Praktikumsmaßnahme wegen Besorgungen für Ausbildungsplatz abbrechen?

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6 Antworten

Wenn du diese Ausbildung sicher hast und sie in der Zeit der Maßnahme beginnen würde,dann kann dir keine Sanktion auferlegt werden,wenn es dir ohne Abbruch der Maßnahme nicht möglich wäre deine Ausbildung zu beginnen !

Also schnell einen Termin bei deinem SB - machen,dein Ausbildungsbeginn nachweisen und alles weitere wegen der Kostenübernahme für Umzug und KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) klären.

Sollte der SB - nicht damit einverstanden sein,dann verlangst du den Amtsleiter zu sprechen,eine Ausbildung bzw.eine versicherungspflichtige Beschäftigung hat hier immer Vorrang.

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Kommentar von isomatte
12.11.2015, 04:30

Danke dir für deinen Stern !

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Wenn du einen Ausbildungsvertrag vorweisen kannst, ist der Abbruch möglich. Auf eine vage Zusage solltest du dich NICHT verlassen.

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Wenn du eine schriftliche Zusage vom Ausbilder hast, DARF die Arge dich NICHT mehr zu Maßnahmen schicken.
Ausnahme:
Der Ausbildungsbeginn dauert noch Monate.
Nimm das Schreiben des Ausbildungsbetriebes mit zur Arge.
Auch bitte um Kostenübernahme für Möbel
(steht dir zu), 1.Miete, und Kaution. Auch steht dir Überbrückungsgeld für den 1. Monat zu.
Viel Glück

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Ergänzend zur Antwort von isomatte (sie ist in Sachen Grundsicherung sehr erfahren):

Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch **Infos im Vertrauen** landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem
           Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem
           Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen
Behördenlotsen
Behördenbegleiter
Hartz IV Mitläufer
Hartz IV Gegenwind e.V.
Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen. - Einzig nicht mehr aktuell in der Info: Darin wird erklärt, dass Beistände sich nicht ausweisen müssen (liest Du ja dann dort). Das Sozialgericht Stuttgart urteilte unlängst: Ämter können vom Beistand verlangen, dass er sich ausweist.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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Eine Zusicherung ist wie eine Verlobung: Nur ein Vertrag ist eine Heirat;-).

Aber selbst nach einem abgeschlossenen Ausbildungsvertrag ist nicht sichergestellt, dass du die Maßnahme abbrechen darfst.

Aber aus wichtigem Grund kann dir der Träger der Maßnahme frei geben. Nenne also einfach deinen Grund.

Beispiel: "Am Montag möchte ich gerne diesen Termin wahrnehmen, sehen Sie diese Einladung zu diesem Termin um 10 Uhr in Waltersdorf!"

Nun kenne ich keinen Träger, der dann nicht frei gibt für die Zeit, die benötigt wird, um diesen Termin wahrzunehmen.

Bei Anschaffungen verhält es sich in Maßnahmen aber nicht anders als in regulären Arbeitsstellen: Man kauft ein am Feierabend und am Wochenende!

Oder sind das am Ende nur faule Ausreden, um statt in der Maßnahme zu sitzen zu Hause auf der faulen Haut zu liegen?

Gruß aus Berlin, Gerd

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Maßnahmen sind dafür da um dir eine höhere Qualifikation zu ermöglichen: Oder um es anders zu sagen: Um dich leichter in ein Arbeitsverhältnis vermitteln zu können. Das Beste ist, zu deinem zuständigen Mitarbeiter zu gehen und ihm das zu erklären. Er wird dir das ziemlich genau erklären können.

(Aber ganz unter uns ;) Ich denke wenn du ihm/ihr das erklärst, dann wird man das definitiv geregelt kriegen)

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Kommentar von Oxevia
02.11.2015, 01:59

Ich glaube kaum, das die Mitarbeiterin des Jobcenters so gutmütig ist. Gibt es Möglichkeiten, ohne Sanktion aus dieser Maßnahme auszutreten?

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