Züricher, als auch in der Neuen-Welt-Übersetzung.
An alle anderen hier, die keine Ahnung haben: Jehovas Zeugen sind so ziemlich die einzige Religion, die nicht an ein Weiterleben der Seele nach dem Tod glaubt.
In meiner Zürcher (1942/1967) steht Seite 685: Prediger 7 Vers 15a "Am guten Tag sei guter Dinge, und am bösen Tage bedenke: Auch diesen hat Gott gemacht wie jenen." Weiter geht es Seite 686 mit 15b: "Denn es wird dem Menschen nichts mehr zuteil nach seinem Tode."
Die Vers-Zählung ist in den anderen Übersetzungen meist anders: Dann ist es Vers 14. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass die Zürcher-Übersetzung bei diesem Text die mit der größten Freiheit in der Interpretation ist.
In der Zwischenzeit habe ich mich um andere Übersetzungen bemüht: Tatsächlich scheint die Zürcher-Übersetzung extrem zu sein, auch was die Verszählung angeht.
Wörtlich wäre am ehesten Buber/Rosenzweig: ..um der Sache willen, dass sich der Mensch danach nicht ein Irgendetwas finde.
Ins verständlichere Deutsch gebracht, würde ich übersetzen: ... "auf dieses soll der Mensch sich keinen Reim machen" oder "um dieses Wechsels willen soll der Mensch auf gar keinen Fall sich etwas zusammenreimen"
Danke für eure vielfältigen Hilfen.
Hirnlos am 6. Oktober 2009 20:53 Schön, daß du die Ergebnisse deiner Bemühungen auch hinschreibst und so das Thema vervollständist. Dafür gibts ein DH.
das interessiert mich genauso wenig wie wenn bei Tchibo ein Kaffeebeutel platzt!
Hirnlos am 6. Oktober 2009 20:48 Warum hast du dann die Frage gelesen und sogar eine Antwort dazu gegeben, wenn es für dich so interessant ist wie der umgefallene Sack Reis in China?

weil die Z.J. Endzeitpropheten sind; nur wer glaubt wie sie wird in die Herrlichkeit eingehen; der Rest ist Verdammnis;
Das ist auch meine Vermutung. Nur ZJ sind stolz auf ihre Übersetzung und bezweifeln, dass dieser Vers überhaupt drin steht.

Weil die Zeugen Jehovas nicht in das Himmelreich eingehen, wenn sie nicht ausreichend Heftchen der Wachtturm-Gesellschaft verkaufen. Also ist dieser Trostspruch einfach mal gestrichen.
1.glauben Zeugen Jehovas nicht, dass sie in den Himmel kommen! (wüßtest du aber schon ,wenn ihnen mal zugehört hättest!) 2.Geben ZJ ihre Literatur kostenfrei ab! 3.Ist nicht ihr Ziel möglichst viele Hefte abzugeben, sondern den Menschen die Wertschätzung dafür haben.
Dann müsste das aber in ALLEN Bibeln unterschlagen werden und nicht nur in dr Neuen-Welt Übersetzung.
Vielleicht steht es in anderen Übersetzungen anders drin. Habe gerade leider keine Bibel zur Hand, um das mal zu prüfen.